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Vater Lubitz zur Germanwings-Tragödie: „Unser Sohn war zum Zeitpunkt des Abs ...

Vater Lubitz zur Germanwings-Tragödie: „Unser Sohn war zum Zeitpunkt des Absturzes nicht depressiv!“

News Team
24.03.2017, 13:30 Uhr
Beitrag von News Team

Zwei Jahre liegt der Absturz der Germanwings-Maschine zurück. Alle 150 Menschen an Bord starben. Laut offiziellem Untersuchungsbericht steuerte Co-Pilot Andreas Lubitz den Airbus absichtlich gegen einen Berg in den französischen Alpen. Dessen Vater Günter Lubitz hat sich nun in einer aufsehenerregenden Pressekonferenz in Berlin zu Wort gemeldet.

„Unser Sohn war zum Zeitpunkt des Absturzes nicht depressiv“, ließ der Vater des Todes-Piloten verlauten. Die ganze Familie hätte ihn im Gegenteil als „verantwortungsvollen, lebensbejahenden Menschen“ erlebt. Seine Depression hätte Andreas Lubitz bereits 2009 überwunden.

Wir müssen damit leben, dass wir nicht nur unseren Sohn verloren haben, sondern dass er zwei Tage nach der Tat als depressiver Massenmörder dargestellt wurde. Wir müssen damit leben, dass unser Sohn immer, wenn es abscheuliche Attentate auf der Welt gibt, auch wieder erwähnt wird.

Laut Ermittlungsergebnis hatte Andreas Lubitz den Piloten, als der das Cockpit kurz verlassen hatte, nicht mehr hereingelassen. Der von Lubitz engagierte Luftfahrtexperte Tim van Beveren sagte dazu auf der Pressekonferenz:

Die Behauptung, er habe den Piloten ausgeschlossen, hält sich sehr hartnäckig. Hat er das wirklich? Kippschalter auf „Lock“, also nach unten zu stellen, ist nicht nötig. Denn entweder öffnet der Pilot, oder er lässt es, dann kommt keiner rein. Es gibt für diese Spekulation überhaupt keinen stichhaltigen Beweis, auch nicht nach einem Jahr akribischer Ermittlungen. War vielleicht das Keypad defekt? Es wird nur alle 12.000 Stunden bei der Wartung überprüft. Wenn so ein Keypad kaputt ist, hat das Konsequenzen, vor allem, wenn ein Flugzeug in der Luft ist. Ich habe einen Hinweis bekommen, dass es bei diesem Flugzeug ein Problem gab. Dass sich eine Crew schon mal eingesperrt hat im Cockpit und sich nicht mit Hilfe des Keypads befreien konnte. Ich habe es weitergegeben, es ist nicht untersucht worden.

Van Beverens Fazit: Es gibt keinen Beleg dafür gebe, dass Andreas Lubitz den Absturz absichtlich verursacht hat. „Bis heute gibt es keinen solchen Beweis.“

Günther Lubitz verteidigte den Zeitpunkt seiner Erklärung am zweiten Jahrestag der Katastrophe. „Wir haben den Tag nicht gewählt, um die Angehörigen zu verletzen.“ Es gehe um Aufmerksamkeit. Im Vorfeld hatten Angehörige den Zeitpunkt als „unverantwortlich“ und „geschmacklos“ kritisiert.

Germanwings-Absturz - Todespilot unschuldig?

1 Kommentar

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Auch ich habe Zweifel an der Darstellung, das Urteil war mir zu schnell.
  • 30.03.2017, 17:56 Uhr
  • 0
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