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„Akute Notlage“ – Aufruf an alle Deutschen, dringend Blut zu spenden! – bitt ...

„Akute Notlage“ – Aufruf an alle Deutschen, dringend Blut zu spenden! – bitte teilen

News Team
13.09.2016, 07:38 Uhr
Beitrag von News Team

Stellen Sie sich vor: eine Operation steht an und für den Notfall stehen keine passenden Blutkonserven zur Verfügung. Vor dem Horrorszenario warnen Blutspendedienste schon seit Tagen. Leider ohne Erfolg. Die Liegen auf den Blutspendeterminen und in den Zentren bleiben weiterhin unbesetzt. Die Blut-Lager sind leer.

Ärzte appellieren, sich dringend zur Blutspende zur Verfügung zu stellen.

Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes befindet sich aktuell nach eigenen Angaben in einer „besorgniserregenden Situation“: Der Blutkonserven-Engpass hat sich aufgrund des heißen Spätsommers in den letzten Tagen deutschlandweit zugespitzt.

Pro Tag werden etwa in Bayern 2.000 Blutspenden für die Patienten gebraucht. Dieses Ziel konnte in den letzten Wochen nie erreicht werden. Das Blutkonservenaufkommen verringerte sich um bis zu 20 Prozent deutlich.

Georg Götz, Geschäftsführer des Blutspendendienstes, sagt:

Die Situation ist sehr ernst. Unser Blutkonservenlager ist leer. Wir befinden uns in einer akuten Notlage und brauchen jetzt dringend die Hilfe der gesunden, spendefähigen Menschen. Kommen Sie bitte in den nächsten Tagen zum Blutspenden auf unsere Termine! Die Patienten in den Kliniken brauchen Sie jetzt dringend!


Der Aufruf zum Blutspenden gilt deutschlandweit!

Der BSD bietet örtlich Blutspendetermine an. Diese sowie weitere Informationen gibt im Internet unter www.blutspendedienst.com/termine oder bei der Spenderhotline 0800/ 1194911 zwischen 7.30 und 18 Uhr.

Auch der Haema Blutspendedienst ruft alle gesunden und Volljährigen zur Blutspende auf. Die 35 Standorte sind heute noch bis in die Abendstunden und morgen Vormittag geöffnet. Wer Blut spenden möchte, muss über 18 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen. Für die Anmeldung wird der gültige Personalausweis benötigt. Alle Infos gibt's auf www.haema.deoder telefonisch kostenfrei unter 0800 977 977 0.

OPs können nicht durchgeführt werden


Erste Konsequenzen des Mangels an freiwilligen Blutspendern sind bereits spürbar. In einigen Kliniken werden die OP-Pläne zusammengestrichen. Das heißt, dass nur dort operiert wird, wo es besonders dringend notwendig ist. Alle Operationen, die ohne Gefahr für den Patienten verschoben werden können, stehen hinten an. Problem der Versorgung mit Blutprodukten ist die Haltbarkeit der Konserven. Je nach Bestandteil sind Blutprodukte nur zwischen vier und 47 Tagen haltbar. Eine Bevorratung ist damit schwierig.

Regelmäßig entsteht in den Ferien und Sommermonaten eine gewisse Knappheit an Spenderblut. Doch der unverhofft schöne und lang anhaltende Spätsommer macht in diesem Jahr den Blutspendediensten besonders zu schaffen. Wo sonst Anfang September das Sommerloch langsam gestopft werden kann, herrscht aktuell weiterhin gähnende Leere - in den Spendeeinrichtungen und damit auch in den Blutdepots.

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