wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Leberschäden, Krebs, Erbgutveränderung: So schädlich sind natürliche Inhalts ...

Leberschäden, Krebs, Erbgutveränderung: So schädlich sind natürliche Inhaltsstoffe

News Team
13.10.2016, 15:01 Uhr
Beitrag von News Team

Pyrrolizidinalkaloide sind natürliche Inhaltsstoffe verschiedener Pflanzen. Sie werden von ihnen als Fraßschutz gebildet. Wie Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Untersuchungsbehörden der Bundesländer zeigen, können Pyrrolizidinalkaloide auch als Kontaminanten in Lebensmitteln wie Tee, Salatmischungen oder Honig in zum Teil hohen Konzentrationen vorkommen. Hier sind sie jedoch wegen ihrer leberschädigenden und möglichen krebserzeugenden Wirkung unerwünscht.

Verbraucher nehmen gesundheitlich bedenkliche Mengen an Pyrrolizidinalkaloide (PA) vor allem über Verunreinigungen in Kräutertees - einschließlich Rooibostee - sowie in schwarzem und grünem Tee auf. Auch der Verzehr von belasteten Honigen kann zur PA-Aufnahme beitragen. Dabei sind nicht das einmalige Honigbrot, mal ein Glas Eistee oder eine Tasse Tee das Gesundheitsrisiko, sondern die dauerhafte PA-Aufnahme über verunreinigte Lebensmittel.

Dies zeigt eine aktuelle Risikobewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), in der die Lebensmittelgruppen identifiziert wurden, über die Kinder und Erwachsene Pyrrolizidinalkaloide aufnehmen. „PA-Verunreinigungen sind in Lebensmitteln unerwünscht, da sie die Leber schädigen und im Tierversuch erbgutverändernde und krebsauslösende Wirkungen zeigen. PA sollten also möglichst nicht oder wenig in Lebensmitteln vorkommen“, so BfR-Präsident Andreas Hensel. Das BfR ist seit vielen Jahren mit den Lebensmittelherstellern im Gespräch, damit diese durch verbesserte Anbau-, Ernte- und Reinigungsmethoden die PA-Gehalte in Lebensmitteln senken. Lebensmittel müssen sicher sein.

Schutzmechanismus von Pflanzen

Pyrrolyzidinalkaloide (PA) sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die von Pflanzen gebildet werden, um Fraßfeinde abzuwehren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat aktuelle Daten zum Verzehrsverhalten von Verbraucherinnen und Verbraucher sowie aktuelle Daten zum Gehalt von PA in den wichtigen Lebensmittelgruppen Milch, Eier, Fleisch, Früchtetee, Honig, Kräutertee, schwarzer Tee und grüner Tee sowie Gewürze, Mehle und Nahrungsergänzungsmittel ausgewertet.

Mit PA verunreinigte Kräutertees, schwarzer und grüner Tee sowie Honig sind die Hauptquellen, über die Verbraucher PA aufnehmen können. Die Summe der in Lebensmitteln enthaltenen PA kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene bei längerer Aufnahme gesundheitlich bedenklich sein. Ein akutes Gesundheitsrisiko besteht hier jedoch nicht.

Möglicherweise auch Gewürze und Kräuter betroffen

Auch Verunreinigungen in Gewürzen und Kräutern stellen möglicherweise eine relevante Quelle für PA dar. Für eine abschließende Bewertung fehlen jedoch Informationen zu den Gehalten differenziert nach den einzelnen Gewürz- und Kräutersorten. Des Weiteren weist eine erste Abschätzung darauf hin, dass Mehl zwar einen Beitrag zur PA-Gesamtaufnahme leisten könnte, dieser aber nach den derzeit vorliegenden Daten aus Untersuchungen von Mehlen eine untergeordnete Rolle für die Gesamtaufnahme darstellt.

Auch Salatmischungen und Blattgemüse können mit PA-haltigen Pflanzenbestandteilen verunreinigt sein. Das BfR hat wiederholt auf diese Möglichkeit hingewiesen. Alle am Produktionsprozess solcher Erzeugnisse Beteiligten sollten daher durch geeignete Maßnahmen eine Kontamination solcher Produkte mit PA-haltigen Pflanzenbestandteilen vermeiden.

Nahrungsergänzungsmittel teilweise sogar giftig

Erwachsene können auch über pflanzenbasierte Nahrungsergänzungsmittel hohe PA-Mengen aufnehmen, die die übliche Aufnahmemenge an PA über Lebensmittel deutlich überschreiten. Das belegen Daten, die im Auftrag der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA erhoben wurden. Bei den in einigen Nahrungsergänzungsmitteln (Produkte mit PA-produzierenden Pflanzen) gemessenen teilweise hohen Gehalten muss sogar die Möglichkeit akuter Vergiftungen in Betracht gezogen werden, wenn die täglich empfohlene Menge dieser Produkte verzehrt wird. Insbesondere aber kann eine längerfristige Einnahme solcher Produkte ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Milch, Eier und Fleisch sind kaum bzw. gar nicht mit PA belastet. Der Beitrag dieser Lebensmittel zur PA-Gesamtaufnahme ist damit vernachlässigbar. Ebenso sind Früchtetees kaum mit PA-haltigen Pflanzen verunreinigt, so dass diese keinen Einfluss auf die Gesamtaufnahme haben.

