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„So wie jetzt kann es nicht weiter gehen“ - Die Euro-Zone verabschiedet sich ...

„So wie jetzt kann es nicht weiter gehen“ - Die Euro-Zone verabschiedet sich von den Briten

News Team
15.06.2016, 11:29 Uhr
Beitrag von News Team

Kurz vor der Volksabstimmung in Großbritannien über den Austritt aus der EU stellen sich führende Europapolitiker auf einen möglichen Brexit ein. „Manchmal ist eine Scheidung besser als ein Nebeneinanderleben mit zu vielen Kompromissen“, sagt Viviane Reding, langjährige Vizepräsidentin der EU-Kommission im Gespräch mit der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. „So wie jetzt kann es nicht weiter gehen.“

Der frühere belgische Premierminister Guy Verhofstadt erklärt: „Warum sollten wir Angst haben vor dem Brexit? Wenn es passiert, können wir das zum Anlass nehmen, Europa neu zu gestalten.“

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament Elmar Brok fordert, die Briten dürften nach einem Ja zum Ausstieg „keine Sonderbehandlung kriegen. Es muss klar gezeigt werden, dass der Austritt aus der EU nicht zum lohnenden Präzedenzfall für andere Staaten wird.“ Der konservative britische EU-Abgeordnete und Brexit-Befürworter Amjad Bashir hingegen prophezeit, Brüssel werde „pragmatisch reagieren und versuchen, einen neuen Deal zu schließen“.

Mit der heutigen EU gehen die Befragten hart ins Gericht. „Ich will solch eine Europäische Union nicht weiter erleben“, sagt Verhofstadt, der heute Fraktionschef der Liberalen im EU-Parlament ist. „Sie ist ein schlechter Witz.“ Der Satiriker und Europaabgeordnete Martin Sonneborn sagt: „Die heutige EU ist ein kaltherziges und wirtschaftliches Objekt, und das lässt sich den Menschen nicht mehr vermitteln.“

Der schwindende Zusammenhalt im vereinten Europa liege nach Einschätzung des früheren Bundesfinanzministers Hans Eichel an den Regierungen der Mitgliedsländer: „Jeder Nationalstaat sieht zunächst, was er für sich und sein Land in Brüssel herausholen kann. Lange gab es aber auch die Vorstellung, dass wir in den großen Fragen zusammen mehr erreichen als allein. Dieses Überwölbende finden Sie oft nicht mehr.“

Die Zukunft der EU sehen einige führende Köpfe in einem kleineren, enger integrierten Staatenverbund. „Wir brauchen ein Kerneuropa, das müssen wir schnell durchsetzen“, sagt Reding. Nur gemeinsam könnten Europas Nationen Probleme wie Terrorismus oder die Flüchtlingskrisen in den Griff bekommen, so der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger: „Europa muss erwachsen werden.“

22 Kommentare

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Brüssel beschneidet die Rechte der Mitgliedsländer, Klageandrohungen, Selbstbestimmung, demokratisches handeln verbieten? Brüssel diktiert, wir müssen gehorchen? England kann durch Brexit der Bevormundung entkommen! England sag ja zu Brexit!
  • 16.06.2016, 12:17 Uhr
  • 0
Eine Staatengemeinschaft/Wirtschaftsgemeinschaft kann nur funktionieren, wenn die Mitgliedsländer auf einen Teil ihrer Souveränität verzichten.

Großbritannien wird bei einem Ausscheiden aus der EU eine Reihe gravierender Nachteile verkraften müssen, zum Beispiel

- Schottland will in der EU bleiben und wird sich möglicherweise von Großbritannien trennen.

- Gibraltar liegt plötzlich an der Außengrenze der EU.

- Die Handelsbeziehungen zu den EU-Ländern werden leiden, Zölle werden wieder erhoben, eine Visumpflicht für EU-Bürger wird wieder eingeführt.

- Die in London ansässigen Banken werden ihre EU-Zulassung verlieren und ihre Hauptgeschäftsstellen nach Frankfurt, Paris, Brüssel oder in eine sonstige Großstadt innerhalb der EU verlegen müssen, womit der Finanzplatz London enorm an Bedeutung (und der englische Staat an Einnahmen) verliert.

- Weltweit wird die politische und wirtschaftliche Bedeutung Großbritanniens sinken.
  • 19.06.2016, 16:36 Uhr
  • 1
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Die EU in ihrer jetzigen Erscheinungsform wurde DE aufgezwungen und hat mit der Schaffung eines wirtschaftlich starken Europa überhaupt nichts zu tun. DE und auch alle anderen Länder hätten noch Jahrzehnte innerhalb der damals gut funktionierenden EWG weiter machen können. Genau DAS sollte aber verhindert werden, auch und im besondern mit der Erpressung zur überschnellen Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung. Daß das nicht funktionieren konnte mit so vielen un-wirtschaftlichen Ländern, das hat auch Herr Kohl gewusst . . . man ließ ihm keine Wahl bzw. auch er liess sich erpressen. Wurde er bedroht ?
  • 15.06.2016, 17:26 Uhr
  • 2
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Die EU müßte zuallererst durch und durch demokratisch werden.

