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Nach Party-Eklat: Polizeipräsident schließt Fall mit wertschätzendem Brief an die Kollegen ab

News Team
28.06.2017, 10:55 Uhr
Beitrag von News Team

Skandalös sollen sich rund 250 Polizisten aus Berlin in Hamburg benommen haben, die dort für den G20-Gipfel hingeschickt worden waren. Sie wurden nach Hause geholt.

Nun wurde der Fall intern aufgearbeitet. Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt betrachtet den Fall als abgeschlossen und wendet sich in einem Schreiben an seine Kollegen.

Nach Kandts Dafürhalten war die Berichterstattung zur Polizisten-Party überzogen. Bei genauem Hinsehen bleibe von den Vorwürfen kritikwürdiges Verhalten Einzelner wie Lärm, Urinieren auf dem Unterkunftsgelände übrig.

Mit wertschätzenden und auch mahnenden Worte richtet er sich an die Polizisten, damit sie den guten Ruf der Berliner Polizei nicht durch unbedachte Aktionen gefährden. Zuletzt bedankt er sich für die große Unterstützung, die er während der Kritikwelle aus der Bevölkerung erhalten habe.

Das Schreiben im Wortlaut.






Zuvor hatte sich schon die Berliner Polizei in einem ausführlichen Statement auf Facebook zu Wort gemeldet.



Ja, wir haben gefeiert! Gestern wurden drei unserer in Hamburg zum G20-Einsatz unterstützenden Hunderschaften vorzeitig wegen einer aus dem Ruder gelaufenen Feier nach Hause geschickt. Wie unangemessen die Feier war, lassen wir uns von unseren Kolleginnen und Kollegen derzeit detailliert schildern und entscheiden dann über mögliche Konsequenzen.


Außerhalb des Einsatzes haben sie dann am Abend spontan zwischen den Containern gefeiert. Sicher auch weil zwei ihrer Kollegen Geburtstag hatten. Die Feier hat auf dem abgeschlossenen Gelände stattgefunden. Dabei wurde getrunken, getanzt, gepinkelt und ja scheinbar auch "gebumst", wie es unser Pressesprecher so schön formuliert hat.





In unserer Einsatzkleidung stecken Menschen. Bei unserer Bereitschaftspolizei arbeiten hauptsächlich junge Menschen, die im Einsatz große Verantwortung tragen. Diese jungen Kolleginnen und Kollegen arbeiten sehr professionell. Seit Jahren werden sie von anderen Bundesländern für die verschiedensten Einsätze angefordert.


Auch hier in Berlin halten sie, egal ob Tag ob Nacht ihren Kopf hin und sorgen 24h rund um die Uhr für Sicherheit. Und das ist bei dem hohen Einsatzaufkommen nicht immer einfach.
Wir laden Sie/Euch herzlich ein, sich ein persönliches Bild von dieser professionellen Arbeit zu machen und sich davon zu überzeugen, dass wir nicht die Partypolizei, sondern die professionelle Hauptstadtpolizei sind. Wir und viele andere Menschen sind davon absolut überzeugt.
Übrigens, die gleichen Kolleginnen und Kollegen wurden noch auf der Autobahn zum gestrigen Stromausfall in #Köpenick alarmiert und haben dort den Verkehr geregelt, Wohnungen und Geschäfte geschützt und waren für Ihre Sicherheit im Einsatz. Dafür von uns 👍 für diesen #Goodjob
.





Die Party in Hamburg soll eskaliert sein: Wie die B.Z. berichtet, sollen Wachschützer beobachtet haben, wie ein Polizisten-Pärchen in aller Öffentlichkeit Sex an einem Zaun hatte. Vorwürfe, von denen nach der Aufarbeitung, nicht mehr die Rede ist.

Zudem sollen die Beamten nach der lautstarken Party gemeinsam in einer Reihe an einem Zaun uriniert haben. Außerdem soll eine Kollegin nur in einem Bademantel mit einer Waffe in der Hand auf einem Tisch getanzt haben.




Der Sprecher der Berliner Polizei, Thomas Neuendorf, sagte der Deutschen Presse-Agentur in der ersten Aufregung: "Es ist einfach nur peinlich, wie sich die Kollegen dort verhalten haben."

Andere Kollegen aus Berlin sollen nun übernehmen und die Sicherheit des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli gewährleisten.

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