Riskiko minimieren

Um das Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher zu verringern, empfiehlt das BfR Abwechslung und Vielfalt bei der Auswahl von Lebensmitteln. Auf diese Weise kann ein Gesundheitsrisiko durch einzelne, möglicherweise PA-belastete Lebensmittel minimiert werden. Insbesondere Eltern wird empfohlen, ihren Kindern nicht ausschließlich Kräuter- oder Eistee, der auf Schwarzteebasis hergestellt wurde, anzubieten. Auch Schwangere und Stillende sollten Kräutertees abwechselnd mit anderen Getränken konsumieren. Dies gilt auch für Personen, die den überwiegenden täglichen Flüssigkeitsbedarf mit Kräutertee decken.

Zu krass oder sinnlich? EDEKA zeigt Orgasmus-Gesichter

13 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Oh je, und im rauchigen Whisky sind bis zu 258 ppm Phenol(e)...
  • 14.10.2016, 11:39 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
...und Morgen steht wieder in der Zeitung: Nun werfen sie auch den Tee weg - es geht den Verbrauchern einfach zu gut.

Wie hat die Menschheit es nur bis ins 21.Jhd geschaft und sie werden noch immer 80/90/100 Jahre alt - jene, die vor 100 Jahren geboren wurden
  • 13.10.2016, 18:28 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich ernähre mich wegen Diabetis möglichst "Zuckerarm" meide zwecks Gewichtsreduktion "Fette Lebensmittel" esse keine Süßigkeiten trinke keinen Alkohol was soll ich noch tun???
NIX
Denn: Wenn ich alles glauben würde was geschrieben wird wäre ich schon Tod
  • 13.10.2016, 18:18 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Mann, Mann, ich dachte immer, der schädlichste natürliche Inhaltsstoff aller Lebensmittel ist die Kilokalorie.

So kann man sich irren
  • 13.10.2016, 17:58 Uhr
  • 3
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich sage schon seit Jahren, dass man sich vielseitig ernähren sollte. Dann nimmt man alle Schad- und Nutzstoffe gleichmäßig zu sich. Es kann auch schädlich sein, sich zu viel Gedanken uns Essen zu machen.
  • 13.10.2016, 17:40 Uhr
  • 4
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Am Besten esse ich in Zukunft nur noch Produkte, wo
Rotwein ist! Gerade gibt es auf 2 Käse-Zwiebel-Brötchen
Als Salami des Monats Rotweinsalami!
  • 13.10.2016, 17:36 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wenn der durchschnittskonsument wissen würde was er am tag so in sich reinschaufelt....allerdings will das ja niemand wissen weil es unbequem ist.
  • 13.10.2016, 16:55 Uhr
  • 1
nein nicht unbequem, sondern es gibt schon ein neues Krankheitsbild.

habe es nicht mehr wissend im Kopf:
Anorexie bestehend aus Angst vor Gifte in der Nahrung.. s.ä.
  • 13.10.2016, 17:16 Uhr
  • 0
lies dich mal ein im bezug auf diverse zusätze in lebensmitteln wie z.b. glutamat,aspartam usw.es reicht schon wenn man sich informiert über begriffe wie vollei oder natürliche inhaltsstoffe etc. und dann frag mal einen was derjenige davon hält.zu 99% wills keiner wissen.
  • 13.10.2016, 17:23 Uhr
  • 1
denke mal: persl. weiß ich sehr viel.. oft zu viel-leider!!
muss aufpassen, dass ich meine umwelt nicht nerve..

hat nicht´s mit : möchte nicht wissen zu tun

wenn man einkauft nach gesundheitl. kriterine brauchst du 5x mehr zeit zum einkaufen u die hat nicht mal ein rentner!!

auf der andern seit, wenn du heute weiß das nennt sich so und dann ändert sich das mit deinem nichtwissen..

Glutamat = Hefeextrakt
u.u.u....
dann nennt sich etwas schrecklich, was jedoch der körper auch selbst herstellt..

es ist nicht immer bequemlichkeit..
  • 13.10.2016, 17:29 Uhr
  • 0
Was Gabriele? Glutamat wird auch als Hefeextrakt bezeichnet? Oder wie ist deine Anmerkung zu verstehen?
  • 13.10.2016, 17:55 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Auch Knollenblätterpilze, Tollkirschen, Einbeeren sind ganz natürliche Stoffe
  • 13.10.2016, 16:46 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ohhhh...was bin ich froh, daß ich nur Hopfenblütentee trinke.
  • 13.10.2016, 16:41 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.