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Strafzinsen auf Geldguthaben: So würden deutsche Sparer reagieren

Strafzinsen auf Geldguthaben: So würden deutsche Sparer reagieren

Savedo GmbH
30.09.2016, 11:30 Uhr
Beitrag von Savedo GmbH

Vom Niedrig- zum Negativzinssatz: Jetzt kassiert die erste Bank auch bei Privatkunden für hohe Guthaben ab. Wie würden deutsche Sparer reagieren, wenn aus der Ausnahme ein Regelfall wird? Das Meinungsforschungsinstitut GfK hat im Auftrag von Savedo nachgefragt. Dies sind die Ergebnisse.

Die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee hat den Anfang gemacht – seit September berechnet sie vermögenden Privatkunden mit mehr als 100.000 Euro Guthaben auf Giro- und Sparkonten Strafzinsen in Höhe von -0,4 Prozent p.a. Mit diesem „Verwahr-Entgelt“ reicht die Bank jene Kosten weiter, die ihr selbst von der Europäischen Zentralbank (EZB) in Rechnung gestellt werden, wenn sie dort Geld „zwischenparkt“.

Ziehen andere Banken bald nach?

Diese Frage stellen sich viele private Sparer. Savedo hat nachgeforscht: Das Meinungsforschungsinstitut GfK hat in unserem Auftrag 1064 Bundesbürger gefragt, wie sich ihr Sparverhalten ändern würde, wenn sie plötzlich Strafzinsen zahlen müssten. Das Ergebnis: Sollte das Beispiel der Raiffeisenbank Schule machen, werden Sparstrümpfe und Co. demnächst ein Comeback feiern.

Die Ergebnisse im Detail:

  • Jeder zweite deutsche Sparer (54,7 Prozent) würde bei Strafzinsen für hohe Guthaben mehr Bargeld zu Hause behalten und verstecken – beispielsweise unterm Kopfkissen
  • Etwa jeder Dritte (34,2 Prozent) würde mehr Geld ausgeben und/oder weniger sparen und somit das Problem der Strafzinsen umgehen
  • 15,2 Prozent der Befragten würden von ihrem Geld lieber Immobilien kaufen als Strafzinsen zu zahlen
  • Mit 12,1 Prozent steht die Option der Geldanlage in Aktien, Fonds oder Beteiligungen auf Platz vier
  • 11,6 Prozent der Befragten würden in Gold und/oder Silber investieren
  • Andere Investitionen (zum Beispiel Festgelder im EU-Ausland) wurden an sechster Stelle genannt (10,9 Prozent)

Wertanlage: Immer mehr Sparer interessieren sich für Edelmetalle

Für das erhöhte Interesse an Gold und Silber findet Savedo-Geschäftsführer Christian Tiessen folgende Erklärung: „Der Einstieg ist schon mit kleinen Beträgen möglich, der Anleger genießt volle Flexibilität bezüglich Verkaufszeitpunkt und Gold gilt allgemeinhin als stabil und langfristig werterhaltend – gerade in makroökonomisch unsicherem Umfeld.“

Sonstige Alternativen sind weniger wichtig

Andere Wertanlagen wie Edelsteine (Diamanten und Ähnliches), Kunst- oder Sammlerobjekte wie zum Beispiel Uhren spielen für deutsche Anleger offenbar so gut wie keine Rolle. Übrigens gaben 6,9 Prozent der Befragten an, dass sie ihr Sparverhalten gar nicht ändern würden, weil ihnen Strafzinsen egal wären. Der Anteil junger Menschen (14 bis 19 Jahre) war in diesem Fall besonders hoch – es überrascht nicht, dass das Thema „Sparen und Altersvorsorge“ für sie noch keine große Rolle spielt.

Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Umfrage

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