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Opel Ampera-e: 400 Kilometer rein elektrisch

Opel Ampera-e: 400 Kilometer rein elektrisch

Wolfgang Stegers
14.09.2016, 12:18 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Ist das jetzt der Durchbruch bei der Elektromobilität für Alle? Der neue Opel Ampera-e verspricht 400 Kilometer rein elektrisches Fahren. Dann erst muss die Batterie wieder aufgeladen werden. Echte Reichweite oder nur Laborwerte?

Im nächsten Jahr kommt er auf den Markt. Schon jetzt trommelt der Autobauer Opel für sein neues Elektromobil – den Opel Ampera –e. Diesmal mit dem E. E- wie elektrisch. Wir erinnern un , die erste Generation des Ampera war ein PlugIn-Hybrid mit Range Extender – ein Benzinmotor sprang dann an, wenn der Batterie der Saft ausging. Auf diese Weise konnte die Reichweite des Ampera über die 40 Kilometer rein elektrischen Fahrens extrem gesteigert werden.

Höchste Reichweite bei Batterieautos

Jetzt die Steigerung um den Faktor 10, also zehnfach besser. Damit will die Tochter des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors das größte Handikap der rein elektrischen Fahrzeuge beseitigen und sich an die Spitze der Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb setzen. Der BMW i3 schafft mit der neuen, stärkeren Batterie jetzt 300 Kilometer, der Nissan Leaf 250, der Renault Zoe 240 und der e-Golf 190.

Alltagstaugliche Limousine

Seine Premiere erlebt der Ampera-e auf dem Pariser Automobilsalon Anfang Oktober. Im Frühjahr 2017 steht er dann in den Verkaufsräumen der Händler. Großen Wert legt man bei Opel darauf, dass der Wagen „kein Öko-Luxus, kein Sielzeug, kein reiner Zweitwagen“ ist. Mit dem Elektroauto zielt Opel auf ein breites Publikum, das in der 4,17 Meter langen Limousine Platz für 5 Personen bietet und dessen Kofferraum 381 Liter beträgt.

Batterie aus Korea mit 60 Kilowattstunden

Die Lithium-Ionen-Batterie besitzt eine Kapazität von 60 Kilowattstunden und bestht aus 288 Zellen. Lieferant und Hersteller ist LG Chem. Wie bei Elektroautos üblich überzeugt auch der Ampera durch schnellen Antritt, da das gesamt Drehmoment von 360 Newtonmeter bereits mit dem ersten Tritt aufs Gaspedal anliegt. In 3,2 Sekunden wird auf 50 km/h beschleunigt und der für das Überholen auf Landstraßen wichtige „Zwischensprint“ von 80 auf 120 km/h wird in 4,5 Sekunden absolviert. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 begrenzt, um die Kapazität der Batterie zu schonen. Über die Beschleunigung 0 – 100 macht Opel keine Angaben. Sie dürfte um die zehn Sekunden liegen. Die Leistung des Elektromotors beträgt 204 PS oder 150 kW.

Fahren ohne Bremspedal

Über Lademöglichkeiten und -zeiten macht Opel ebenfalls noch keine Angaben. Erwähnt wird aber, dass im Stadtverkehr der Wagen allein über das Gaspedal so gesteuert werden kann. Mechanisches Reib-Bremsen wird überflüssig. Dies erlaubt eine hohe Wiedergewinnung (Rekuperation) an elektrischer Energie. Sie fließt in die Batterie zurück und steigert die Reichweite.

Noch ist der Preis nicht genannt. Aber sicher dürfte er über 30.000 und unter 35.000 Euro liegen.

Fazit: Ist der Opel Ampera-e jetzt nun das erste massentaugliche Elektroauto für Jedermann? Schafft der Wagen den Durchbruch bei der Elektromobilität? Auf jeden Fall ein sehr starker Aufschlag von Opel – auch wenn noch kein Wort über Lademöglichkeit, Ladeinfrastruktur und Aufladezeiten der Batterie gefallen ist.

1 Kommentar

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Wolfgang Stegers
ja es gibt eine einfache Überschlagsrechnung: Benzin-Kleinwagen 10.000 Euro, Hybrid-Kleinwagen 20 und batterie-elektrische über 30.000 Euro. Wie dann in 15 Jahren -so der Vorschlag des Bundesrates - nur noch Elektrofahrzeuge zugelassen werden sollen, zeigt die Realitätsferne der Empfehlung.
  • 11.10.2016, 00:32 Uhr
  • 0
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