wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Nach Doppelmord an Rentnern: Polizei schnappt mutmaßlichen Haupttäter

Nach Doppelmord an Rentnern: Polizei schnappt mutmaßlichen Haupttäter

News Team
03.04.2017, 11:25 Uhr
Beitrag von News Team

+++ Update, 03. April 2017 +++


Wie Focus Online berichtet, wurde nach dem Doppelmord im oberbayerischen Höfen ein inzwischen vierter Tatverdächtiger gefasst. Die Ermittler gaben am Montag, den 3. April 2017 bekannt, dass das Gewaltverbrechen "weitestgehend aufgeklärt" sei. Am frühen Nachmittag will die Polizei bei einer Pressekonferenz um 14 Uhr weitere Einzelheiten bekanntgeben.

In Höfen bei Bad Tölz war am 23. Februar 2017 eine 76 Jahre alte Hausbesitzerin bei einem Raubüberfall schwer verletzt worden. Zwei Bekannte, die zu Gast waren, erlagen ihren Verletzungen. Bisher hatte die Polizei drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen, darunter eine Pflegerin, die bei der Hausbesitzerin zeitweise beschäftigt gewesen war, und deren Sohn. Bei dem nun Festgenommenen dürfte es sich um Robert P., den sechs Jahre jüngeren Bruder der 49-Jährigen handeln. Der Raubmord war demnach die Tat einer Familienbande.

+++ Update, 17. März 2017 +++


Rund drei Wochen nach dem Doppelmord an zwei Rentnern in Höfen bei Bad Tölz hat die Polizei einen zweiten Tatverdächtigen in Polen festgenommen. Das gab die Polizei laut "Focus Online" am Freitag in Rosenheim bekannt.

Der 32-Jährige war zunächst als Zeuge gesucht worden. Zahlreiche Indizien würden jedoch für eine direkte Tatbeteiligung sprechen.

Weiterhin per internationalem Haftbefehl gesucht wird ein 43-jähriger Pole. Robert P. ist wegen doppeltem Raubmord und versuchtem Mord dringend tatverdächtig. Die Polizei warnt, dass der Gesuchte möglicherweise bewaffnet und gefährlich sei.

Die Schwester des Flüchtigen sitzt bereits wegen Verdachts der Beihilfe in Untersuchungshaft. Sie hatte zeitweise als Pflegerin bei der 76-jährigen Hauseigentümerin gearbeitet.

Dort wurden die Leichen einer Frau (76) aus dem Raum Frankfurt am Main und eines Mannes (81) aus Nordrhein-Westfalen aufgefunden. Beide waren Bekannte der Bewohnerin, die aufgrund ihrer schweren Verletzungen noch immer nicht vernehmungsfähig ist.

+++ Fahndung, 10. März 2017 +++
In der Nacht auf Faschingssonntag, 26.02.16, hat eine Polizeistreife in einem Einfamilienhaus im Königsdorfer Weiler Höfen zwei Leichen und eine schwerverletzte Frau gefunden, die Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind. Eine 76-jährige Frau aus Eschborn und ein 81-jähriger Mann aus Hagen wurden massiv körperlich misshandelt und sind durch stumpfe Gewalt ums Leben gekommen. Die schwer verletzte 76-jährige Hausbesitzerin ist noch nicht vernehmungsfähig.

Die Tat dürfte sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 23.02.17, ereignet haben. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II wurde bei der Kriminalpolizei Weilheim die Sonderkommission „Höfen“ mit bis zu 55 Mitarbeitern eingerichtet. In Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen sind seither rund 180 Hinweisen aus der Bevölkerung eingegangen. Umfangreiches Spurenmaterial wurde am Tatort gesichert und befindet sich zur kriminaltechnischen Untersuchung beim Institut für Rechtsmedizin und beim Bayerischen Landeskriminalamt.

Der Durchbruch in den Ermittlungen gelang der Soko „Höfen“ am Beginn dieser Woche. Während der Absuche des Geländes im erweiterten Außenbereich um das Einfamilienhaus fanden die Einsatzkräfte des Schichtzuges München und der Bayerischen Bereitschaftspolizei einen tatrelevanten Gegenstand, aus dem durch das Institut für Rechtsmedizin in München ein vollständiges DNA-Muster herausgearbeitet wurde. Die Überprüfung mit bislang bekannten Spuren, die innerhalb des Einfamilienhauses gesichert werden konnten, ergaben Übereinstimmungen, die einen dringenden Tatverdacht begründeten.

Nach dem Abgleich in der bundesweiten DNA-Datenbank geriet ein 43-jähriger polnischen Staatsangehöriger in den Fokus der Ermittler. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II war wegen des dringenden Tatverdachts sowohl ein nationaler als auch ein EU-Haftbefehl erlassen worden. Der Aufenthaltsort des dringend Tatverdächtigen ist derzeit nicht bekannt. Es muss derzeit davon ausgegangen werden, dass sich der 43-jährige Tatverdächtige abgesetzt hat und flüchtig ist. Umfangreiche und intensive Fahndungsmaßnahmen wurden in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landeskriminalamt eingeleitet.

Zeitgleich zur laufenden Fahndung vernahm die Soko „Höfen“ eine 49-jährige polnische Staatsangehörige in Prenzlau, die im vergangenen Jahr als Pflegekraft im Haushalt der 76-jährigen Hausbesitzerin tätig war. Die 49-Jährige wurde vor Ort festgenommen, zwischenzeitlich nach Bayern überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser hat einen Haftbefehl wegen Beihilfe zum Mord erlassen.

Ungeachtet der erfolgten Festnahme und den eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen laufen die Ermittlungen der Soko „Höfen“ unter der Leitung von Kriminaloberrat Markus Deindl weiter. Bislang und zukünftig gewonnene Erkenntnisse aus Vernehmungen und kriminaltechnischen Untersuchungen müssen mit der gebotenen Sorgfalt gerichtsverwertbar aufbereitet werden. Die Staatsanwaltschaft München II wird gemeinsam mit der Soko „Höfen“ den Sachverhalt in den kommenden Tage und Wochen weiter aufhellen und dabei auf alle denkbaren rechtlichen Fragen eingehen.

In Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen wird ein wichtiger Zeuge gesucht, der sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 23.02.17, gegen 03.15 Uhr, in der Tank- und Rastanlage Höhenrain-Ost an der Autobahn Garmisch-Partenkirchen - München, BAB 95, aufgehalten hat.

• Wer kennt die beschriebene Person?

• Wer kann Hinweise zu einem möglichen Aufenthaltsort geben?

• Wem sind zum fraglichen Zeitpunkt Personen oder Fahrzeug an der Rastanlage aufgefallen?

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens oder Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Personen, die Hinweise zum Tatverdächtigen oder zu dem gesuchten Zeugen geben können, werden gebeten, sich mit der SOKO „Höfen“ bei der Kriminalpolizei Weilheim unter der Telefonnummer (0881) 640123 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Rasen tötet - Teilt dieses Video der Polizei, damit weniger Menschen sterben müssen


Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.