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Fast Familie ausgelöscht: So haben Kriminaltechniker den Brückenteufel von G ...

Fast Familie ausgelöscht: So haben Kriminaltechniker den Brückenteufel von Giengen geschnappt

News Team
30.09.2016, 12:59 Uhr
Beitrag von News Team

Er hätte fast eine ganze Familie ausgelöscht. Nun hat die Polizei den Brückenteufel von Giengen offenbar geschnappt. Verraten hatten ihn seine DNA-Spuren. Die Ermittlungen dauern an, die Polizei bittet weiterhin um Hinweise.

Am 25.9.2016 gegen 1.30 Uhr wurde bei Giengen auf der Autobahn ein 12 Kilogramm schwerer Betonpflasterstein von einer Brücke auf die Fahrbahn geworfen. Der Stein stammte vom Gelände des Flugplatzes Giengen. Gegen 1:45 Uhr fuhr ein mit vier Personen besetzter Citroen gegen das Hindernis, woraufhin der Fahrer der aus dem Raum Biberach stammenden Familie die Kontrolle verlor und der Pkw sich mehrfach überschlug.

Zwei Kinder auf dem Rücksitz wurden aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitten massive Prellungen und Schürfwunden. Der Fahrer zog sich einen Beckenbruch zu, die Beifahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen an der Wirbelsäule sowie eine Schädel-Basis-Fraktur mit einer Hirnblutung. Außerdem musste ihr ein Fuß abgenommen werden.

Der am Mittwochnachmittag festgenommene Beschuldigte steht im Verdacht, den Stein auf die Fahrbahn geworfen und zumindest billigend in Kauf genommen zu haben, dass die Autobahn mit hoher Geschwindigkeit befahrende Verkehrsteilnehmer das Hindernis nicht rechtzeitig erkennen, gegen den Stein fahren und sodann die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren könnten, so dass es zu Unfällen mit tödlichem Ausgang für die jeweiligen Fahrzeuginsassen kommen könnte.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen geht weiter davon aus, dass der Beschuldigte heimtückisch gehandelt habe.

Kriminaltechniker leisten ganze Arbeit


Unmittelbar nach der Tat haben Kriminaltechniker an der Unfallstelle eine Vielzahl von Spuren festgestellt. Die Spezialisten des Kriminaltechnischen Instituts beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg haben u.a. an den vorgefundenen Gesteinsbrocken DNA-Spuren gesichert. Diese konnten am Mittwochnachmittag von den Spezialisten des LKA einem Beschuldigten zugeordnet werden. Die darauf eingeleitete Fahndung der Beamten der Kriminalpolizei Ulm wurde von Beamten des Polizeipräsidiums Einsatz und Diensthundeführer unterstützt. Der Beschuldigte wurde nach einem kurzen Fluchtversuch zu Fuß auf einem Gartengrundstück an der A7 zwischen Mergelstetten und Herbrechtingen durch die Polizei festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen beantragte am Donnerstag einen Haftbefehl beim Amtsgericht in Ellwangen. Der Haftbefehl wurde am Donnerstagnachmittag vom Ermittlungsrichter erlassen. Der Beschuldigte befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Der aus dem Raum Heidenheim stammende Beschuldigte ist 36 Jahre alt. Er ist bereits mehrfach strafrechtlich wegen unterschiedlicher Delikte (Bedrohung, Körperverletzung, Beleidigung) in Erscheinung getreten. Aus diesem Grund war seine DNA bereits in der DNA-Datei vorhanden.

Ermittlungen dauern an


Die Ermittlungen der Soko Crash und der Staatsanwaltschaft dauern an. Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizei hoffen auf weitere Hinweise von Zeugen, die auffällige Beobachtungen in der Nacht rund um das Gebiet an der Autobahn gemacht haben. Die Soko ist über die Hinweistelefonnummer: 0800 1880 110 und über die zentrale Telefonnummer des Polizeipräsidiums Ulm: 0731 1880 rund um die Uhr erreichbar.

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Ulm oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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