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Zittern, Herzrasen und Magenschmerzen: Wenn Angst krank macht, dürfen Sie di ...

Zittern, Herzrasen und Magenschmerzen: Wenn Angst krank macht, dürfen Sie diese Fehler nicht begehen

News Team
13.10.2016, 17:32 Uhr
Beitrag von News Team

Jeder Mensch hat manchmal Angst. Evolutionstechnisch ist diese Reaktion sinnvoll, damit wir in Gefahrensituationen angemessen reagieren. Doch wie unterscheidet sich normale Angst von einer Phobie? Beispiel Zahnarzt: Wir wissen aus der Vergangenheit, dass wir Schmerzen haben, wenn der Zahnarzt bohrt und denken mit leichter Angst an einen Zahnarzttermin. Trotzdem gehen wir spätestens dann zur Behandlung zum Zahnarzt, wenn wir Karies haben. Um die Konfrontation mit ihrer Phobie zu vermeiden, gehen allerdings Personen mit sogenannter Dentophobie sogar dann jahrelang nicht zum Zahnarzt, wenn sie starke Zahnschmerzen haben.

„Für Außenstehende ist es oft merkwürdig, wieso man Angst vor objektiv betrachtet harmlosen Dingen wie Lärm, Autos oder Büchern haben kann“, sagt Patric Stamm vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in München. „Akousticophobie, Motorphobie und Bibliophobie – was sich für viele eher lustig oder absurd anhört, verbinden die Betroffenen mit Zittern, Herzrasen und Magenschmerzen.“

Unter einer Phobie versteht man ein starkes Angstgefühl, das in bestimmten Situationen auftritt oder beim Anblick bestimmter Dinge ausgelöst wird und den davon betroffenen Menschen immer mehr in seinem Alltag einschränkt. Bereits der Gedanke daran ruft bei den Betroffenen Angst hervor. Auch wenn Phobiker wissen, dass ihre Furcht vor bestimmten Dingen irrational und unangemessen ist, können sie sich nur schwer mit dem Auslöser konfrontieren oder ihn nur unter massiver Furcht ertragen.

Was für Arten von Phobien gibt es?

In Deutschland sind rund 650 Phobien bekannt. Dabei unterscheiden Mediziner und Psychologen zwischen spezifischen Phobien (Angst vor Hunden, Katzen, Gewitter, etc.), der sozialen Phobie und der Agoraphobie („Platzangst“).

Kann eine Phobie geheilt werden?

Ja! Je früher eine Phobie erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vielversprechend ist meistens eine Verhaltenstherapie. Sie ist sinnvoll bei Phobikern, die in ihrem normalen Leben stark eingeschränkt sind. Deshalb wird sie oft bei Personen mit einer sozialen Phobie oder Agoraphobie angewandt. Jedoch muss nicht jede Phobie behandelt werden. Wer beispielsweise Angst vor Schlangen hat, wird im Alltag kaum Probleme damit haben.
Auffällig: Bei Frauen werden Phobien doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern. Das belegen auch Auswertungen der Versichertendaten der KKH (1,6 zu 0,8 Prozent).

Die zehn häufigsten Phobien:

Agoraphobie
Angst vor (räumlich) weiten Plätzen, Reisen und/oder Menschenansammlungen

Arachnophobie
Angst vor Spinnen

Aerophobie
Angst vorm Fliegen

Aerophobie
Angst vor Höhe

Soziale Phobie
Angst vor Gesellschaft oder Menschen im Allgemeinen / in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden.

