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Paul (12) wurde gefunden - Er lernte seinen Entführer im Internet kennen

Paul (12) wurde gefunden - Er lernte seinen Entführer im Internet kennen

News Team
26.06.2016, 13:14 Uhr
Beitrag von News Team

Düsseldorf (ots) - Auf Ersuchen der Schweizer Behörden gelang in der vergangenen Nacht der Düsseldorfer Polizei die Festnahme eines 35-jährigen Mannes, der im Verdacht steht maßgeblich für das Verschwinden eines 12-jährigen Jungen aus Gunzgen in der Schweiz verantwortlich zu sein.

Am späten Samstagabend verdichteten sich die Hinweise, dass sich in einer Wohnung an der Oranienburger Straße im Stadtteil Düsseldorf-Hassels ein 12-jähriger Junge aufhalten würde, der in der Schweiz seit dem 18. Juni vermisst wird. Ein Spezialeinsatzkommando stürmte gegen 1.30 Uhr die Wohnung eines 35-jährigen Düsseldorfers. Der Mann konnte widerstandslos festgenommen werden. Tatsächlich befand sich in der Wohnung das gesuchte Kind. Der Junge ist körperlich unverletzt und wird noch heute in die Obhut seiner Eltern übergeben.

Hier im Stadtteil Düsseldorf-Hassels wurde Paul gefunden:

Der Polizeisprecher Markus Niesczery gab im Gespräch mit BLICK erste Details über den Festgenommenen bekannt:

Der Mann ist polizeilich schon in Erscheinung getreten, wegen kleineren Vermögensdelikten.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz informierten die Behörden am Sonntag-Nachmittag über die Ermittlungen. Urs Bartenschlager, Chef der Kapo Solothurn erklärte, dass auch das FBI in die Suche nach Paul mit eingebunden war. Der Junge konnte körperlich unversehrt seine Eltern in Düsseldorf in die Arme schließen. Ein Moment, der bei der Familie starke Emotionen ausgelöst hatte.

Der mutmaßliche Entführer hatte Paul im Internet bei einem Spiel kennengelernt. Hier war Paul in einem Forum angemeldet, auf dem er persönliche Informationen preis gab:

Hallo Leute. Mein Name ist Paul. Mein Alter ist 12. Ich bin in der 5. Klasse. Ich wohne in der Schweiz in Gunzgen.

Barthenschlager appellierte dringend an alle Eltern, ihre Kinder entsprechend zu schützen, weil auf Spiele-Forem eben "nicht nur harmlose Spieler" unterwegs seien, sondern sich auch Menschen mit üblen Absichten herumtreiben.

Inzwischen äußerte sich sein Onkel auf Facebook und drückte seine Freude darüber aus, dass Paul gefunden wurde:

Pauls Vater hatte erst vor wenigen Tagen auf Facebook die Ermittlungsarbeiten der Polizei gelobt:

Und auch Pauls Mutter kommentierte die Entwicklungen bei der Suche:

