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Fahren im Winter: Sicher bergab durch die Serpentine

Fahren im Winter: Sicher bergab durch die Serpentine

Wolfgang Stegers
17.01.2017, 20:52 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Gefälle, enge Steigungen spitze Kehren, das Fahren im Gebirge will gelernt sein. Vor allem im Winter aber erfordert es sehr viel Fingerspitzengefühl. Aber wussten sie, dass sie sicherer bergab mit Automatik im Sportmodus fahren?

Motor als Bremse nutzen

Die Faustregel ist einfach: Der Gang für die Bergauffahrt ist auch ideal für bergab. Denn das Schleppmoment des Motors ist eine wirkungsvolle Unterstützung der Bremse. Denn auf Gefällstrecken ist sie enorm belastet, erhitzt sich, kann „weich“ werden und dieses Fading verlängert den Bremsweg enorm.

Sportmodus bei der Automatik

Aber immer mehr Fahrzeuge sind mit einem Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Ist eine entsprechende Drehzahl erreicht, wird in den nächsthöheren Gang geschaltet. Beim Bergabfahren wirkt es fatal: Der Wagen beschleunigt. Um die Bremswirkung des Motors zu nutzen, muss wieder mechanisch gebremst und von Hand in niedrigere Getriebestufen, etwa 2 oder 3, geschaltet werden.

Damit der Wagen aber nicht so schnell wieder automatisch in die nächsthöhere Fahrstufe wechselt, am besten das Sportprogramm wählen. Da werden die Gänge höher ausgedreht. Bei Bergabfahrten wird so eine höhere Bremswirkung erzielt. So der Tipp vom TÜV Süd.

Bergauf – bergab, wer muss warten?

Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht gibt s keine Verkehrsregel, die dem bergan Fahrenden Vorrang auf Passstraßen gewährt. Praktiziert wird aber die Gepflogenheit, dass dem aufwärts Fahrenden Vorrang eingeräumt wird. Die österreichische Straßenverkehrsordnung sagt aber: „Kann nicht oder nicht ausreichend ausgewichen werden, so sind die einander begegnenden Fahrzeuge anzuhalten.

Pkw trifft auf Bus

In einem solchen Fall muss jenes Fahrzeug zurückgefahren werden, mit dem dies wegen seiner Art und wegen der örtlichen Verhältnisse leichter möglich ist“. Trifft Pkw auf Bus oder Lkw ist es nahezu immer einfacher für das kleiner Fahrzeug zurückzusetzen. Das gilt auch für Berg- und Passstraßen.

An Steigungen im Rollen bleiben

So sollte man auf jeden Fall beachten, dass es bei schneebedeckter Fahrbahn an der Steigung es für den bergan Fahrenden weitaus schwieriger ist, wieder anzufahren, als für den bergabwärts rollenden. Der wiederum sollte bedenken, dass der Bremsweg deutlich länger ist und Vorsicht walten lassen, nicht ins Rutschen zu kommen.

Ruhig mal überholen lassen

Auf jeden Fall muss die oberste Devise lauten, Ruhe bewahren und vorausschauend fahren. Und der Blick in den Rückspiegel hat noch nie geschadet –besonders dann, wenn einer von hinten drängelt. Wenn möglich, Blinker rechts und ihn an geeigneter Stelle überholen lassen. Es wäre nicht das erste Mal, dass man sich wieder trifft – vor allem im Winter auf glatten, schneebedeckten Straßen.

Mitverschulden bei geparktem Fahrzeug

Und noch eins: Wenn es beim Vorbeifahren an einem vorschriftswidrig geparkten Fahrzeug aufgrund der dadurch verengten und rutschigen Fahrbahn zu einer Kollision kommt, wird in so einem Fall ausnahmsweise auch von einem Mitverschulden auszugehen sein.

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