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Ermittler sicher: Peggys Leiche nach 15 Jahren gefunden

Ermittler sicher: Peggys Leiche nach 15 Jahren gefunden

News Team
04.07.2016, 09:01 Uhr
Beitrag von News Team

Der Fall Peggy Knobloch ist einer der rätselhaftesten Kriminalfälle der jüngsten Vergangenheit. Ein Nachbar hatte zunächst den Mord an dem Mädchen gestanden, wurde dann aber frei gesprochen, weil die Leiche fehlte. Der Skelett-Fund könnte nun für Klarheit sorgen.

Die am Wochenende von einem Pilzsammler in einem Waldstück bei Rodacherbrunn (Thüringen) gefundenen Knochenteile gehörten mit größter Wahrscheinlich zur seit 15 Jahren verschwundenen Peggy Knobloch. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Zu dieser Erkenntnis kamen die Ermittler nach ersten rechtsmedizinischen Untersuchungen, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit. Auch am Fundort des Skeletts seien Gegenstände sichergestellt worden, die auf die damals Neunjährige hindeuten. Der leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel sagte:

Wir halten es für höchstwahrscheinlich, es ist alles schlüssig.

Es gebe jedoch noch keine belastbaren Hinweise zur Todesursache.

Die kleine Peggy war 2001 in Lichtenberg verschwunden - nur 15 Kilometer vom Fundort entfernt.
Bei ersten Ermittlungen hatte damals ein Nachbar, der geistig behinderte Ulvi K., gestanden, das Mädchen am 3. Mai 2001 in seiner Wohnung missbraucht zu haben. Am 7. Mai habe er es auf dem Heimweg abgepasst und sich entschuldigen wollen. Peggy sei jedoch weggelaufen und habe damit gedroht, ihn zu verraten. Auf dem Lichtenberger Schlossplatz habe er sie eingeholt. Nachdem er sie niedergestoßen habe, sei sie schreiend am Fuß einer Treppe liegen geblieben. Er habe ihr Mund und Nase zugehalten, bis sie erstickt sei. Später widerrief K. und wurde im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

Chronologie des Vermisstenfalls Peggy Knobloch


7. Mai 2001: Peggy verschwindet
Die neunjährige Peggy Knobloch aus dem oberfänkischen Lichtenberg macht sich auf den Heimweg von der Schule. Das Mädchen kommt nie zu Hause an. Noch am Abend meldet ihre alleinerziehende Mutter die Neunjährige vermisst.

11. Mai 2001: Appell an mögliche Entführer

Peggy Mutter Susanne Knoblauch appelliert in einer Pressekonferenz unter Tränen an mögliche Entführer: "Ich will doch nur, dass sie wieder heimkommt."

Mai/Juni/Juli 2001: Wochenlange Suchaktion

Eine beispiellose Suchaktion startet. Mit Tornados der Bundeswerh, Hubschraubern, Tauchern und Wärmebildkameras durchkämmen die Helfer die Gegend - ohne Erfolg.

31. Juli 2001: Lebensgefährte festgenommen
Susanne Knoblochs Lebensgefährte wird festgenommen, jedoch am selben Tag wieder freigelassen.

August 2001: Geistig behinderter Verdächtiger legt Geständnis ab
Der 23-jährige Ulvi K. wird verhaftet. Der Gastwirtssohn, der wegen einer frühkindlichen Hirnhautentzündung geistig behindert ist, gesteht den sexuellen Missbrauch an Peggy und drei weiteren Kindern. Er habe die Neunjährige umgebracht, um seine Tat zu vertuschen. Später widerrief K.

7. Oktober 2003: Prozessauftakt gegen Ulvi K.
Vor dem Landgericht Hof beginnt der Prozess gegen Ulvi K.

30. April 2004: Verurteilung wegen Mordes

Ulive K. wird wegen Mordes an Peggy zu lebenslanger Haft verurteilt.