Wo seid ihr? Das sind Deutschlands vermisste Kinder

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21 Kommentare

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Für solche Leute sollte kein platz geben.
Aber die Justitz schützst noch solche mit Verdeckungstaten .
Als Bankräuber etc.
Da sprecht ihr von Gerechtigkeit .
Herr Richter würden Sie mal das Fenster Öffnen damit Gerechtiegkeit rein kommt danke.
  • 27.06.2016, 22:45 Uhr
  • 1
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das war ein sehr krasser fall, weil der junge erst 12 jahre alt war. dennoch sieht man hier auch, dass die eltern einfach auch mehr gefordert sind, um ihre kinder im internet zu schützen. all zu oft sind überarbeitete eltern froh, wenn die sprösslinge ruhig am pc sitzen und sich beschäftigen. tatsache wäre aber, dies unter starker und strikter kontrolle zu halten.
  • 27.06.2016, 11:44 Uhr
  • 0
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Wie soll das mit der Überwachung funktionieren? Internetfähigkeit wird ab der 5.Klasse verlangt und die Kids haben mittlerweile überall Zugangsmöglichkeiten.
Den Eltern unterlassene Aufsichtspflicht zu unterstellen ohne nähere Hintergründe zu kennen, finde ich sehr anmaßend.
  • 26.06.2016, 17:26 Uhr
  • 3
Das ist überhaupt nicht anmaßend sondern möglich, aber nur wenn die Eltern ein bißchen Ahnung haben von der digitalen Welt und den Möglichkeiten, ihre Kinder zu schützen, ihren Internetzugang zu kontrollieren und zu beschränken und vor allem sie darauf hinzuweisen, welche Gefahren neben den vielen Vorteilen drohen ..
  • 26.06.2016, 19:12 Uhr
  • 0
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Ich freue mich, dass Paul gefunden wurde - hoffentlich unbeschadet!
  • 26.06.2016, 17:04 Uhr
  • 3
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Gut, das er lebt und es nicht tragisch endete .
Hoffentlich ohne seelische Schäden .
  • 26.06.2016, 16:29 Uhr
  • 2
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Hallo, Marie, ich glaube, bei Kindern in dem Alter kann man nicht mehr verhindern, dass sie ins Internet gehen. Die kennen sich doch auf diesem Gebiet meist besser aus als wir Erwachsenen! In dem vorliegenden Fall aus der Schweiz könnte ich mir gut eine geplante Entführung vorstellen! Lösegelderpressung. Gut, dass der Junge befreit werden konnte! Gruss Eva.
  • 26.06.2016, 16:01 Uhr
  • 4
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Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen,dass Eltern ihre Kinder so unbewacht ins Internet gehen lassen. Spiele in einem Forum sind nicht immer harmlos und das hätten die Eltern wissen müssen.
Zum Glück ist es noch mal gut gegangen aber es sollte eine Warnung für alle Eltern sein!!!!!!!!!
  • 26.06.2016, 15:41 Uhr
  • 0
Nun mal ganz vorsichtig mit Vorwürfen gegen die Eltern! Man kann gar nicht verhindern - auch wenn man es noch so versucht! Viele Kinder wissen leider sehr genau, wie man Kindersicherungen am PC austrickst. Und Internet ganz verbieten - bringt auch nichts! Dann wird woanders gezockt. Und leider ist es Fakt, auf den speziellen Kinderchatforen treiben sich verdammt viele Pädos rum!

Eltern können nur gezielt aufklären und warnen! Kinder bewusst auf die Tatsache hinweisen - nicht jeder, mit dem man schreibt ist auch ein Kind! Aber in der heutigen Zeit, wo jedes Kind ein Smartphone hat - ist eine absolute Kontrolle nicht möglich, leider! Und @Marie: das Kind hat wohl online gespielt und auf der Platform des Spiels auch gechattet. Wie zum Teufel sollen die Eltern da eine Kontrollfunktion ausüben? Man kann doch nicht sehen wie alt die Person ist, mit der man schreibt! Die Täter machen sich gleichaltrig - und schreiben auch wie Kinder in dem Alter. Ich find es einfach ziemlich dreist, da den Eltern einen Vorwurf machen zu wollen. Härtere Strafen für Pädos sind dringend erforderlich!
  • 26.06.2016, 18:03 Uhr
  • 2
ich finde es nicht dreist!
Ne zeitlang war der Fernseher das Kindermädchen,heute ist es der PC! Mich würde als Mutter schon interessieren,mit wem mein Kind chattet. Und ich stelle mir auch die Frage ob ein Kind mit 12 Jahren schon unbeaufsichtigt online sein kann!
  • 26.06.2016, 18:34 Uhr
  • 1
Da gebe ich Barbara und Marie recht,so sind Eltern nicht,
die für ihr Kind Zeit haben....da gehören schon Grenzen gesetzt-auch im Internet,,,
  • 26.06.2016, 18:49 Uhr
  • 2
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Gut , das sie ihn gefunden haben .
Hoffentlich ohne jeglichen Schäden körperlich und seelisch !

