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Staatsgefährdender Anschlag verhindert - Verdächtiger anscheinend kein Einze ...

Staatsgefährdender Anschlag verhindert - Verdächtiger anscheinend kein Einzeltäter

News Team
28.04.2017, 08:13 Uhr
Beitrag von News Team

Berlin. Der Bundeswehr-Soldat, der am Mittwoch wegen Terrorverdacht, festgenommen wurde, besuchte im Januar den „Ball der Offiziere“ in Wien. Das berichtet die „Welt“. Kurz vor seinem Rückflug vom Flughafen Wien-Schwechat soll der Mann eine geladene Pistole Kaliber 7,65 mm in einem Putzschacht einer Toilette versteckt haben. Die Waffe, so gab der 28-jährige Oberleutnant später an, habe er „gefunden“.

Am 03. Februar war der Bundeswehr-Soldat erneut nach Wien gereist. Offenbar um die verstecke Pistole abzuholen. Österreichische Ermittler, die zuvor auf die Waffe aufmerksam geworden waren, hatten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Kamera versteckt, die den Deutschen filmte bevor er schließlich kurzzeitig festgenommen wurde.

Nach Informationen von Focus Online, besteht der Verdacht, der Soldat habe mit der am Flughafen hinterlegten Waffe eine schwere staatsgefährdende Straftat geplant. Dies bestätigte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen gegenüber der Nachrichten-Seite.

Wie die „Welt“ weiter berichtet, gehen die Ermittler davon aus, dass der Soldat eine „ausländerfeindliche“ Gesinnung hegt. Dies soll insbesondere aus Chat-Nachrichten hervorgehen, die im Zuge des Ermittlungsverfahrens festgestellt wurden. Demnach soll der Oberleutnant mehrfach gegenüber einem Chat-Partner gegen arabische Asylbewerber und Muslime gehetzt haben.

16 Wohnungen durchsucht

Offenbar handelt es sich bei dem Mann nicht um einen Einzeltäter. Wie Focus Online berichtet, soll auch ein 24-jähriger Student aus dem hesischen Friedberg in die möglichen Anschlagsplanungen einbezogen gewesen sein. Wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz vor sitzt auch er mittlerweile in U-Haft. Vor dem Haftrichter habe er angegeben, Gewehrpatronen, die in seiner Wohnung gefunden worden waren, von dem Soldaten bekommen zu haben. Auch er habe anscheinend einen fremdenfeindlichen Hintergrund und habe mit dem Soldaten, der wie er aus Offenbachkommt, in Mail-Kontakt gestanden.

An den Durchsuchungen von 16 Wohnungen und Diensträumen der Bundeswehr waren am Mittwoch 90 Beamte des Bundeskriminalamtes, der hessischen und bayerischen Polizeibehörden sowie österreichische und französische Sicherheitsbehörden in Deutschland, Österreich und Frankreich im Einsatz gewesen. Dabeiu wurden zahlreiche Mobiltelefone, Laptops und schriftliche Unterlagen sichergestellt.

Der Soldat hatte sich im Dezember 2015 als syrischer Kriegsflüchtling im hessischen Gießen registrieren lassen. Im Januar 2016 stellte er dann im bayerischen Zirndorf einen Asylantrag. Er erhielt anschließend subsidiären Schutz und bezog staatliche Leistungen. Zudem wurde er einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Erding zugewiesen.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat den Terrorverdächtigen in der vergangenen Woche befragt. Zuvor liefen wochenlang verdeckte Maßnahmen des Bundeskriminalamtes (BKA) gegen den Mann.

Aktuell bearbeitet der MAD nach Informationen der „Welt“ 280 Verdachtsfälle im Bereich Rechtsextremismus. Davon stammen 93 Fälle aus dem laufenden Jahr 2017.

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