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Polizei schreibt Gaffern nach tödlichem Geisterfahrer-Crash: "Schämt ihr euc ...

Polizei schreibt Gaffern nach tödlichem Geisterfahrer-Crash: "Schämt ihr euch nicht?"

News Team
17.01.2017, 14:46 Uhr
Beitrag von News Team

Ein tragischer Unfall ereignete sich am Sonntag, 15.01.2017, um 17 Uhr auf der B 29 bei Lorch. Ein 20 Jahre alter Daimler-Benz Fahrer fuhr mit seinem 21 Jahre alten Beifahrer von Schwäbisch Gmünd in Richtung Stuttgart. Rund 2,8 Kilometer vor der Ausfahrt Lorch kam dem Mercedes eine 72-jährige Geisterfahrerin mit ihrem Renault Laguna entgegen. Es kam zum Frontalcrash.

Für die Unfallverursacherin und den jungen Fahrer des Mercedes kam jede Hilfe zu spät. Der Beifahrer im Mercedes musste schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert werden.

Die B 29 musste zwischen 17.00 Uhr und 22.15 Uhr voll gesperrt werden. Am Einsatz beteiligt waren 9 Streifenwagen der Polizei, 3 Rettungswagen, 2 Notärzte, 1 leitender Notarzt sowie die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Gmünd mit 6 Fahrzeugen und 21 Mann.

Während des Einsatzes postierten sich Gaffer und machten Bilder des Geschehens. Die Polizei nahm deren pietätloses Verhalten zum Anlass für klare Worte. Auf Facebook schreiben die Beamten mit der Bitte um Verbreitung:

+++ Hey #Gaffer - Wir haben es satt! Lasst die Smartphones in der Hose und haltet Euch von der Unfallstelle fern! +++ Verbreitet keine Filme im Netz! +++
+++ TEILEN ausdrücklich erwünscht +++

Bei dem schrecklichen Verkehrsunfall mit 2 Getöteten und einem Schwerverletzten am Sonntag in Lorch konnten sich wieder einmal zahlreiche Gaffer nicht zurückhalten und hielten mit ihren Handykameras auf die Verunglückten. Einsatzkräfte beklagten ein völlig pietätloses und distanzloses Verhalten im Angesicht des Schreckens.

Wir fragen uns: Schämt ihr Euch nicht?

Als bereits die ersten Einsatzkräfte an der Unfallstelle eintrafen, standen die ersten Schaulustigen auf einer Brücke. Die tödlich Verletzten lagen zu diesem Zeitpunkt noch in ihren Fahrzeugwracks und der Schwerverletzte wurde auf der Fahrbahn vom Notarzt versorgt. Was machten die Gaffer? Sie filmten und fotografierten mit ihren Smartphones....

Als wir genug Einsatzkräfte vor Ort hatten, konnten wir endlich eine Polizeistreife abstellen, um sich um die Gaffer zu kümmern. Inzwischen hatte sich deren Zahl erhöht und manche hatten sogar ihre minderjährigen Kinder zur Unfallstelle mitgebracht. Manche waren so borniert und beharrten auf ihr Recht zu "Gaffen", dass ihnen ein Platzverweis unmittelbar bevorstand, ehe sie sich entfernten.

Schaulustige gibt es schon, seitdem es Menschen gibt. Psychologen haben sich bereits vielfach zu diesem Thema geäußert und das Verhalten erklärt.

Aber BITTE respektiert die WÜRDE der Toten und Schwerverletzten, macht keine Filme und Bilder und verbreitet keine Sensationsvideos in den Sozialen Medien

Die Polizei bittet darum, diesen Text zu teilen!

1 Kommentar

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Ich fordere eine hohe Bestrafung für diese rohen Menschen!!!! Hoffentlich geschieht da bald mal was. Die lassen sich sonst nicht von diesen Tagen abhalten. Und was sind das für Vorbilder für die Kinder, die sogar noch mitgaffen!!!
  • 17.01.2017, 16:00 Uhr
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