LG.Gaby
  • 26.06.2016, 15:25 Uhr
  • 1
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Eltern sind mehr gefordert zu schauen, was ihre Kinder im Internet machen! ein 12jähriger braucht z. B. kein Internet aufs Händi!

hier kann man nur sagen: Glück gehabt! Hätte sehr übel enden können.

und den Eltern: unterlassende Aufssichtspflicht.
  • 26.06.2016, 15:24 Uhr
  • 2
Na, das mit der unterlassenen Aufsichtspflicht ist ein schnelles Schlagwort. So einfach und so schnell ist das nicht,
  • 26.06.2016, 16:35 Uhr
  • 1
Eltern sind schon in Pflicht, Kinder nicht allein ins Internet zu lassen.. dieser Junge muss sich mit diesem Menschen ausgetauscht haben. mit ist klar, dass gerade Pädos auf Seiten unterwegs sind, die überwiegend von Kindern besucht werden. Hier kommen die Eltern wieder ins Spiel...öfter mal schauen, was der Sprössling so macht.
  • 26.06.2016, 16:39 Uhr
  • 2
Ne sorry, das klappt leider so nicht, Barbara! Da nicht kontrolliert wird, wie alt die Person ist, die gerade DAS Spiel spielt (welches eben für junge Kinder ist) - können auch die Eltern nicht kontrollieren! Wie auch? Verbieten die Eltern den online chat - machen die Kinder über whats app weiter! Da müsste eher eine starke Kontrolle im Internet durchgeführt werden...
  • 26.06.2016, 18:04 Uhr
  • 0
eben, deswegen sind die Eltern hier mehr gerfordert, darauf zu achten, dass Kinder sich nciht unbeaufsichtigt in Chatrooms aufhalten. Der Junge ist 12.
Der Computer kann so eingestellt werden, dass es gar nicht mehr möglich ist in Chatrooms unterwegs zu sein, auch ist es möglich, bestimmte Zeiten einzugeben und der Computer schaltet sich dann ab. Die Eltern haben so die Mölichkeit im Verlauf zu sehen, wo sich die Kids aufgehalten haben.

Gegen Verbot bin ich auch, aber auch gegen uneingeschränktes Sürfen im Netz.
  • 26.06.2016, 18:12 Uhr
  • 2
Es gibt Spiele, die haben eine Chatmöglichkeit WÄHREND des spielens. Damit man untereinander absprechen kann wie man die und die Kampagne spielt usw. Wie soll das überprüft werden? Die Kinder spielen als Clans miteinander, unterhalten sich dabei (oft sogar via Skype, damit man nicht tippen muss) - wie willst Du dann verhindern oder wissen, da spielt ein Erwachsener? Primär geht es da ums Spiel für die Kinder. Da hilft leider nur Aufklärung, Warnung etc. - Pädos versuchen die Kinder schnell "privat" zu kontaktieren. Dann müssten die Eltern die whats app Funktion auf dem Handy eher deaktivieren. Oder ähnliche Platformen, die nur mit Handy genutzt werden......

Pädos registrieren sich mit Kinderbildern, schreiben wie ein Kind, sprechen wie die Teenies in dem Alter. Stellen sich ergo auf eine Stufe mit denen. Die Eltern lesen vielleicht was geschrieben wird - aber es wirkt harmlos! Da wird eher ernster, wenn es eine "Freundschaft" geworden ist und er Kontakt - wie ich schon schrieb - direkt übers Handy geht. Denn das ist ja so gut wie nicht kontrollierbar!
  • 26.06.2016, 18:25 Uhr
  • 2
ja, es ist sicher nicht einfach und es bleibt die Frage, warum sich dieses Kind ohne sich mit den Eltern zu besprechen, auf dieses "Abenteuer" eingelassen hat.
  • 26.06.2016, 19:12 Uhr
  • 0
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Na Gott sei Dank ist Paul wieder zu Hause
  • 26.06.2016, 13:50 Uhr
  • 2
Dem schließe ich mich ganz einfach an
  • 26.06.2016, 15:13 Uhr
  • 1
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