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"Im wahren Leben ein Niemand" - Kinder-Killer Marcel Heße geriet in "Tötungs ...

"Im wahren Leben ein Niemand" - Kinder-Killer Marcel Heße geriet in "Tötungsrausch"

News Team
08.03.2017, 07:43 Uhr
Beitrag von News Team

Kinder-Killer Marcel Heße ist auf der Flucht. Und nach und nach wird klar, welch bestialischen Mord er in dem Reihenhaus in der Fleithestraße in Herne verübt hat.

Der 19-Jährige lebte Wand an Wand mit seinem Opfer, dem neunjährigen Jaden. Mit einem Trick lockte er am Sonntag den Jungen aus seiner Wohnung, als seine Eltern nicht da waren. Er möge ihm doch helfen, eine Leiter im Garten aufzustellen. Das Kind folgte Marcel Heße. Nachbarn beschreiben den Gesuchten als Außenseiter und zurückgezogenen Sonderling.

In Chats auf Whatsapp und im Darknet begleitete Heße seine Tat mit wirren Ausführungen und einer Ankündigung: Er werde etwas "Knastverdächtiges" tun. Der Täter erstach das Kind und ließ es im Keller liegen. Im Internet rühmte er sich dann des Mordes, zeigte das Messer, seine blutverschmierten Hände und grinste. Zudem machte er Andeutungen, erneut morden zu wollen.

Als Jaden nicht nach Hause zurückkehrte, schöpfte seine Familie Verdacht, dass etwas nicht stimmt. Seine Mutter Jeannette F. erinnert sich im Gespräch mit "Bild": „Sandy, die Schwester des Täters, sagte uns schon mal, dass ihr Bruder ein absoluter Psycho sei.“

Jadens Stiefvater kletterte über den Balkon in die Nachbarwohnung und findet das tote Kind im Keller. Pascal R. sagte "Bild": „Jaden lag in einer riesigen Blutlache. Ich wollte ihm noch eine Herzdruckmassage geben, doch aus den Wunden strömte Blut."
Am Sonntag gegen 20.30 Uhr eilten dann Einsatzkräfte zum Tatort. Die Polizei spricht von einem "tragischen Einsatz". Niemand kann dem kleinen Jaden noch helfen.

Was treibt einen jungen Mann zu solch einer Tat? Der Psychotherapeut Christian Lüdke (56) erklärt im Gespräch mit der "Bild": „Im wahren Leben ist er ein Niemand, im Internet ein Jemand. Ein Mensch, der in seiner Ursprungsfamilie nie als Person wahrgenommen wurde.”

Der Täter handle nach nach dem Prinzip, wenn er schon nicht geliebt werde, dann wolle er wenigstens gehasst werden.

Nach Einschätzung des Psychologen ist Heße „ein Täter, der besessen ist von Machtwünschen und Kontrollwünsche." Er gerate in einen regelrechten Tötungsrausch“.

Marcel Heße ist auf der Flucht - vermutlich in Tarnkleidung. Die Polizei hat ihn zur Fahndung ausgeschrieben und bittet um Hinweise!

- ca. 175 cm groß

- sehr schlanke Statur

- Brillenträger

- kurze blonde Haare

- vermutlich ist er mit einer Tarnhose und Tarnweste bekleidet.

Im Lauf des Montags tauchten dann weitere Hinweise aus einem Chat auf, wonach der Täter eine Frau in seine Gewalt gebracht, gefoltert und ermordet haben soll.
Die Polizei informiert dazu: Diese Hinweise haben sich bislang nicht bestätigt, sie können jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Nach wie vor nimmt die zuständige Mordkommission Hinweise zum Aufenthaltsort des flüchtigen Marcel Heße unter der Rufnummer 0234 909-4244 entgegen.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, bei Antreffen des Marcel Heße nicht selbständig einzugreifen, sondern umgehend die Notrufnummer 110 anzurufen.

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1 Kommentar

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Eigentlich tun mir alle leid. Das Opfer, die Familie und selbst der Täter.
Schlimm finde ich die Tatsache....wenn man mich nicht liebt, so soll man mich hassen. Da stimmt doch viel tiefer vieles nicht. Zerrüttete Seele...was hat dazu geführt.....hier muss man schauen...
  • 08.03.2017, 14:40 Uhr
  • 0
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