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Rückwirkender Rechtsschutz: Diese Versicherung zahlt, wenn es eigentlich sch ...

Rückwirkender Rechtsschutz: Diese Versicherung zahlt, wenn es eigentlich schon zu spät ist

News Team
21.09.2016, 10:19 Uhr
Beitrag von News Team

Normalerweise schließt man Versicherungen ab, für den Fall, dass man sie irgendwann benötigt. Erst im Schadensfall eine Versicherung abzuschließen, die dann auch noch für den Schaden aufkommt, gibt es nicht. Gibt es doch! Bei der Arag kann man laut "n-tv" Verkehrsrechtschutz auch rückwirkend abschließen.

Der "Verkehrs-Rechtsschutz sofort" soll Kunden helfen, wenn es eigentlich schon zu spät ist.
Das bedeutet, die Versicherung tritt ohne Wartezeit ein, sogar für Fälle, die bereits bis zu drei Monaten zurückliegen.

Beispiel: Hatten Sie im Juli einen Verkehrsunfall und waren noch nicht versichert, können Sie im September die Sofortversicherung abschließen, und Arag kümmert sich um ihren Unfall. Die Versicherung übernimmt die Anwaltskosten, bezahlt etwaige Prozesskosten, Zeugenentschädigungen und gegebenenfalls vom Gericht bestellte Gutachter.

Nicht alles ist versichert

Rückwirkend versichert sind Unfälle und auch Verkehrsordnungswidrigkeiten wie Tempoüberschreitungen oder das Überfahren einer roten Ampel. Der "Verkehrs-Rechtsschutz sofort" klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein.

Aber natürlich gibt es auch einen Haken. Bestimmte Bereiche werden beim nachträglichen Rechtsschutz ausgeklammert. Steuer- und Verwaltungsrechtsschutz gilt nicht rückwirkend. So greift die Versicherungs-Police bei Vertragsstreitigkeiten bei einem Gebrauchtwagenkauf oder Ärger mit dem Führerscheinamt wegen einer MPU nicht.

Auch Verkehrsstraftaten (z. B. fahrlässige Körperverletzung, Fahren unter Alkoholeinfluss) sind erst ab dem Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses abgedeckt. Voraussetzung für den Sofort-Schutz ist auch, dass sich der Betroffenen nicht schon selbst um einen Anwalt gekümmert hat.

Versicherung ist wählerisch

Ob jemand überhaupt einen Rechtsschutzversicherung erhält, hängt auch von einer Risikoprüfung ab. Und da ist die Arag durchaus wählerisch. Produktmanager Zouhair Haddou-Temsamani sagte dem Versicherungsmagazin, dass man bei Fällen mit wenig Erfolgsaussichten oder hohem Streitwert lieber die Finger davon lasse.

Den nachträglichen Rechtsschutz lässt sich die Versicherung zudem teuer bezahlen. Abhängig davon, ob man ein oder mehrere Fahrzeuge besitzt, belaufen sich die jährlichen Beitragszahlungen auf 213 bis 266 Euro. Außerdem ist man für drei Jahre gebunden.

Zum Vergleich, normale Rechtsschutztarife, die bei Stiftung Warentest als "gut" bezeichnet werden, gibt es schon zwischen 100 und 130 Euro pro Jahr.

Für wen ist der Deal geeignet?

Für wen ist die Sofort-Versicherung daher geeignet, und wer sollte lieber die Finger davon lassen?

"n-tv" rät: Bei geringem Kostenrisiko sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie den teuren Tarif in Kauf nehmen. In diesem Fall ist selbst zahlen womöglich die bessere Alternative. Kämpfen Sie dagegen um ihren Führerschein und können sich Anwalt oder Prozess nicht leisten, ist der Arag-Deal sicher eine Alternative, über die Sie nachdenken sollten.

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