17. September 2010: Zeuge widerruft Aussage

Ein wichtiger Belastungszeuge widerruft seine Aussage gegen Ulvi K.. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ermittler.

22. April 2013: Neue Suchaktion
Die Polizei hat die Suche nach Peggys Leiche wieder aufgenommen. Auf einem Anwesen mitten in Lichtenberg werden Knochen gefunden, die jedoch nicht von Peggy stammen.

21. November 2013: Neuer Verdächtiger im Umfeld der Familie
Ein Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt gerät ins Visier der Ermittler. Er war ein enger Freund der Familie und war im Februar 2013 wegen sexuellen Missbrauchs seiner eigenen zweijährigen Tochter zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Der Verdacht gegen ihn im Fall Peggy erhärtet sich aber nicht.

10. April 2014: Wiederaufnahmeverfahren gegen Ulvi K.
Vor dem Landgericht Bayreuth beginnt der Prozess im Wiederaufnahmeverfahren gegen Ulvi K.

14. Mai 2014: Freispruch
Ulvi K. wird freigesprochen.

3. Juni 2015: "Aktenzeichen XY"
Nachdem das Verschwinden von Peggy in der Fahndungssendung "Aktenzeichen XY" noch einmal thematisiert wird, gehen mehr als 200 Hinweise bei der Polizei ein. Eine heiße Spur ist nicht dabei.

2. Juli 2016: Pilzsammler findet Knochen
In einem Waldstück bei Rodacherbrunn in Thüringen findet ein Pilzsammler Knochen. Der Fundort ist nur 15 Kilometer von Peggy Heimatort Lichtenberg entfernt.

4. Juli 2016: Rechtsmedizinische Untersuchung
Ermittler sind sich schnell sicher, die sterblichen Überreste gehören zur kleinen Peggy. Endgültige Gewissheit soll die rechtsmedizinische Untersuchung bringen.

