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Enthält Rauschmittel! Diese Popcorn nicht essen! Rückruf

Enthält Rauschmittel! Diese Popcorn nicht essen! Rückruf

News Team
22.07.2016, 16:13 Uhr
Beitrag von News Team

Im Popcorn Mais (DAVERT) des Herstellers Davert GmbH wurde bei Analysen ein erhöhter Wert an Tropanalkaloiden festgestellt.

Das Produkt ist nicht zum Verzehr geeignet und kann von den Konsumenten (in allen Filialen) zurückgegeben werden. Den Kaufpreis bekommen Kunden selbstverständlich auch ohne Kaufbeleg rückerstattet.

Betroffen sind Artikel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4.4.2017.

Der Hersteller “Davert GmbH“ bzw. der Inverkehrbringer “Gewußt wie wellness & beauty e.Gen.“ kommt seiner Eigenverantwortung gemäß den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen nach und hat daher einen Rückruf des Produkts veranlasst.

Diese Warnung besagt nicht, dass die Gefährdung durch unser Unternehmen verursacht wurde, wie Davert mitteilt.

Rückfragen & Kontakt:

Davert GmbH, Frau Henning-Meier, +49 2593 / 9280-123, ahennig-meier@davert.de bzw.
Herr Broek Tel.: 02593/9280- 127, mbroek@davert.de

Tropanalkaloide sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in einer Vielzahl von Pflanzen vorkommen, vor allem in Nachtschattengewächsen wie z. B. dem Bilsenkraut, dem Stechapfel und der Tollkirsche. Es sind mehr als 200 unterschiedliche Tropanalkaloide bekannt, z. B. Atropin und Scopolamin.

Pflanzen bilden Tropanalkaloide, um sich vor Fraßfeinden (z. B. Insekten) zu schützen. Tropanalkaloide sind auch für den Menschen giftig.

Vergiftungssymptome dieser Stoffe sind vor allem Trockenheit von Schleimhäuten (verminderter Speichelfluss, Mundtrockenheit), Hauttrockenheit und Hautröte, eventuell Pupillenerweiterung, in höheren Mengen Benommenheit, Sehstörungen, Herzklopfen, Desorientierung und Halluzinationen. Diese Wirkungen treten relativ rasch (5 bis 30 Minuten) nach der Aufnahme auf.

Treten derartige Symptome nach dem Verzehr von möglicherweise belasteten Lebensmitteln wie z. B. in Getriede, Hirse oder Buchweizen und daraus hergestellte Lebensmittel auf, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Etwaige Speisereste oder die zur Herstellung des Gerichts verwendete Packung sollten der zuständigen Lebensmittelaufsicht übergeben werden.
Vergiftungsfälle sind u. a. aus Slowenien bekannt, wo im Jahr 2003 insgesamt 73 Verbraucher mit Stechapfelsamen kontaminierte Buchweizenprodukte gegessen hatten. Es wurden Symptome wie trockener Mund, heiße rote Haut, Sehstörungen, Tachykardie, Harnverhalt, Ataxie, Sprachstörungen, Desorientierung und Halluzinationen beobachtet. Die Symptome traten innerhalb von 48 Stunden auf. Die gemessenen Werte waren in ca. der Hälfte der Produkte über 3 mg/kg (3000 µg/kg), der höchste Wert lag bei 38 mg/kg (38.000 µg/kg) (Perharič et al. 2013, Perharič 2005).

In Österreich zeigten im Jahr 2006 sieben Personen Vergiftungserscheinungen nach dem Konsum eines mit Stechapfelsamen kontaminierten Hirsegerichts. Die Symptome reichten von Mundtrockenheit und Schwindel bis zu Halluzinationen. Die Symptome verschwanden innerhalb von 24 Stunden (Fretz et al. 2007).

In Deutschland sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) keine Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von Säuglingen, Kleinkindern und Verbrauchern anderer Altersklassen durch Verzehr Tropanalkaloid-kontaminierter Erzeugnisse bekannt (BfR, 2013).

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1 Kommentar

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Her damit! Wo kriege ich das?
  • 22.07.2016, 17:50 Uhr
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