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Schock nach der Zahnarztrechnung - hier können Sie sich beschweren

Schock nach der Zahnarztrechnung - hier können Sie sich beschweren

News Team
09.09.2016, 11:49 Uhr
Beitrag von News Team

Zahnfüllung nur mit Zuzahlung, teures Implantat statt Kassenleistung Krone und oben drauf noch Zahnreinigung als kostenpflichtiges Extra – dies sind nur einige Ärgernisse von Patienten. Ab sofort können Patienten ihre Beschwerden über kostenpflichtige Extras bei Zahnärzten und Kieferorthopäden schildern auf der Online-Plattform www.kostenfalle-zahn.de der Verbraucherzentralen NRW, Rheinland-Pfalz und Berlin.

Mit ihrem Angebot wollen die Verbraucherschützer Missstände offenlegen und Ärzten stärker bei ihren Verkaufspraktiken auf den Zahn fühlen. Gefördert wird das Beschwerdeforum www.kostenfalle-zahn.de zunächst für zwei Jahre vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: "Patienten sind in der Zahnarztpraxis vermehrt auch Kunden und damit Verbraucher: Ob bei der Eigenbeteiligung für den Zahnersatz, der kieferorthopädischen Behandlung der Kinder oder rein privat zu zahlender Extras. Verbraucher sollen nicht nur medizinisch gut, sondern auch in allen anderen Belangen einwandfrei und fair behandelt werden. Das Online-Forum www.kostenfalle-zahn.de bietet Patienten eine neutrale Plattform zum Austausch. Hier können sie Ärgernisse sichtbar sowie Fehlentwicklungen bei Angeboten und Anwendungen erkennbar machen."

Krankenkassen zahlen Notwendiges


Medizinisch notwendige Leistungen im Bereich der Zahnmedizin werden von den Krankenkassen bezahlt. Zahnärzte verdienen jedoch meist mehr, wenn sie ihre Leistungen privat abrechnen. So schlägt ein Implantat, für das die gesetzlichen Kassen keinen Zuschuss zahlen, inklusive Aufbau bei Patienten mit 1.500 bis 2.500 Euro zu Buche. Bei mehreren Zähnen summiert sich dies schnell zu einem fünfstelligen Betrag. Patienten haben sich mittlerweile daran gewöhnt, Rechnungen beim Zahnarzt ganz oder teilweise selbst zu zahlen und stellen die Kosten hierfür meist nicht in Frage.

"Da die gesetzlichen Krankenkassen sich an den privaten Abrechnungen nicht beteiligen, bleiben Patienten bei der Beurteilung, ob die Kosten für eine Zahnbehandlung angemessen sind und die Abrechnung korrekt erfolgt ist, meist auf sich allein gestellt. Das neue Portal ist deshalb nicht nur eine innovative Austauschplattform bei Unsicherheiten und Kostenfallen, sondern liefert auch wegweisende Informationen zur Problemlösung. Patienten können auf kostenfalle-zahn.de erfahren, worauf sie beim Zahnarzt Anspruch haben und für welche Leistungen sie berechtigt zahlen müssen", erläutert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, den Nutzen des neuen Forums für Patienten.

Patienten können ihren Ärger über Zahnärzte in dem Portal melden. Ihr Fall wird auf einer Beschwerde-Pinnwand anonym veröffentlicht und von den Initiatoren rechtlich kommentiert. Die geschilderten Praktiken an irreführender Werbung, unseriösen Verkaufsstrategien sowie unzulässigen Behandlungs- und Vergütungsvereinbarungen von Zahnärzten liefern den beteiligten Verbraucherzentralen die nötigen Argumente, um bei Anbietern und Aufsichtsbehörden auf Abhilfe zu drängen. Eklatante Verstöße gegen geltendes Recht wollen die Verbraucherzentralen abmahnen und falls erforderlich per Klage klären. Praktische und rechtliche Tipps für den Umgang mit Zahnarztleistungen runden das Informationspaket des Onlineportals ab. So ist hier zum Beispiel zu erfahren, wie sich teure Behandlungen vermeiden lassen oder wer bei Kostenfallen haftet. User erhalten Hinweise, was sie bei Zahnbehandlungen im Ausland beachten sollten oder worauf es bei einer Inanspruchnahme von kieferorthopädischen Leistungen ankommt.

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