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Null Zinsen: Das sollten Sie jetzt über die Versicherungskrise wissen

Null Zinsen: Das sollten Sie jetzt über die Versicherungskrise wissen

News Team
20.05.2016, 09:19 Uhr
Beitrag von News Team

Deutschlands größter Versicherungskonzern, die Allianz, versucht in der aktuellen deutschen Versicherungskrise zu beruhigen. Nachdem die Versicherungsaufsicht BaFin Pleiten unter den Lebensversicherern nicht mehr ausgeschlossen hatte, versicherte der Allianz-Chefinvestor Maximilian Zimmerer im Interview mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS, dass eine strauchelnde Versicherung heute über den Rettungsfonds Protektor aufgefangen würde. „Jedenfalls wenn nicht gerade die drei größten der Branche pleitegehen. Dann reicht Protektor nicht mehr aus. Aber da ist gar nichts zu befürchten“, so Zimmerer im FOCUS-Gespräch.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sorgt sich um die deutschen Assekuranz-Konzerne. Die internationale Organisation forderte von den deutschen Gesellschaften, ihr Geschäftsmodel zu überdenken sowie „Notfallpläne“ zu erarbeiten. Hintergrund ist die aktuelle Nullzins-Phase, die es den Konzernen schwer macht, die hohen Garantiezinsen der Vergangenheit zu erwirtschaften. Zimmerer sagte dazu: „Ich kann nicht für die Branche reden, aber bei der Allianz Leben sind diese Befürchtungen abwegig. Bei den Neuanlagen reicht uns ein Zins von unter einem Prozent, um die Garantien auch für alle Zukunft darstellen zu können.“ Für die nächsten 30 Jahre seien alle Garantien gedeckt. „Zudem hatten wir schon im letzten Jahr praktisch Nullzinsen – und haben dennoch eine Wiederanlagerendite von 2,5 Prozent erreicht“, so Zimmerer gegenüber FOCUS.

Warum sich dennoch viele Gesellschaften derzeit schwer tun, erklärte der 57-Jährige mit vielen neuen Versicherungsprodukten, die wegen der Niedrigzinsen mit deutlich niedrigeren Garantien auf den Markt kämen. Diese Vielfalt könnten sich zahlreiche Anbieter „gar nicht leisten“.

Um dem Nullzins zu entgehen, setzt der Chefinvestor auf so genannte alternative Investments, also Immobilien, Hypotheken, Private Equity und Windenergie inklusive Infrastruktur. Dort hat die Allianz 94 Milliarden Euro investiert – 14 Prozent der gesamten Kapitalanlagen in Höhe von 640 Miliarden Euro. „Ich könnte mir 20 Prozent Anteil vorstellen“, so Zimmerer im FOCUS. „Das setzt voraus, dass die Immobilienrendite nicht nahe null schrumpft, denn wir kaufen nicht zu jedem Preis. Immobilien sind wesentlich teurer geworden und werden im Preis fallen, sobald die Zinsen steigen, weil sie klassischerweise fremdfinanziert sind“.

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1 Kommentar

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Wer redet uns ein das gezahlte Zinsen mit Risko behaftet sind, es gibt BaFin geprüfte Unternehmen die richtig gute Zinsen zahlen.
  • 23.05.2016, 13:54 Uhr
  • 0
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