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Dieses Akne-Mittel sollten Schwangere unbedingt vermeiden

Dieses Akne-Mittel sollten Schwangere unbedingt vermeiden

News Team
14.07.2016, 17:13 Uhr
Beitrag von News Team

Die zur Arzneimittelgruppe der Retinoide (Vitamin-A-Derivate) gehörenden Wirkstoffe Acitretin, Adapalen, Alitretinoin, Bexaroten, Isotretinoin, Tazaroten und Tretinoin werden oral eingenommen oder als Creme beziehungsweise Gel auf die Haut aufgetragen, um Hauterkrankungen einschließlich Akne, Psoriasis und schwerer Handekzeme zu behandeln. Einige Retinoide werden zur Behandlung bestimmter Krebsformen eingesetzt.

Bekannt ist, dass oral angewendete Retinoide das ungeborene Kind schädigen können. Deshalb dürfen sie nicht bei Schwangeren angewendet werden. Entsprechende Schwangerschaftsverhütungsprogramme (pregnancy prevention programme, PPP) gibt es EU-weit. Eine fruchtschädigende Wirkung retinoidhaltiger Cremes und Gels ist weniger gut belegt, aber die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Obwohl die Schwangerschaftsverhütungsprogramme dazu beigetragen haben, die Anzahl der Schwangerschaften bei Frauen, die Retinoide oral anwenden, zu senken, treten immer noch Schwangerschaften während der Anwendung mit diesen Vitamin-A-Derivaten auf. Eine Überprüfung der Effektivität des Schwangerschaftsverhütungsprogrammes ließ Fragen aufkommen, wie gut das Schwangerschaftsverhütungsprogramm in der Praxis eingehalten wird und ob es in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten in gleicher Weise befolgt wird.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert nun über die Einleitung eines europäischen Risikobewertungsverfahrens zu den Retinoiden. Denn die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat ein Verfahren gestartet, um die bereits verfügbaren Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung und zur Verringerung des möglichen Risikos neuropsychiatrischer Erkrankungen wissenschaftlich neu zu bewerten.

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) wird die Maßnahmen zur Verringerung des Risikos für das Auftreten neuropsychiatrischer Erkrankungen wie Depressionen, Angst, psychotische Erkrankungen und suizidales Verhalten, zu denen in den Produktinformationen zum Teil bereits Warnhinweise aufgeführt sind, für oral und topisch anzuwendende Retinoide überprüfen.

Patienten, die während des laufenden Risikobewertungsverfahrens zu ihrem retinoidhaltigen Arzneimittel Fragen haben, sollten sich an ihren Arzt oder Apotheker wenden.

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1 Kommentar

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Wer hat hier Akne und ist schwanger?
Was macht SO WAS im Laufband? SB wird immer bekloppter!
  • 15.07.2016, 16:29 Uhr
  • 0
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