Wenn die Politiker das nicht zuallererst hinkriegen (wollen), hat sie ihr Existenzrecht - meiner Meinung - ohnehin verwirkt.
  • 15.06.2016, 14:48 Uhr
  • 2
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Warum werden wir nicht mal befragt, ob wir die EU verlassen moechten?
Anscheinend ist die Demokratie in England etwas stabiler, als im amerikanisierten GERMANY.......
Sicher hat man Angst, dass es knapp werden koennte.
  • 15.06.2016, 12:57 Uhr
  • 4
..........Ursula..... Deutschland hat bis zum heutigen Tag KEINE VERFASSUNG !!!
  • 15.06.2016, 13:41 Uhr
  • 2
.....ok. wir haben ein Grundgesetz, für Westdeutschland, ohne
"FUSSVOLKBEFRAGUNG" !
  • 15.06.2016, 14:00 Uhr
  • 3
..............AI SI ...
  • 16.06.2016, 14:04 Uhr
  • 0
............ nur mal so........
  • 16.06.2016, 19:44 Uhr
  • 0
.............und ist UNVERBINDLICH....
  • 16.06.2016, 19:49 Uhr
  • 0
................
  • 16.06.2016, 21:50 Uhr
  • 0
Die EU ist nun einmal ein Fakt. Auch wenn die jetzige Konstruktion aufgelöst wird, um ein neues Kerneuropa zu schaffen, wird es nur marginale Unterschiede geben.
Die Grundidee, dass entwickelte Staaten an unterentwickelte Regionen Finanzhilfen geben, wird sicher bleiben.
Im übrigen hat kein Gründungsmitglied des EU-Binnenmarktes mehr vom Zusammenwachsen Europas profitiert als Dänemark und Deutschland. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist zwischen 1992 und 2012 in jedem Jahr um durchschnittlich 37 Milliarden Euro gestiegen.
Deshalb ist ein Rückzug in einen Nationalstaat mit geschlossenen Grenzen ein Hirngespinst ängstlicher Menschen, die nicht erkennen wollen, dass nur die Zusammenarbeit mit anderen Staaten Zukunft hat.
  • 18.06.2016, 15:29 Uhr
  • 2
..........Quatsch.... siehe Schweiz, Norwegen . Und wie ist es vor diesen zusammen gerührten Brei gewesen, ist es uns D. etwa schlechter gegangen? Kann nur funktionieren wenn alle Länder auf gleichem wirtschaftlichen Niveau sind. Da braucht es keinen HOHEN BILDUNGSGRAD das zu verstehen!
  • 18.06.2016, 20:07 Uhr
  • 1
Genau ! Man sollte mal dagegenrechnen, wieviel Milliarden wir jetzt aufwenden muessen, um die bankrotten EU-Laender zu stuetzen und die Migrantenflut zu finanzieren. Wenn, wie erwartet, auch dieses Jahr wieder ne Million kommt, koennen wir unser Wirtschaftswachstum, mal abgesehen von der Fluechtlingsindustrie, vergessen. Auf jeden Fall waeren wir solo und mit ueberwachten Grenzen besser dran.
  • 18.06.2016, 20:27 Uhr
  • 0
Johanna+F: Kein Wunder, dass die AFD euch beeinflussen kann.
80 % des norwegischen Exports gehen an EU-Länder.
Norwegen zahlt jährlich ca. 388 Mio. Euro Beihilfe an unterschiedliche EU-Länder.
EU-Recht gilt größtenteils auch für die norwegische Gesetzgebung. Das Problem ist, die Norweger haben nichts zu sagen in der EU.
Die Schweiz ist mit 3% der Exporte und 2% der Importe ein unbedeutender Handelspartner für die EU-Staaten. Die Schweiz ist eine Exportnation. Die Exporte machen über 56% des BIP aus und 76% aller Importe kommen aus der EU.
Auch die Schweizer haben nichts zu sagen in der EU.
  • 18.06.2016, 21:12 Uhr
  • 2
Hallo Ihr ewig marodierenden Schwätzer; schaut Euch doch einmal auf der Welt um! Es gibt ca. 300 Staaten und uns geht es doch wunderbar. Wir haben alles, wir können alles kriegen, wir haben eine Gesundheitspolitik, wir zahlen Steuern und keiner hungert. Also bleibt cool, oder wollt ihr täglich 5 Schweinshaxen fressen?
  • 18.06.2016, 21:47 Uhr
  • 1
......Riese Saftig....hast einfach 0 Ahnung..
  • 18.06.2016, 21:54 Uhr
  • 0
Riese, ich glaube, die haben schon alle Falten im Gesicht vor lauter Sorgen. Wenn diese Leute positiver denken würden und ihre Mitmenschen akzeptieren würden, dann gäbe es hier nicht diese blödsinnigen Stellungnahmen.
Gut, das nur ein Fünftel der Bevölkerung der AFD hinterher läuft, wobei darunter natürlich gefährliche Rechtsradikale sind.
Ich bin gespannt, wie die sich in unseren Parlamenten in der Diskussion behaupten können.
  • 18.06.2016, 21:57 Uhr
  • 1
@Digger - Danke du hast vollkommen Recht. Die ewig Gestrigen können nur meckern, anstatt die Schweinshaxe in ihrem Ranzen zu geniessen!
  • 18.06.2016, 22:00 Uhr
  • 0
@Johanna - Stimmt es , das du keine Bildung hast, nur die BILD?
  • 18.06.2016, 22:10 Uhr
  • 0
............das haste richtig erkannt!
  • 18.06.2016, 22:13 Uhr
  • 0
Da wurde ja ne richtige Lawine von Verunglimpfungen losgetreten, nur, weil nicht alle User der gleichen Meinung wie unsere Meinungsbildner in Politik und den linientreuen Medien sind......Auf dieses Niveau sollte man sich nicht herablassen. Das boese Erwachen unserer Gutmenschen werden wir noch erleben.......
  • 19.06.2016, 02:45 Uhr
  • 0
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