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Lebensgefahr: Großmetzgerei ruft gesamtes Sortiment zurück

Lebensgefahr: Großmetzgerei ruft gesamtes Sortiment zurück

News Team
19.08.2016, 14:50 Uhr
Beitrag von News Team

Durch betriebliche Eigenkontrolle hat die bayerische Geflügelschlachterei Groß in Bratwurst und Wollwurst Listerien gefunden. Da diese beiden Wurstsorten eigentlich nur im durchgegarten Zustand verbraucht werden, ist im Normalfall nicht davon auszugehen, dass hier eine gesundheitliche Gefährdung für den Verbraucher entstehe, so die Firma Groß. "Wir können aber zum heutigen Zeitpunkt nicht hundertprozentig sagen, dass sich dies auf die beiden Wurstsorten eindämmen lässt, weil die mikrobiologischen Untersuchungen für alle Wurstwaren zu lange dauern würden und somit rufen wir unser komplettes Wurstsortiment zurück!"

Sollte sich beim Verbraucher zu Hause im Kühlschrank noch Wurstware von Geflügel Gross aus Massing verstecken, die Sie bis 18.08.2016 gekauft haben, dann bittet das Unternehmen darum, diese nicht zu verzehren. Bringen Sie die Wurst zur Verkaufsstelle zurück. Der Kaufpreis wird zurückerstattet. "Denn nichts ist uns wichtiger als die Gesundheit unserer Kunden", schreibt der Firmeninhaber Leonhard Groß. "Es tut uns Leid für die Unannehmlichkeit. In dieser Situation ist für uns nur ein positiver Aspekt, unsere Eigenkontrolle funktioniert."

Groß beliefert nach eigenen Angaben über die Region hinaus zahlreiche Metzgereien, Großhändler, Restaurants und Hotels - vor allem in Bayern und Baden-Württemberg.

Für weitere Auskünfte wählen Sie die 08724-96690.

So kommt es zur Verseuchung mit Listerien

Listerien können bei Menschen und Tieren eine Infektionskrankheit verursachen, die Listeriose genannt wird. Die Infektion erfolgt durch Aufnahme von kontaminierter Nahrung, beim Menschen durch den Verzehr von nicht sachgerecht hergestellten Lebensmitteln (vor allem Fleisch-, Fisch- und Milchprodukte).

Listerien sind vor allem in nicht erhitzten tierischen Lebensmitteln (zum Beispiel in Rohmilch und in nicht erhitztem Rohmilchkäse) enthalten. Pflanzliche Lebensmittel sind im Allgemeinen weniger betroffen. Listerien können jedoch durch Düngung mit tierischen Abwässern (Jauche) auf Gemüse gelangen. Sie finden sich auch häufiger in küchenfertig abgepackten Salaten.

Gefahr für den Menschen

Die Listeriose kommt beim Menschen vor allem bei Schwangeren und deren ungeborenen Kindern sowie bei Neugeborenen, bei alten Menschen und bei Menschen mit einer abgeschwächten Immunabwehr vor. Die Zahl der Listeriosen beim Menschen als Folge von Lebensmittelinfektionen – mit teils tödlichem Ausgang – ist in den letzten Jahren in Europa angestiegen.

Bei Lebensmittelinfektionen treten beim Menschen im Regelfall zunächst Durchfall und Bauchschmerzen auf. Am häufigsten entwickeln sich im weiteren Verlauf bei Mensch und Tier infolge einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute zentralnervöse Störungen wie Lähmungen, Zittern, Körperfehlstellungen und Benommenheit. Bei Schwangeren kann es zu Fehlgeburten, zum Absterben des Fötus oder zu einer schweren Neugeborenensepsis kommen. Schließlich kann sich eine Listeriose auch als lokale Wundinfektion sowie als Entzündung der Binde- und Hornhaut manifestieren.

Fan werden Rückruf

(Quelle zu Listerien: Wikipedia)

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