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Kindesentführung nach Sex-Chat - Welche Rolle spielte der Geheimdienst?

Kindesentführung nach Sex-Chat - Welche Rolle spielte der Geheimdienst?

News Team
26.09.2016, 14:05 Uhr
Beitrag von News Team

Seit Maria-Brigitte Henselmann (damals 13) am 4. Mai 2013 gegen 14 Uhr ihr Zuhause verließ, wurde sie nicht wieder gesehen. Angeblich wollte sie bei einer Freundin zu übernachten, doch in Wirklichlichkeit war sie mit Bernhard Haase (damals 53) verabredet. Sie hatte den 40 Jahre älteren Mann im Internet beim Chatten kennengelernt, wo er sich als 15-Jähriger ausgegeben hatte.

Als sie seine wahre Identität herausfindet, trifft sie sich trotzdem mit ihm. Es kommt zum Geschlechtsverkehr. Dabei bleibt unklar, ob Maria das auch wollte. Später machte sie ihm deswegen in persönlichen Nachrichten Vorhaltungen. Am 4. Mai scheint sie sich trotz allem auf eine gemeinsame Flucht mit Bernhard H. eingelassen zu haben.

Den nächsten Hinweis auf die beiden fand die Polizei im Sommer 2013 im polnischen Gorlice, wo das Auto mit einem gestohlenen Nummernschild aus Sachsen gefunden wurde. 140 Kilometer weiter wurde schließlich noch der Hund des Tatverdächtigen in einem Gartenhäuschen entdeckt.

Floh Maria mit ihrem Entführer nach Osten?

Die Mutter des entführten Mädchens hat eine ganz andere Theorie. Maria träumte von einem Leben in Spanien. Und auch Bernhard H. soll von dem Land begeistert gewesen sein. Ein Bekannter aus früheren Tagen erklärte gegenüber der Welt, er habe sogar überlegt dorthin auszuwandern:

Vielleicht hat er sich diesen Wunsch erfüllt.

Doch dieser Bekannte, der anonym bleiben möchte, hat noch einen weiteren Verdacht, der höchste politische Sprengkraft haben könnte. Er vermutet, dass der Entführer die Hilfe eines Geheimdienstes gehabt haben könnte. Er kennt Bernhard H. aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der rechtspopulistischen Partei "Die Republikaner" und ist überzeugt, dass dieser sich vom Geheimdienst als Spitzel hat anwerben lassen:

Ich bin mir sehr sicher, dass Bernhard vom Verfassungsschutz als Informant geworben wurde. Mich hat man auch angesprochen. Aber ich lehnte ab.
Er hatte ganz plötzlich viel Geld zur Verfügung. Das war allen aufgefallen.

Auf Nachfragen der Welt erklärte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums lediglich, dass man zu einer möglichen Zusammenarbeit mit V-Leuten grundsätzlich keine Auskünfte erteilen würde. Marias Mutter möchte vor allem wissen, wie es ihrer Tochter geht. Nach Jahren, die von der Suche nach ihrem Kind geprägt sind, sagte sie gegenüber der Welt:

Ich möchte nur, dass es meiner Tochter gut geht. Egal, wo und wie Maria ihr Leben führen möchte, ich werde sie immer lieben.

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