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Behörden warnen: Schützen Sie sich vor diesen falschen Polizisten!

Behörden warnen: Schützen Sie sich vor diesen falschen Polizisten!

News Team
04.09.2016, 08:19 Uhr
Beitrag von News Team

Falsche Polizeibeamte haben Anfang des Monats eine Rentnerin in Oberursel (Taunus) um mehrere Zehntausend Euro betrogen. Am Montag, den 01.08.2016, meldete sich gegen Abend ein Mann telefonisch bei der Geschädigten und stellte sich als Herr Wolf von der Polizei vor. Im Telefondisplay wurde dabei die Nummer "069-110" angezeigt.

Der angebliche Polizeibeamte erzählte ihr daraufhin eine frei erfundene Geschichte über die Festnahme einer rumänischen Diebesbande, welche offenbar auch bei der Oberurselerin einbrechen wollte. Während des mehrstündigen Telefonats gelang es dem Täter, sich das Vertrauen seines Opfers zu erschleichen und die Frau dazu zu bringen, fortan mit der "Polizei" zu kooperieren. Er forderte sie auf, am nächsten Tag einen Bargeldbetrag von der Bank abzugeben und diesen anschließend an einen Kollegen des Anrufers zu übergeben. Dazu wurde sogar ein Codewort festgelegt. Mit der Bereitstellung des Geldbetrages sollte die Seniorin angeblich eine polizeiliche Maßnahme unterstützen.

Am darauffolgenden Tag übergab die Geschädigte sowohl das abgehobene Bargeld als auch ihren gesamten Schmuck an einen etwa 30 Jahre alten Mann mit "südländischem" Erscheinungsbild, der sie an ihrer Wohnadresse aufgesucht hatte.

Im Laufe der nächsten Tage meldete sich der Täter vom Montag noch mehrere Male bei der Rentnerin. Mit ihrem Geld habe man das angebliche Verfahren, welches sich gegen kriminelle Bankmitarbeiter richte, bereits vorantreiben können. Nun werde aber noch eine weitere "Geldprobe" von der Bank benötigt. In der Folge hob die Geschädigte erneut einen hohen Geldbetrag ab und übergab diesen am Dienstag, den 08.08.2016, an einen unbekannten, 30 bis 40 Jahre alten Mann.

Erst einige Tage später wurde die Frau wegen mehrerer Ungereimtheiten skeptisch und meldete sich bei dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main. Als sie dort nach den angeblichen Kollegen fragte, flog der Schwindel auf.

Zu dem Fall wurden Phantombilder gefertigt um die Identität der Täter aufdecken zu können:


Diese Form des Betruges ist seit dem letzten Jahr vermehrt bundesweit festzustellen. In verschiedenen Varianten versuchen falsche Polizeibeamte Informationen über Bargeldbestände oder Art und Höhe von Geldanlagen bei Banken zu erlangen. Unter dem vermittelten Eindruck einer konkreten Gefährdung, etwa einem Einbruch versucht man in weiteren Telefonaten die Angerufenen dahingehend zu manipulieren, dass sie ihr Bargeld und Ersparnisse abheben und anschließend zur Eigentumssicherung an die angeblichen Polizisten übergeben. Hierzu wird vor allem auch das Vertrauen in staatliche Organisationen, wie Polizei oder Staatsanwaltschaft, erheblich missbraucht.

Um den Trickbetrügern nicht selbst zum Opfer zu fallen, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Angaben zu Ihren Lebensverhältnissen preis!
  • Machen Sie niemals Angaben zu Wertsachen in der Wohnung oder Vermögenswerten!
  • Polizeibeamte fragen nicht nach persönlichen Geldverstecken!
  • Die Polizei stellt kein Bargeld oder andere Wertsachen vorsorglich sicher!
  • Sollten Sie sich beim Telefonat unter Druck gesetzt fühlen, beenden Sie das Gespräch und informieren Sie die örtliche Polizei!
  • Wichtig: Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 oder ähnlichen Kombinationen an!
Zeugen und Hinweisgeber sowie weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bad Homburg unter Telefon (06172) 120-0 zu melden. Im vorliegenden Fall wurden Phantombilder gefertigt, die als Anlage an die Pressemeldung beigefügt sind.
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