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Als Gewalt ausbricht, reagiert der U-Bahn-Passagier perfekt - doch sein Notr ...

Als Gewalt ausbricht, reagiert der U-Bahn-Passagier perfekt - doch sein Notruf endet fatal

News Team
29.05.2017, 12:24 Uhr
Beitrag von News Team

Benedikt Lechner (28) aus dem Landkreis Landshut erhebt in der "Münchner Abendzeitung" schwere Vorwürfe gegen die Münchner Verkehrsgesellschaft. Er sei in eine handfeste Auseinandersetzung geraten und habe keine Hilfe erhalten, als er sich an den Fahrer der U-Bahn wendete und den Notfallknopf drückte.

Der Vorfall ereignete sich dem Bericht zufolge bereits am Mittwoch gegen 23.30 Uhr. Lechner war demnach in der U2 von Trudering Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Zwei Fahrgäste seien in Streit geraten und hätten aufeinander losgeprügelt - mit in der Bahn befanden sich zehn weitere Menschen. Keiner außer Lechner unternahm etwas.

Er wollte helfen, schlichten, redete die hoch-aggressiven Passagiere an, doch sie schlugen weiter. Da drückte er den Notfallknopf, um dem Führer der U-Bahn die Eskalation mitzuteilen. Die Antwort: Nichts als ein Tuten.

Daraufhin sei er am U-Bahnhof Josefsburg ausgestiegen und zur Kabine des Fahrzeugführers gerannt. "Der sagte nur kühl, er habe von dem Notruf nichts mitbekommen und gebe es weiter", sagte Lechner der "Abendzeitung".

Lechner sah nach eigenen Angaben noch, wie U-Bahnwachen den Zug einfach passieren ließen. Erst als er auf Facebook die MVG anschrieb, habe es eine Reaktion gegeben. Das Unternehmen teilte mit: "Der Notruf war defekt (so etwas passiert extrem selten, er wird alle 5-8 Wochen turnusmäßige geprüft). Er wurde schon kurzfristig gerichtet. Die Fahrer-Befragung steht derzeit noch aus."

Die MVG lobte das Verhalten von Benedikt Lechner. Immerhin.

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