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Diese Karte zeigt, weshalb Osterfeuer heute im Inferno enden können

Diese Karte zeigt, weshalb Osterfeuer heute im Inferno enden können

News Team
10.04.2017, 14:35 Uhr
Beitrag von News Team

Im Süden Deutschlands hat es in den vergangenen Wochen und Monaten zu wenige geregnet. Fielen einige Tropfen, so wurden sie vom ausgedörrten Boden sofort aufgesogen. Dei Behörden warnen deshalb vor sehr hoher Waldbrandgefahr!

Eine Warnkarte der Europäischen Kommission zeigt, dass fast der gesamte Süden Deutschlands zur Gefahrenzone gehört. Die Warnung gilt von Leipzig bis ins Breisgau.

Gerade am Ostersamstag gilt besondere Vorsicht! Hier werden traditionell vielerorts Feuer angezündet. Funkenflug kann schnell zu großen und nicht mehr kontrollierbaren Bränden führen.

In Österreich wurden bereits Osterfeuer verboten, das betrifft zum Beispiel Klagenfurt und Völkermarkt.

Im Norden indes gefährdet weniger die Trockenheit, als vielmehr das stürmische Wetter das Feuerspektakel. Die Osterfeuer in Blankenese am Elbstrand sind jedes Jahr stark besucht. Nun stehen sie auf der Kippe. Das Bezirksamt Altona hat die für heute Abend geplanten Feuer kurzfristig abgesagt – eventuell kommt es zu einer verkleinerten Variante. Absagen gibt es auch in Pinneberg, Bad Segeberg, Bremen und Bremerhaven.

Wegen erhöhter Waldbrandgefahr hat etwa die Regierung von Oberbayern schon zu Wochenbeginn die Luftbeobachtung angeordnet. Dies geschieht in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a.d.Ilm, das für Oberbayern zuständig ist. Geflogen wird von den Stützpunkten Ohlstadt und Mühldorf a.Inn. Die Luftbeobachtung ist eine vorbeugende Maßnahme der Waldbrandbekämpfung.

Die Beobachtungsflüge der Flugbereitschaft Oberbayern mit den ausgebildeten amtlichen Luftbeobachtern finden einmal täglich jeweils nachmittags statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.lrst-oberbayern.de.

Aufgrund zunehmender Trockenheit weist der allgemeine Waldbrandgefahrenindex aktuell für Teile im südlichen Oberbayern eine hohe Waldbrandgefahr aus (Stufe 4). Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder. Die Regierung von Oberbayern trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten. Die Luftbeobachter kommen aus den Bereichen der Katastrophenschutzbehörden.

Bitte folgende Warnhinweise beachten, die auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind, gelten:
Die Regierung von Oberbayern bittet dringend darum
in einem Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon keine offene Feuerstätte zu errichten oder zu betreiben:

kein Feuer anzuzünden oder zu betreiben

keine Bodendecken abzubrennen oder Pflanzen/Pflanzenreste flächenweise
abzusengen


kein offenes Licht anzuzünden oder zu verwenden

keine brennenden oder glimmenden Sachen wegwerfen

nicht zu rauchen.

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