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Der neue Mazda6 im Fahrtest

Der neue Mazda6 im Fahrtest

29.10.2016, 18:02 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Mehr Feinschliff als Facelift

Schaut man sich den neuen Mazda6 von außen an, fällt kaum ein Unterschied zum Vorgänger auf. Es gibt lediglich kleine Veränderungen, die kaum als Facelift, sondern eher als Feinschliff zu bezeichnen sind. Wichtig sind nicht sichtbare Verbesserungen: Die Palette der Assistenzsysteme wurde erweitert, und es gibt mehr Komfort und eine verbesserte Fahrstabilität. Der Grundpreis für Limousine und Kombi beträgt jeweils 25.690 Euro.
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Der dreidimensional anmutende Kühlergrill mit dem markentypischen Flügelmotiv ziert das Gesicht, das optional Voll-LED-Scheinwerfer inklusive LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelscheinwerfern aufweist. Sie geben dem Design eine technische Note und sorgen für eine gute Ausleuchtung in Tageslichtqualität. Optional automatisch anklappbare Außenspiegel verfügen über vergrößerte integrierte LED-Blinker, die auch von vorn sichtbar sind und die Sicherheit erhöhen.
Innen punktet der Mazda nach wie vor mit einem guten, auch im Fond langstreckentauglichen Raumangebot. Dabei ist nicht nur für Knie und Ellbogen genügend Platz vorhanden, auch die Kopffreiheit auf den hinteren Plätzen ist durchaus akzeptabel. Unverändert guten Seitenhalt bieten zudem die auch für große Menschen bequemen, fest gepolsterten und weit verstellbaren Sitze. Was im Cockpit besonders gefällt, sind die gut ablesbaren Instrumente.
Findet vorne jeder Kleinkram seinen Platz, bekommt man hinten selbst Sperriges unter. Der Kofferraum fasst beim Fünftürer in Normalzustand schon enorme 522 Liter. Die im Verhältnis 60 zu 40 geteilten Rücksitze lassen sich zudem durch Ziehen eines Hebels mit einem Handgriff umlegen. So erhält man einen ebenen Ladeboden, über dem sich ein Stauraum von 1873 Litern erhebt. Praktisch: Eine riesige Heckklappe erleichtert das Beladen, und die aufschwingende Laderaumabdeckung sorgt dafür, dass die Passagiere vorn nicht im Zug sitzen.
Erstmals wird in einem Mazda die Fahrdynamik-Regelung G-Vectoring Control eingesetzt. Sie trägt dazu bei, dass Fahrfreude nicht auf Kosten der Sicherheit ausgelebt wird. Das eigens für den Mazda6 entwickelte System beeinflusst Motordrehmoment und Einlenkverhalten, wodurch sich Kurvenverhalten und Fahrkomfort dank zusätzlicher Traktion und Stabilität verbessern. Kleine Lenkkorrekturen, die man oft unbewusst vornimmt, werden überflüssig. Auch auf unebenen Straßen ist weniger Lenkaufwand erforderlich, was einer Ermüdung des Fahrers entgegenwirken soll.
Bei den Assistenzsystemen baut Mazda den Leistungsumfang aus. Möglich macht das eine hochauflösende Kamera an der Windschutzscheibe, die die bisherige Lasertechnik ablöst. Sie unterstützt nicht nur die bekannten Systeme wie Fernlichtautomatik, Müdigkeitserkennung und den in den Ausstattungen Sports-Line und Nakama Intense serienmäßigen aktiven Spurhalteassistenten, der den Fahrer durch einen Ton oder mit Vibrationen am Lenkrad warnt und mit einem leichten Lenkimpuls dazu beiträgt, das Fahrzeug zurück in die Spur zu bringen. Auch die neue Verkehrszeichenerkennung und der erweiterte City-Notbremsassistent (SCBS) nutzen die neue Kamera. Der jetzt bis zu 80 km/h aktive SCBS blickt nun 100 statt zehn Meter voraus und erkennt neben anderen motorisierten Fahrzeugen erstmals auch Fußgänger. Zusammenstöße und Unfälle sollen dadurch vollständig vermieden, zumindest aber deren Folgen verringert werden, verspricht Mazda.
Weitere aktive Sicherheitssysteme wie die Ausparkhilfe und der Spurwechselassistent Plus kommen optional dazu. Je nach Ausstattung ist zudem eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung in Verbindung mit aktivem Bremseingriff erhältlich, die ebenfalls von der Kameraeinheit profitiert: Der aktive Bremseingriff arbeitet nun bis zu 160 statt vormals 145 km/h.
Der Innenraum wurde mit vielen Details aufgewertet. Das ergonomisch geformte Lenkrad liegt griffig in der Hand und verfügt optional sogar über eine Heizung. Ein neues Layout der Instrumentenanzeige verbessert die Lesbarkeit. Ein optionales Head-up-Display hebt alle wichtigen Informationen und erstmals auch Verkehrszeichengebote wie die jeweils geltende Geschwindigkeitsbegrenzung ins natürliche Blickfeld des Fahrers. Bei den Motoren stehen weiterhin drei Benziner mit einem Leistungsspektrum von 145 bis 192 PS zur Auswahl. Auch die beiden 2,2-Liter-Dieselmotoren werden lediglich als Frontantriebsvarianten angeboten. Neben dem Sechsgang-Schaltgetriebe steht für einige Motoren auf Wunsch eine Sechsstufen-Automatik parat.

Mazda6 Kombi Skyactiv G-165 FWD
Hubraum: 1.998 cm, Zylinder: vier (Reihe), Leistung: 121 kW (165 PS) bei 6.000 U/min, maximales Drehmoment: 210 Nm bei 4.000 U/min, Getriebe: Sechsgang-Schalt-Getriebe, Beschleunigung 0 – 100 km/h: 9,1 s, Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h, Kraftstoff: Super, Länge/Breite/Höhe (mit Dachreling): 4805/1840/1480 mm, Radstand: 2750 mm, Leergewicht (ohne Fahrer): 1390 kg, zulässiges Gesamtgewicht: 2000 kg, Anhängelast (gebremst 12 %): 1300 kg, Gepäckraum: 522 bis 1873 l, Tankvolumen: 62 l, Verbrauch: 5,6 (innerorts: 7,2, außerorts: 4,7) l/100 km, CO2-Emission: 131 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effiziensklasse: B, Grundpreis: 25.690 Euro.
Text/Foto: Karin Weise

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