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Straßengang "Saat des Bösen" entführt Jugendlichen (17) und zündet ihn an

Straßengang "Saat des Bösen" entführt Jugendlichen (17) und zündet ihn an

News Team
24.02.2017, 18:14 Uhr
Beitrag von News Team

Sie nennen sich „Saat des Bösen“, kommen in der Hauptsache aus dem Raum Südthüringen, sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und zumeist männlich. Um ihre Zusammengehörigkeit zu demonstrieren, tragen sie ein Tattoo am Hals oder auf den Armen, auf dem in altdeutscher Schrift „SDB“ für „Saat des Bösen“ bzw. „Saat“ oder „Core“ zu lesen ist.

Über eine grauenhafte Tat der Gang in Thüringen berichtet der MDR. So sollen Mitglieder der "Saat des Bösen" einen Jugendlichen entführt haben. Der Vorwurf: Sie hielten ihn über Wochen hinweg fest. Der Junge wurde schwer misshandelt.

Wie die Suhler Polizei mitteilte, sitzen drei 18, 21 und 23 Jahre alte Beschuldigte in Thüringer Gefängnissen in Untersuchungshaft. Der Älteste von ihnen sei der mutmaßliche Haupttäter. Er sei erst am Mittwoch von Spezialeinsatzkommando (SEK) der Thüringer Polizei in Dillstädt im Kreis Schmalkalden-Meiningen festgenommen worden.

Das Opfer hatte sich zur Zeit des Jahreswechsels bei der Polizei gemeldet. Er sagte, dass er Wochen lang festgehalten und gequält worden sei. Die Täter hätten ihn mit Handschellen an einen Heizkörper gekettet, Zigaretten auf seiner Haut ausgedrückt.

Die Täter sollen Gliedmaßen mit einer brennbaren Flüssigkeit begossen haben. Dann zündeten sie den Mann an und löschten ihn wieder.

"Es ging darum, Schmerzen zuzufügen", sagte ein Polizeisprecher dem MDR.

Er wurde auch gezwungen unter Aufsicht Straftaten zu begehen und etwa Drogen zu verkaufen.

Dem Opfer gelang es, in einem unbeobachteten Moment aus der Wohnung zu fliehen. Als einer der mutmaßlichen Täter von den Ermittlungen erfuhr, stellte er sich. Zwei Festnahmen folgten.

Mehrere hochrangige Mitglieder der Gruppierung verbüßen Haftstrafen

Die Gruppierung „Saat des Bösen“ bildete sich zwischen 2006 und 2009 in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen. Sie bezeichnet sich selbst als „Bruderschaft“. Der damals inhaftierte Enrico V. fing an, Jugendliche um sich zu versammeln. Bereits in dem Gefängnis verübten sie Straftaten. Nach der Haftentlassung des V. wuchs die Gruppe weiter und hatte zuletzt Mitglieder im Bereich Suhl, Nordhausen, Weimar, Apolda, Gera und ein Mitglied in Bayern.

Dem TLKA sind 47 Personen bekannt, die der Gruppe zuzurechnen sind, wobei derzeit 20 Personen aktive Mitglieder sind. Sie sind zumeist ehemalige bzw. derzeit einsitzende Strafgefangene und einschlägig vorbestraft wegen Verbrechenstatbeständen wie Gewaltdelikte, Körperverletzungen und Raubstraftaten. Ein Mitglied sitzt wegen Mordes ein. Der Großteil der Mitglieder konsumiert selbst illegale Betäubungsmittel, wie Amphetamine, Cannabis sowie Anabolika. Neben dem o. g. Tattoo treten sie nach außen mit einheitlicher Kleidung auf.

Im Internet wurden selbst geschriebene Lieder mit Gewalt verherrlichendem Inhalt veröffentlicht. Enrico V. wurde bereits zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er einen Mann 2011 mit einem Messer mehrfach in den Halsbereich stach und lebensgefährlich verletzte.

Die Gruppe spezialisierte sich auf Wohnungsraubstraftaten. Während der Taten sollen die Anwesenden bedroht und misshandelt worden sein. Es wurden beispielsweise Bargeld, Mobiltelefone, Computer, Monitore, Fernseher, Werkzeuge und Betäubungsmittel geraubt.

2 Kommentare

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Hallo Leute,

WER um alles in der Welt schreibt solche Berichte?

Ein wenig mehr Sorgfalt in Grammatik, Interpunktion und Stil/Ausdruck wäre schon vonnöten …
  • 25.02.2017, 08:37 Uhr
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Fuer solche Taetergruppen sollte man die Todesstrafe wieder einfuehren, glaubt wer, dass sich bei solchen was aendert Das sind unnuetze Fresser das sind Parasiten und Ungeziefer.
  • 24.02.2017, 22:20 Uhr
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