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Notlandung am Kölner Flughafen: Verdächtige Männer auf freiem Fuß - Doch es  ...

Notlandung am Kölner Flughafen: Verdächtige Männer auf freiem Fuß - Doch es bleiben Fragen

News Team
11.06.2017, 17:13 Uhr
Beitrag von News Team

+++ Update, 11.6., 17:09 Uhr +++


Die drei am Samstag (10. Juni) infolge eines Verdachtsfalls am Flughafen Köln-Bonn festgenommenen britischen Staatsbürger (31, 38, 48) sind soeben seitens der Staatsanwaltschaft Köln in die Freiheit entlassen worden. Gegen die Männer hatte die Polizei Köln wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Die Vernehmungen der Tatverdächtigen sowie die vorläufige Auswertung von deren Handydaten haben zu keinen verdachtserhärtenden Momenten geführt.

Passagierin hörte ein Gespräch mit terroristischem Hintergrund

Eine Passagierin hatte das Bordpersonal auf vermeintlich mitgehörte terroristische Gesprächsinhalte der Männer hingewiesen. Einer der Verdächtigen hielt dabei ein Buch mit der Aufschrift "Kill" und einem aufgedruckten Präzisionsgewehr in der Hand.

Ein nach der daraufhin eingeleiteten Notlandung in Köln-Bonn hinzugezogener Entschärfer der Bundespolizei sondierte einen Rucksack des 48-Jährigen, in dem Verkabelungen erkennbar waren, und sprengte das verdächtige Gepäckstück kontrolliert.

Kein Sprengsatz an Bord

Umfangreiche Durchsuchungen der Verkehrsmaschine haben keinerlei Erkenntnisse zu Sprengmitteln erbracht. Beim Inhalt des Rucksacks handelte es sich um diverse Ladekabel mit Steckdosen-Adaptern. Die "terroristischen Gesprächsinhalte" lassen sich nicht verifizieren.

Die vorläufig Festgenommenen waren im Auftrag einer britischen Firma in Slowenien beruflich unterwegs gewesen. Derzeit geht die Polizei Köln davon aus, dass eine reale Gefahrenlage nicht bestanden hat.

+++ Ursprüngliche Meldung +++


Am Samstagabend um 18:15 Uhr musste am Flughafen Köln/Bonn eine Easyjet-Maschine auf dem Weg London notlanden.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei der "Bild" bestätigte, habe es an Bord ein Gespräch zwischen Passagieren mit "terroristischem Hintergrund" gegeben. Dabei sollen die Worte "Bombe" oder "Sprengstoff" gefallen sein. Außerdem wurde ein verdächtiger Rucksack an Bord gefunden.

Der Easyjet-Flug 2346 mit 151 Passagieren an Bord war von Ljubljana (Slowenien) in die britische Hauptstadt unterwegs, als ein Fluggast eine Unterhaltung von zwei weiteren Passagieren mithörte. Diese Gespräch soll einen terroristischen Hintergrund gehabt haben. Der Zeuge informierte umgehend die Crew an Bord. Der Kapitän der Maschine entschied sich daraufhin zur Notlandung am Konrad-Adenauer Flughafen.

Verdächtiger Rucksack - Verdächtige festgenommen

Die Fluggäste wurden mit Notrutschen von Bord gebracht und in der Transitzone einzeln befragt. Der verdächtige Rucksack wurde außerhalb der Maschine kontrolliert gesprengt. Bislang teilte die Polizei noch nicht mit, was sich im Rucksack befand. Der Knall war laut Augenzeugen noch kilometerweit zu hören.

Gegen 21:15 Uhr bestätigte die Polizei dann gegenüber Bild die Festnahme von drei britische Staatsbürger (31, 38, 48). Ihnen gehörte offenbar der Rucksack. Gegen alle drei wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Polizei gibt Entwarnung

Am Sonntagmorgen sagte die Polizei gegenüber "Bild", dass bislang keinerlei Hinweise auf Sprengstoff gefunden wurden.

Wir haben in der Nacht mit einer Gruppe von Diensthunden den Flieger durchsucht. Weder dort noch im Gepäck der Verdächtigen hat es Hinweise auf Sprengmittel gegeben.

Die festgenommenen Männer haben laut der Zeitung keine erkennbare Verbindung zum Islamismus. Sie sind nicht polizeibekannt.

Der Flugverkehr in Köln wurde durch den Vorfall knapp drei Stunden eingestellt. Erst ab 21:50 Uhr waren wieder Starts möglich. Insgesamt mussten 17 ankommenden Maschinen umgeleitet werden, 20 Flüge waren verspätet, zwei wurde gar gestrichen.
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