Wo seid ihr? Das sind Deutschlands vermisste Kinder

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50 Kommentare

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...nur 15km von zuhause gefunden,!! da fragt man sich schon in welchen Umkreis die damals angeblich mit Tornados,Waermebildkameras,Spuerhunden,Soldaten und Polizei-Hundertschaften gesucht haben?jetzt nac 15jahren,kann man keine DNA- spuren vom Taeter mehr feststellen!
  • 05.07.2016, 11:41 Uhr
  • 0
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Ich wünsche den Eltern endlich, endlich Frieden im Herzen, um endlich, um wirklich endlich um ihr Kind trauern zu können.
  • 04.07.2016, 21:03 Uhr
  • 5
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eine schrecklich lange zeit der ungewissheit für diese arme familie. ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man das überstehen kann. man darf hoffen, dass es sich tatsächlich um peggy handelt und man vielleicht noch näheres über ihr ableben herausfinden kann.
  • 04.07.2016, 20:41 Uhr
  • 1
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...wenn es wirklich stimmen würde-so könnten die Eltern endlich auch Abschied nehmen...
  • 04.07.2016, 20:24 Uhr
  • 2
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Was muss dieses arme Kind alles durch gemacht haben - man darf
gar nicht daran denken ... aber eine 100 % ige Gewissheit ist noch nicht gegeben, man muss also ab warten ... hoffentlich ist sie es - nicht ....
  • 04.07.2016, 18:29 Uhr
  • 4
Vera, ich glaube, daß es so für die Eltern am Besten ist...
15 Jahre nicht wissen, was mit dem eigenen Kind passiert ist...ich finde, das ist Folter pur.
Es wurde ja auch schon vermutet, daß die arme Kleine in ein Kinderbordell gebracht wurde...dieses Los würde ich ganz schlimm finden...und die Eltern hätten weiterhin diese schreckliche Ungewissheit!
R.I.P. nun wirklich in Frieden, du arme Kleine...
  • 04.07.2016, 19:25 Uhr
  • 4
Ja Lilith, im Grunde hast Du recht, aber wenn sie nun doch irgendwann wieder auf tauchen würde, das wäre Freude pur
für die Eltern. Die Ermittlungen laufen ja noch, es sind bis
jetzt nur Vermutungen .... man muss warten, bis die
Untersuchungen ab geschlossen sind ....
Mir tun die Eltern auch in der Seele leid.
  • 04.07.2016, 19:39 Uhr
  • 1
Vera.... ob Sie oder ein anderes Kind, es ist traurig das bei uns so etwas geschied. Eine 100% tige Sicherheit gibt es nicht. Aber Staat und Gesellschaft könnte für mehr Sicherheiten sorgen. Wenn ich das hier so alles lese, wie man über Übergriffe von Flüchtlingen schreibt, aber solche Fälle ausklammert, frage ich mich immer wieder in welchem Land lebe ich.
  • 04.07.2016, 19:56 Uhr
  • 1
Uli - man hat scheinbar vergessen, dass Kinder unser höchstes Gut sind ....
Ich habe meine KInder immer " im Auge " gehabt
  • 04.07.2016, 20:00 Uhr
  • 2
Ich auch...habe nur eine Tochter, aber ich habe ihr immer eingeschärft, nicht mit fremden Menschen, vor allem nicht mit Onkeln mitzugehen, die ihr Schokolade anbieten...
Ich werde nie vergessen, daß sie einmal vom Spielen atemlos hochgerannt kam und mir sagte..."Mutti, jetzt hat mich so ein Onkel angesprochen...ich soll mit ihm mitgehen, weil er Schokolade zu Hause hat...
Ich habe mein Kind ganz sehr gelobt, es an mein Herz gedrückt und hatte einen Kloß im Hals und es mit vielen kleinen Küsschen abgebusselt....Sie war damals knapp 3 Jahre alt...ohgott...
  • 04.07.2016, 20:19 Uhr
  • 1
Puh ... Schweiß ab wisch ... was für ein Glück
  • 04.07.2016, 20:22 Uhr
  • 2
Ja...DAS werde ich NIE vergessen. Sie war ein hübsches Kind (sorry, jede Mutter findet ihr Kind hübsch), hatte einen dunkelblonden Kopf voller Locken und meine braunen Augen...ich habe immer gedacht, sie sieht aus wie eine Käthe-Kruse-Puppe...ich habe mein Kind über alles geliebt...
  • 04.07.2016, 20:40 Uhr
  • 1
.... Ich habe ...
  • 04.07.2016, 20:57 Uhr
  • 1
Ist schon gut...ich habe sie erst im Erwachsenenalter an einen Mann verloren..Bis sie diesen kennenlernte, waren wir beide ein Team.
Da bin ich nicht erwünscht, werde nicht gebraucht!
Dazu habe ich jahrelange Gesprächstherapien gehabt, war oft ganz unten und habe den Fehler bei mir gesucht!
