wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Neue Strategie - IS-Bomber greifen jetzt auch mit der Armbrust an

Neue Strategie - IS-Bomber greifen jetzt auch mit der Armbrust an

News Team
20.03.2017, 11:42 Uhr
Beitrag von News Team

Wie Bild meldet, beobachteten Staatsschutz-Fahnder den IS-Anhänger Iwan K. (21) beim Kauf einer Armbrust in Lippstadt (NRW). Das Beunruhigende an der Sache ist, dass der Terror-Sympatisant die Waffe mit tödlicher Durchschlagskraft (der Bolzen fliegt mit 148 Metern pro Sekunde) ganz legal kaufen konnte. Am nächsten Tag verließ Iwan K. mit der Armbrust in einer Sporttasche sein Hotel. Er machte einen entschlossenen Eindruck und fühlte sich offenbar sicher vor den Ermittlern, weil die Waffe als Sportgerät eingestuft ist:

Genau das muss der Gefährder wissen, er fühlte sich deshalb auch sicher, als wir ihn am nächsten Tag festnahmen.

Da wir erstmal nur die Armbrust hatten, die nicht verboten ist, konnten wir keinen Haftbefehl beantragen. Uns waren da die Hände gebunden!

"Mutter des Satans"


Und das obwohl Iwan K. aus dem Umfeld des Hildesheimer Hasspredigers Abu Walaa stammt, aus dem auch Anis Amri kam, der Terror-Fahrer von Berlin. Bei einer Durchsuchung des Hotelzimmers und der Datenträgen Iwan K.s fanden die Fahnder ein ISIS-Glaubensbekenntnis, Anleitungen zum Bombenbau sowie Terror-Bekennervideos. Außerdem hatte Iwan K. anscheinend Vorbereitungen getroffen, um den hochexplosiven Sprengstoff TATP herzustellen.

TATP wird von den islamistischen Terroristen Mutter des Satans genannt. Er lässt sich aus den leicht erhältlichen Zutaten Aceton, Wasserstoffperoxid und Schwefelsäure herstellen, das ist in herkömmlichen Nagellackentferner oder Haarbleichmitteln enthalten ist. TATP wurde auch von den ISIS-Terroristen in Brüssel und Paris benutzt. Der Terrorist Jaber al-Bakr hatte den Sprengstoff in seiner Chemnitzer Wohnung hergestellt. Ein Ermittler erklärte gegenüber Bild:

Wir sind uns sicher, dass wir einen baldigen Anschlag verhindert haben. Vermutlich wollte der Verdächtige Sprengmittel sowie die Armbrust einsetzen, um möglichst viele Menschen zu töten!

Dafür, dass Iwan K. kurz vor der Durchführung einer Amoktat stand, spricht, dass der 21-jährige Deutschrusse keinen festen Wohnsitz mehr hatte und stattdessen in einer abgelegenen Pension im Kurort Bad Waldliesborn nahe Lippstadt wohnte.

WhatsApp - So unsicher sind Fotos und Videos


Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.