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Andrea Nahles kennt keine Grenzen - Das sollten Sie über die neue Rente wiss ...

Andrea Nahles kennt keine Grenzen - Das sollten Sie über die neue Rente wissen

Helmut Achatz
11.05.2016, 20:54 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Wer früher in Rente gehen will, soll das dürfen ebenso wie er länger arbeiten soll, wenn er will. Das nennt sich dann Flexi-Rente. Die große Koalition will die Flexi-Rente möglichst schnell umsetzen.

Es wird gerade ein Gesetzesentwurf erarbeitet – und der soll noch vor der Sommerpause vorliegen. Dieses Projekt liegt ja schon lang in der Schublade der Sozialministerien Andrea Nahles. Bereits im Dezember des vergangenen Jahre klärte die Deutsche Rentenversicherung über die Flexi-Rente auf. Ziel sei es zum einen das flexiblere Weiterarbeiten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze, zum anderen das attraktive Weiterarbeiten nach Erreichen der Grenze.

Für die Rentenversicherung bedeutet das: Es wird künftig noch komplizierter. Noch eines wird die Flexi-Rente bringen: Damit künftig mehr Beschäftigte und diese auch länger arbeiten, muss mehr in die Rehabilitation und Prävention gesteckt werden. Bislang hat die Rentenversicherung Reha-Beantragende eher ausgebremst, was sich auch in den Antragszahlen des vergangenen Jahres ablesen lässt: -2,4 Prozent von Januar bis Ende November 2015. So wird das allerdings nichts mit der Flexi-Rente. Da muss die Rentenversicherung komplett umdenken. Jetzt will Nahles zwischen Versicherten die Möglichkeit einräumen, sich zwischen dem 45. und 46. Lebensjahr gesundheitlich durchchecken zu lassen. Ob das dann in einer medizinischen und beruflichen Rehabilitierung mündet, ist eine ganz andere Frage.

Wie soll die Flexi-Rente funktionieren?


Wie soll die Flexi-Rente funktionieren? Wenn sie kommt, was voraussichtlich am 1. Juli 2016 ist, sollen Rentenversicherte ab dem 63. Lebensjahr auch eine Teilrente beantragen können – und zwar stufenlos. Bislang war es so, dass nur zwischen einer Zweidrittel-, einer halben oder einer Eindrittel-Teilrente gewählt werden konnte.

Künftig soll nicht mehr alles auf die Rente angerechnet werden, wenn ein Teilrentner mehr als 450 Euro verdient, sondern nur noch zu 40 Prozent – bis zu einer individuellen Obergrenze. Bis zu zweimal jährlich darf bislang mehr als diese 450 Euro (insgesamt 6300 Euro pro Jahr) verdient werden, wobei das nur für abhängig Beschäftigte gilt. Wer Selbstständig ist und nicht monatlich abrechnet, darf nur zwölfmal 450 Euro verdienen. Wer mehr als diese Obergrenze verdient, muss damit rechnet, dass der Mehrverdienst voll auf die Rente angerechnet wird. Wo liegt die Obergrenze?

Wer heute früher in Rente geht, muss mit Abschlägen rechnen. Die kann er ausgleichen, um die Abschläge auszugleichen. Die Zahlung von zusätzlichen Beiträgen zum Ausgleich von Abschlägen soll künftig schon ab 50 möglich sein – bislang lag die Grenze bei 55 Jahren.

Und noch ein Detail dürfte für Versicherte interessant sein: Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, parallel zur Rente, soll vom Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung profitieren – der soll die Rente erhöhen. Das gilt indes nur, wenn auch der Teilrentner seinen Arbeitnehmeranteil zahlt.

Eines ist heute schon sicher: einfacher wird’s nicht. Die Regelwut von Andrea Nahles kennt keine Grenzen.

Mehr unter vorunruhestand.de

1 Kommentar

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das Ganze ist in meinem Fall ein ganz großer Schwindel,weil wenn ich eine 1/3 Teilrente in Anspruch nehme und denke ich kann dann nach 1 Jahr ,wenn ich 45 Beitragsjahre voll habe, in Vollrente ohne Abzüge für die restlichen 2/3 Rente gehen -Der irrt .
Es werde die vollen Prozente von Begin der Teilrente an abgezogen.
In meinem Fall sinds 4,7 % .
  • 23.02.2017, 20:54 Uhr
  • 0
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