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Der 500er

04.05.2016, 21:38 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wer glaubt dem Geschwätz des Herrn Draghi noch? Der tiefere Sinn ist doch nicht die Eindämmung der Kriminalität sondern die einfache Tatsache, dass Bargeld in größeren Volumina nicht gut zuhause gelagert werden können (mit solchen Geldstapeln unter dem Kopfkissen kann man nicht mehr flach schlafen) und die Bürger gezwungen werden sollen, ihr Bargeld eben auf die Bank zu bringen, wo der Staat dann leichteren Zugriff darauf hat. Negativzinsen lassen grüßen!

Also zurück zur Kriminalität, die sich angeblich mit 500ern leichter tut. Komisch: In Schweden, wo fast gar kein Bargeld mehr im Umlauf ist, ist die Kriminalitätsrate im Finanzbereich gestiegen! Wo nur noch virtuelles Geld herumgeistert, lassen sich die Wege gar nicht mehr so leicht verfolgen. Die gefälschten Kredit- und EC-Karten nehmen zu ebenso der unberechtigte Kontenzugriff. Das was bisher nur am Rande erwähnt wird, sind Betrugsmanöver im kleinen Stil, die häufig wegen Geringfügigkeit nicht einmal verfolgt werden. Wer kontrolliert sein Konto schon auf die unberechtigte Abbuchung von Kleinstbeträgen.

Und nicht zu vergessen, die immensen Kosten, die entstehen, wenn das Volumen der 500er durch kleinere Geldscheine ersetzt werden soll; von den Kosten für die dann notwendige größere Logistik bei der Verteilung mal abgesehen. Naja, das Stimmvieh macht ja sowieso keinen Aufstand, wenn man ihm wieder einmal in die Taschen greift.

Nur noch eine Bemerkung von Professor Otte: „Mit der Abschaffung des 500ers", stellt er fest, „wird die Summe des umlaufenden Bargeldes auf einen Schlag um rund 30% reduziert." Und wer glaubt, dass das damit die Sache erledigt wäre?

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12 Kommentare

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Ich habe noch nie einen 500er € in der Hand gehabt. Warum soll ich mich deshalb über Draghi aufregen?
  • 10.05.2016, 11:13 Uhr
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Natürlich mußt Du Dich nicht über Herrn Draghi aufregen; ebensowenig über die anderen Lügenbolde in den Regierungen, die sich an unserem Geldbeutel gütlich tun. Du glaubst doch nicht etwa an den Weihnachtsmann der das dann alles im Himmel bezahlt, was hier verschleudert wird.
  • 10.05.2016, 15:13 Uhr
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Als Rentner zahle ich keine Steuern. Insofern tut sich keiner an meinem Geldbeutel gütlich.
Der Regierung bin ich dankbar, das sie 80 Milliarden € pro Jahr an die Rentenkasse "verschleudert", denn sonst würde der Rentenbeitrag der Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch höher werden.
Schlimm ist allerdings, dass die Politiker im Bundestag schon nach 10 Jahren Anspruch auf eine Rente von 2270,50 € haben, ohne dafür etwas eingezahlt zu haben. Maximal können es 6130,- € werden, wenn wenn sie lange genug im Reichstag gesessen haben. Das sind übrigens unsere Steuern, die sie verbraten/verschleudern.
  • 10.05.2016, 15:45 Uhr
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Du wärest der erste Rentner der keine Steuern zahlt! Der Staat greift natürlich mit den indirekten Steuern und Abgaben auch in Deinen Geldbeutel und das nicht zu knapp! Oder bezahlst Du etwa keine Haushaltsabgabe neben vielem anderen, gegen das es keine Gegenwehr gibt?!
Der Staat "verschleudert" keine Gelder in die Rentenkasse sondern gleicht nur das aus, was an Fremdausgaben aus der Rentenkasse bezahlt wird, für die niemals von den Entnehmern einbezahlt wurde. Dafür brauchst Du wirklich nicht dankbar zu sein...
  • 10.05.2016, 17:57 Uhr
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Da ich meine Rentenbeiträge alle versteuert habe, besteht nur eine Steuerquote von 50%. Durch Freibeträge etc. komme ich steuerfrei davon. Das ist der Vorteil, wenn man im Jahr 2000 Rentner wurde.
Dankbar bin ich schon. Denn die unersättlichen Politiker hätten unsere Renten ja noch weiter kürzen können. Da sind sich die Brüder doch schnell einig.
  • 10.05.2016, 21:24 Uhr
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Die Rentenkürzungen sind schon auf dem Weg; zumindest für die jüngeren! Ab 2040 werden Renten voll besteuert! (ohne Rentner-Freibetrag)

