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Feuerwehr rettet 2 Menschen das Leben

Feuerwehr rettet 2 Menschen das Leben

News Team
15.01.2017, 12:44 Uhr
Beitrag von News Team

Herdecke (ots) - In der Nacht zu Samstag rettete die Freiwillige Feuerwehr Herdecke zwei Menschen aus einer brennenden Wohnung in der Zeppelinstraße. Dem Ehepaar war der Fluchtweg durch den pechschwarzen Rauch abgeschnitten, sodass sie in ihrem Schlafzimmer eingeschlossen waren. Glücklicherweise wurden sie durch den Brand nicht verletzt. Dass der Brand überhaupt bemerkt wurde, ist einem Rauchwarnmelder zu verdanken.

Um 1:25 Uhr erreichte die ehrenamtlichen Einsatzkräfte die Meldung, dass das Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Zeppelinstraße verraucht sei. Ein Nachbar war durch den im Treppenraum installierten Rauchwarnmelder aufmerksam geworden und hatte den Rauch aus der Wohnung im 2.OG dringen sehen. Er versuchte noch die Bewohner zu suchen und trat die Wohnungstür ein, musste jedoch aufgrund der massiven Rauchentwicklung den Versuch abbrechen.

Nach dem Eintreffen des Einsatzleiters und des ersten Löschfahrzeuges gingen umgehend zwei Trupps mit Atemschutzgeräten und einem Schlauch in die Brandwohnung vor. Dies gestaltete sich aufgrund der Sichtverhältnisse sehr schwierig. Die Feuerwehrleute sahen die Hand vor Augen nicht mehr. Um einen Rauchabzug zu schaffen und so die Sicht zu verbessern, wurde über die Drehleiter von außen ein Fenster eingeschlagen. Auch die Trupps in der Wohnung öffneten Fenster.

Im Verlauf der Suche fand ein Trupp schließlich ein Ehepaar in seinem noch rauchfreien Schlafzimmer vor. Sie hatten an einem leider von außen nicht einsehbaren Fenster ausgeharrt und auf ihre Rettung gewartet. Der Mann konnte seine Frau zum Glück abhalten, zuvor selbst zu versuchen, durch die brennende Wohnung zu flüchten. "Obwohl es nur wenige Meter zur Tür waren, hätten Sie dies vermutlich nicht geschafft und wären bewusstlos im Rauch zusammengebrochen.", berichte Brandmeister Frank Lenz, der als einer der ersten Feuerwehrleute in die brennende Wohnung ging. "Sie haben alles richtig gemacht, als sie auf uns gewartet haben!", ergänzt er.

Währenddessen fand der zweite Trupp in der Wohnung ein Feuer in der Küchenzeile einer offenen Wohnküche. Dieses konnte mit dem mitgeführten Schlauch schnell gelöscht werden. Ein dritter Trupp suchte auch die gegenüber der Brandwohnung liegende Wohnung ab, da den Menschen in dieser Wohnung ebenfalls der Fluchtweg durch Rauch im Treppenraum versperrt war. Es stellte sich jedoch im Verlauf des Einsatzes heraus, dass die dort vermutete Dame nicht zu Hause war.

Nachdem das Feuer gelöscht war und Teile des Brandrauches abgezogen waren, konnte das noch im Schlafzimmer der Brandwohnung von Feuerwehleuten betreute Ehepaar, mit Fluchthauben durch den Treppenraum gerettet werden. Dazu wurde auch ein Lüfter vor dem Gebäude eingesetzt. Eine Rettung über eine Leiter war nicht möglich, da das Schlafzimmerfenster mit der Drehleiter nicht erreicht werden konnte. Nach einer Untersuchung durch Notärzte stellte sich heraus, dass beide Personen bei dem Brand unverletzt blieben.

"Das Ehepaar kann von Glück sprechen, dass zumindest im Treppenraum ein Rauchmelder installiert war, der den Nachbarn alarmiert hat. Sonst wäre dieser Einsatz hier anders ausgegangen.", erklärte Einsatzleiter Sascha Kay. In der Wohnung selbst waren leider keine Rauchmelder installiert, sodass die schlafenden Bewohner erst geweckt wurden, als ihr Nachbar die Tür eintrat. Dis Schlafzimmertür hatte den hochgiften Brandrauch zum Glück so lange abhalten können, bis die Retter der Feuerwehr im Schlafzimmer eintrafen. Rauchwarnmelder in der Wohnung hätten den Bewohnern vermutlich die Flucht ermöglicht, ehe sie vom Brandrauch eingeschlossen worden wären.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Herdecke waren mit einem erweiterten Löschzug rund drei Stunden im Einsatz. Der Rettungsdienst unterstützte diesen mit drei Rettungswagen und zwei Notärzten. Auch der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und der Leitende Notarzt waren im Einsatz.

In der Wohnung entstand ein Schaden von vermutlich 100.000 Euro. Sie ist nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf.

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