Emetophobie
Angst vorm Erbrechen

Klaustrophobie
Platzangst, Angst vor engen und geschlossenen Räumen

Mysophobie
Angst vor Ansteckung

Dentophobie
Angst vor Zahnärzten bzw. vor den Behandlungen

Hypochondrie
Angst vor ernsthaften Krankheiten

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23 Kommentare

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Unsere Zivilisation ist eine Angstgesellschaft- ohne Ängste würde sie nicht funktionieren!!!
  • 14.10.2016, 08:37 Uhr
  • 0
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Ich stoße bei meinen Mitmenschen auf kein Verständnis für meine Ängste (ursprünglich von den Eltern her!)- daher habe ich mich zurückgezogen- ich nehme an, das geht vielen so......
  • 14.10.2016, 08:35 Uhr
  • 0
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Da gibt es sicher eine Menge mehr an und von Ängsten....
Derartige Beiträge bedienen das Oberflächliche, was bei ernsthaften Themen nicht wirklich weiterhilft.
  • 14.10.2016, 08:26 Uhr
  • 0
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Das Thema ist hier "zum Mitdiskutieren" nicht geeignet,
zum Einen da öffentlich und zum Anderen gibt es hier "Spezialisten"
die das Ganze auf dem Brett nutzen.
  • 14.10.2016, 07:44 Uhr
  • 3
wize.life-Nutzer und nicht jeder der mitlesen kann ist ein Freund
  • 14.10.2016, 08:03 Uhr
  • 2
Eben deshalb ......
  • 14.10.2016, 08:08 Uhr
  • 0
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Ist dann Lampenfieber schon eine sozialen Phobie?
Der Übergang von Schüchternheit zur sozialen Phobie ist schwer zu bestimmen.
  • 14.10.2016, 07:27 Uhr
  • 0
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Das Thema ist viel zu ernst, um hier "diskutiert" zu werden.....
  • 14.10.2016, 07:13 Uhr
  • 5
Gebe ich dir recht -
schon mal gar nicht von selbsternanneten Experten -
denn es ist ein sehr komplexes Fachgebiet
  • 14.10.2016, 07:27 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer sicher, und wer professionelle Hilfe benötigt dem kann hier auch nicht geholfen werden, der Rat von selbsternanneten Experten ist mit vorsicht zu genießen... wie wize.life-Nutzer schon erwähnt hat..
  • 14.10.2016, 07:31 Uhr
  • 2
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
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Das mit den Ängsten kenne ich nur zu gut, es lähmt und zieht mir im wahren Sinne des Wortes den Boden unter Füssen weg, wenn ich versuche sie zu überwinden
  • 14.10.2016, 00:33 Uhr
  • 1
Hast du therapeutische Hilfe?
  • 14.10.2016, 00:39 Uhr
  • 0
Ich war schon zweimal in eine psychosomatische Reha , die aber viele verdrängte Ereignisse wieder zum Vorschein gebracht haben. Wo sich die Klinik aber nicht mehr zuständig fühlte und mich meine Therapeutin dann auch noch fallen hat lassen, weil sie für "solche Probleme" keine Ausbildung hat
  • 14.10.2016, 01:02 Uhr
  • 0
Das ist natürlich mehr wie blöd gelaufen
Hast du versucht, einen anderen Therapeuten zu finden?
  • 14.10.2016, 01:06 Uhr
  • 0
Nein , ich versuche es so gut wie möglich selbst in den Griff zu bekommen..............es kostet sehr viel Kraft und ich weiss dass es eine Gratwanderung ist
  • 14.10.2016, 01:10 Uhr
  • 0
Ich drück dir beide Daumen. Vielleicht kannst du dich überwinden und noch einmal einen Versuch wagen. Mit dem richtigen Therapeuten an deiner Seite gelingt es viel besser!
  • 14.10.2016, 01:12 Uhr
  • 0
Werde es wenn es nicht mehr geht einen Therapeuten aufsuchen, vielen Dank und noch eine gute Nacht
  • 14.10.2016, 01:17 Uhr
  • 0
Gute Nacht, Sylvia.
  • 14.10.2016, 01:17 Uhr
  • 0
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Ich muß hier widersprechen, eine Phobie kann nicht geheilt werden, es können je nach Phobie die Auswirkungen mehr oder weniger nur gelindert werden.
  • 13.10.2016, 23:18 Uhr
  • 1
Das würde ich so nicht sagen.
Es gibt keinen Garant, das die Angst nicht wiederkommt. Aber geheilt kann sie werden.
  • 14.10.2016, 00:13 Uhr
  • 0
Nein kann sie nicht. Ich lebe seit 15 Jahren mit einer Betroffen zusammen und habe dadurch in Selbsthilfegruppen viele andere Betroffene kennengelernt. Sie alle fühlen sich nicht geheilt, sie können nur besser oder schlechter mit ihren Ängsten umgehen.
  • 14.10.2016, 13:35 Uhr
  • 0
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Wenn das zutrifft, müssen wir bei den zahlreichen Sozial-Phobien in naher Zukunft mit massenhaften Todesfällen rechnen.
  • 13.10.2016, 18:04 Uhr
  • 0
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