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Bei Nespresso ändert sich etwas radikal

Bei Nespresso ändert sich etwas radikal

News Team
07.10.2016, 16:10 Uhr
Beitrag von News Team

Nespresso bringt ein neues Kaffee-Kapselsystem nach Europa. Das neue System trägt den Namen Vertuoline und ist bereits in den USA und in Kanada am Markt. „Wir führen es gerade in Frankreich ein. Wir werden schon im nächsten Jahr in weitere Länder gehen“, sagte Jean-Marc Duvoisin, der Vorstandsvorsitzende von Nespresso, der „Welt“. Hintergrund ist unter anderem, dass in Ländern wie Deutschland die Verkäufe der klassischen Nespresso-Kapseln und Kaffeemaschinen nicht mehr so stark wachsen wie bisher.

Vertuoline macht aus einer Kapsel eine größere Menge Kaffee. „In einigen Ländern wollen 60 Prozent der Kaffeetrinker einen langen Kaffee ohne Milch. In den USA sind wir sehr erfolgreich damit“, sagte Duvoisin weiter. Die Preise für die neuen Maschinen beginnen bei umgerechnet rund 200 Euro. Die Kapseln werden in den USA für etwa einen US-Dollar (0,90 Euro) angeboten. Daraus werden exakt 236 Milliliter oder acht Unzen Kaffee mit einer Schicht Crema gemacht. Konkurrenten verspotten die Technik schon als "Akkuschrauber", weil sie mit bis zu 7000 Umdrehungen in der Minute arbeitet.

4000 Tonnen Müll in Deutschland

Angesprochen auf die rund vier Millionen Kilogramm (4000 Tonnen) Aluminium- und Plastikmüll aus rund zwei Milliarden Kaffeekapseln in Deutschland im vergangenen Jahr, verteidigte der Nespresso-Chef die Entscheidung seines Konzerns für das Metall als Material. „Im Unterschied zu Plastik kann Aluminium komplett wiederverwertet werden“, sagte Duvoisin. Entscheidend sei, dass das Aluminium gesammelt und dem Recycling zur Verfügung gestellt werde. „Für 80 Prozent unserer Kapseln existierten weltweit solche Sammelsysteme. In zwei bis drei Jahren werden wir weltweit 100 Prozent erreichen“, sagte Duvoisin.

Nach eigenen Angaben setzt Nespresso bereits altes Aluminium zur Herstellung neuer Kapseln ein. Doch Mengenangaben machte Nespresso nicht. „Ich möchte an jedem Tag mehr recyceltes Aluminium einsetzen. Aber eine genaue Zahl kann ich Ihnen dazu nicht sagen“, sagte Duvoisin. Der Konzern arbeite weltweit an verschiedenen Lösungen. „Für mich ist das ein Phänomen. In Deutschland, in dem es das beste Sammelsystem der Welt gibt und auf das jeder Haushalt zugreifen kann, kommt besonders oft Kritik gegenüber unserer Nachhaltigkeit auf“, sagte der Nespresso-Chef.

Der Manager gestand ein, dass die Geschäfte für Nespresso in Deutschland schwieriger geworden sind. „Deutschland ist in Europa ein Sonderfall. Bei deutschen Kaffeetrinkern sind die Vollautomaten besonders beliebt, diese Maschinen steigen stark im Absatz“, sagte Duvoisin. Auf den Erfolg nachgemachter Nespresso-Kapseln wollte der Manager die Probleme allerdings nicht zurückführen. „Nachgemachte Kaffeekapseln sind seit fünf Jahren Teil unseres Geschäftes. Mich stört das nicht“, sagte Duvoisin. Auf die Angaben von Branchenkennern, dass der Anteil der eingesetzten Nachahmer-Kapseln bei 50 Prozent liegen soll, sagte der Manager: „Diese Zahl kann ich nicht bestätigen. Es fällt doch aber auf, dass die großen Kaffeemarken in dem Geschäft nicht sonderlich vertreten sind.“ Einigermaßen erfolgreich mit ihren nachgemachten Kapseln seien nur die Handelsmarken. Das sei in Deutschland genauso wie etwa in Frankreich. „Entweder der Kunde will Qualität, dann kauft er Nespresso, oder er will günstige Kapseln, dann greift er zur Konkurrenz“, sagte Duvoisin.

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9 Kommentare

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das teuerste graffel das je hergestellt wurde, mehr müll als nutzen. es ist absoluter unsinn darauf zu vertrauen das man es ja recyceln kann, zur herstellung dieser kapseln sind enorme energiemengen notwendig. der dumme kunde der bezahlt das gelumpe auch noch recht teuer. die maschinen werden preiswert abgegeben, man zahlt ja dann durch den kauf der kapseln. da kommt schnell mal ein kaffeekilopreis von gut 30 -40 € zustande. aber es gibt ja genügend dumme
  • 07.10.2016, 22:53 Uhr
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Ich war nun endlich im hohen Norden, in Hamburg, Lübeck und Kiel. Und . . . niemand dort benutzt diesen Unfug. Es gab überall den guten Filterkaffee, Auch zu Hause, per Porzellanfilter. Den habe ich mir heute auch wieder gekauft und den guten Bohnenkaffee dazu. Nichts schmeckt besser.
  • 07.10.2016, 17:23 Uhr
  • 3
so ist es
  • 07.10.2016, 17:42 Uhr
  • 1
guten cafe kann man günstig kaufen, muss ihn nur noch mahlen
  • 07.10.2016, 22:55 Uhr
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Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
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Mir reicht gemahlener Bohnenkaffe von guter Qualität aus der Tüte.
  • 07.10.2016, 17:12 Uhr
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  • 07.10.2016, 17:23 Uhr
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Ich halte Kapseln für einen totalen Unsinn.

Erstens sorgen sie für riesige Müllberge und verbrauchen dabei kostbare Ressourcen und Energie. Zweitens kosten sie ein Vielfaches im Vergleich zu Kaffee in einer (normalen) Großverpackung.

Wenn jemand schnell eine Tasse Kaffee haben möchte, empfehle ich Pads. Die sind zwar immer noch teurer als Großpackungen aber nicht so sehr wie Kapseln. Außerdem wird bei einem Pad nur etwa soviel Müll erzeugt/Energie verbraucht, wie bei einem Teebeutel.
  • 07.10.2016, 17:06 Uhr
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