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Gesundheitsministerium warnt: Tödlicher Lungen-Überdruck und Virus-Reaktivie ...

Gesundheitsministerium warnt: Tödlicher Lungen-Überdruck und Virus-Reaktivierung durch Thalidomid

News Team
22.06.2016, 14:02 Uhr
Beitrag von News Team

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat wichtige Hinweise zum Medikament "Thalidomide Celgene" veröffentlicht.

„Die Firma Celgene GmbH informiert darüber, dass Fälle von Virus-Reaktivierung unter der Behandlung mit Thalidomid vorliegen, darunter schwerwiegende Fälle, insbesondere bei Patienten, die sich zuvor mit Herpes-Zoster oder Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert hatten. Außerdem liegen Berichte über Fälle von pulmonaler Hypertonie mit zum Teil tödlichem Ausgang unter der Behandlung mit Thalidomid vor.“

Herpes Zoster ist der medizinische Name für Gürtelrose. Eine pulomonale Hypertonie ist ein Überdruck in der Lunge, der auch zu Herzversagen führen kann.

In einigen Fällen der Reaktivierung des Hepatits-B-Virus´, so informiert der Hersteller, kam es zu einem Fortschreiten bis zu akutem Leberversagen, was ein Absetzen der Thalidomid-Therapie zur Folge hatte. Die Firma empfiehlt den Ärzten nun: Die Patienten sollten daher
vor Beginn und auch während einer Thalidomid-Therapie auf Anzeichen und Symptome einer
Grunderkrankung an Herz und Lunge untersucht werden.

Thalidomid kam 1957 als Schlafmittel Contergan® auf den Markt und führte in der Folge in den 60-iger Jahren zu Missbildungen bei Neugeborenen, dem so genannten Contergan-Skandal. Am 27. November 1961 wurde das Mittel vom Markt genommen.
In Deutschland wird Thalidomid unter anderem zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt. Das Multiple Myelom ist ein bösartiger Tumor der B-Lymphozyten, das zu den Non-Hodgkin-Lymphomen gehört. Es darf seit dem Contergan-Skandal nicht mehr an Schwangere verschrieben werden.

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