Als mich dann die Psychotherpeutin näher kannte, hat sie mal einen Satz zu mir gesagt, den ich nicht vergessen werde..."Frau F..., ihre Tochter weiß nicht, was für ein wertvoller Mensch sie für sie sind. Ich kann ihnen nur sagen, daß sie eine gute Mutter waren mit allen Fehlern, die halt einem Menschen passieren. Deshalb sind wir ja alle nicht fehlerfrei." So ähnlich jedenfalls...lach
Mit diesem Problem werde ich bis an mein Lebensende zu kämpfen haben. Ich kann nur hoffen, daß er einmal übrigbleibt. Wenn sie es ist, landet sie in der Geschlossenen!
Dafür habe ich eigentlich mein Kind nicht geboren und großgezogen!!!
Wenn ich hier das erste Mal darüber schreibe, kommt alles wieder hoch und es tut immer noch nach den Jahren sehr weh!
Aber ich bin ein Stehaufmännchen...leider oder Gottseidank...
  • 04.07.2016, 21:44 Uhr
  • 2
Oh Lilith, es tut mir sehr leid, dass ich Dich wieder daran erinnert habe, das wollte ich nicht ...
Aber ich denke, Du bist eine starke Frau, die auch Schwäche zu lässt ... wie ich schon sagte - das tut mir von
ganzem Herzen leid ... aber ich kann Dich verstehn ...
Ganz liebe Grüße zu Dir - Vera
  • 04.07.2016, 21:52 Uhr
  • 1
Vera, woher solltest du das wissen...es ist gut!
Mit einem hast du allerdings recht, ich bin eine starke Frau, sonst hätte ich auch nicht überlebt...und ich bekenne mich auch zu meinen Schwächen. Ich denke, daß dies auch eine meiner Stärken ist...
Es muß dir nicht leid tun...für mich ist viel wichtiger, daß du mich verstehst....
Ganz liebe Grüße zu dir zurück - Lilith
Darum lebe ich heute auch ein relativ unkonventionelles Leben, weil ich mir das verdient habe...lach, aber mit Herzensbildung...
  • 04.07.2016, 22:04 Uhr
  • 0
Vielen Dank Lilith - und JA - ich verstehe Dich .... nur zu gut
  • 04.07.2016, 22:07 Uhr
  • 1
melde mich auch mal hier Liith Le Arbre mir geht es leider wie die wenn ich hier in faacebook nicht wre würde sie nicht mal mehr wssen das ich noch lebe ich wäre für sie gestorben hab sie immer um mich gehabt als kind und später sind wir zusammen in die disco sie hat alles bekommen dann lernte sie ihren mann kennen und vorbei war,s er war immer eifersüchtig da ich sehr jugendlich bin immer noch und seine mutter das gegenteil ich habe 4süße enkelkinder und sehe sie nur wenn ich mal hin komme das 3enkelkind hatte weißen sonntag hab nicht mal eine einladung bekommen klasse oder war immer da für sie aber naja denke sie wren später mal mit ihren kindern die selbe erfahrung machen es kommt alles wieder zurück ich komme auch nicht damit klar und bin immer in gedanken aber es geht weiter und immer wieder fragt man sich was man getan hat bin arbeitslos nach fast 40ig jahren arbeit und kann geldlich nicht mehr so wie ich will denke es liegt daran
  • 05.07.2016, 00:03 Uhr
  • 2
Da könntest du recht haben Elisabeth.
Ich habe nicht mal Enkel. Es war immer ein sehnlicher Wunsch von mir. Ich wäre gerne Oma geworden...aber sie wollen keine Kinder...sind sich selbst genug...
  • 05.07.2016, 01:44 Uhr
  • 0
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
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Rest in Peace little Peggy...
  • 04.07.2016, 18:15 Uhr
  • 3
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R.I.P kleine wunderschöne Mädchen ♥
  • 04.07.2016, 18:06 Uhr
  • 3
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Peter Leopold
Ich erinnere mich noch recht gut daran, hatte auch den Fahndungsaufruf auf meinen Seiten fast 2 Jahre lang. Aber leider ist es gerade in solchen Fällen eher wahrscheinlich, dass ein Entführungsopfer tot ist, wenn es nicht spätestens nach 3 Monaten gefunden wird und alles Andere sind eher unbegründete Hoffnungen. Doch für die Eltern ist es jetzt endlich der Moment zum Abschließen...
  • 04.07.2016, 17:40 Uhr
  • 3
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Es hilft hoffendlich den Eltern, wenn sie dann die Gewißheit bekommen, daß ihr Kind tatsächlich nicht mehr lebt. Aber die marktschreierische Berichterstattung hier mißfällt mir.
  • 04.07.2016, 16:47 Uhr
  • 2
Genau meine Meinung.
  • 04.07.2016, 19:37 Uhr
  • 0
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Es ist für mich nicht fassbar.
  • 04.07.2016, 16:33 Uhr
  • 0
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