Übrigens, Du hast da etwas mißverstanden: Nicht die Rentenbeiträge sind versteuert worden sondern die Vorsorgeaufwendungen sind teilweise nicht unversteuert geblieben. Das ist auch der Grund, weshalb Du noch einen Freibetrag von 50% hast, der aber mit jeder Rentenerhöhung kleiner wird, denn Rentenerhöhungen werden zu 100% besteuert. D.h. im Klartext: Auch Du kannst noch in den zweifelhaften Genuß kommen, Deine Rente versteuern zu müssen. Du mußt nur lange genug leben und die Lohnentwicklung so wie bisher anhalten. Schäuble kriegt Dich umso früher...
  • 10.05.2016, 21:39 Uhr
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Ich zahle gerne Steuern, wenn ich 120 Jahre alt werde und so gesund wie jetzt bin. Allerdings werden sie nicht sehr hoch sein bei den mageren Rentenerhöhungen.
Wenn die Beiträge zur Rentenversicherung Vorsorgeaufwendungen heißen, dann soll mir das recht sein. Ich kenne mich im Jargon der Finanzämter nicht aus. Wozu auch.
  • 11.05.2016, 06:42 Uhr
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Ich verspreche Dir, dass Du mit der Rente nicht 120 Jahre alt werden kannst; da verhungerst Du vorher. Die Inflationsrate ist nur zur Zeit so niedrig. Die EZB und unser Staat tun alles, damit das nicht so bleibt!
  • 11.05.2016, 21:31 Uhr
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Oh, ich habe 49 Jahre gearbeitet und bekomme eine gute Rente. Deshalb werde ich nur verhungern, wenn ich in einen Hungerstreik trete.
Natürlich will die EZB von der viel zu geringen Inflationsrate weg. Wie Du sicher weist, wird ein Wert von 2 Prozent als optimal angesehen. Es ist gar nicht so einfach, den zu erreichen.
  • 12.05.2016, 08:39 Uhr
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Na denn, ich wünsche Dir viel Erfolg und ein langes Leben. Wie Du bestimmt auch bemerkt hast, verdoppeln sich die Preise (schon wegen des Zinseszinseffektes) in etwa 10 Jahren; das kannst Du von Deiner Rente nicht erwarten...
  • 12.05.2016, 11:28 Uhr
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Hans-Joachim, warum bist Du so pessimistisch? Dazu ist das Rentnerleben doch viel zu schön.
Im übrigen hatten wir 2015 mit 0,3 % die niedrigste Inflationsrate der letzten 10 Jahre. Vor 10 Jahren, also 2005, waren es 1,6 % und der höchste Wert war mit 2,6 % 2008.
Das sind doch lächerlich geringe Raten, wobei ich jetzt zu faul bin, meine Rentenerhöhungen dagegen zu rechnen. Aber rein gefühlsmäßig lebe ich genau so gut, wie vor 10 Jahren.
Also, denke positiv, dann wird Dein Leben sehr erfreulich sein!
  • 12.05.2016, 11:59 Uhr
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Ich bin gar nicht pessimistisch, nur realistisch. Als 2001 der Euro kam hatten wir anschließend mit 50 € nur noch die Hälfte im Einkaufswagen. Und ich kenne die offiziellen Zahlen der Inflationsrate und ich weiß ebenso, dass diese Zahlen für mein Einkaufsverhalten und das der meisten Bundesbürger nicht relevant sind. Früher war man mit ca. 1800,-- DM nicht unter der Armutsgrenze wie heute mit ca. € 979,00.
  • 12.05.2016, 13:59 Uhr
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