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Die Gefahr, arbeitslos zu werden: Entlassungsrisiko ist so niedrig wie lange ...

Die Gefahr, arbeitslos zu werden: Entlassungsrisiko ist so niedrig wie lange nicht mehr!

News Team
08.01.2017, 07:54 Uhr
Beitrag von News Team

Die Gefahr, arbeitslos zu werden, ist in Deutschland deutlich gesunken. „Das Entlassungsrisiko ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung“, sagte Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg der „Welt am Sonntag“.

„Es mag viele Einzelfälle geben, in denen Unternehmen Prozesse etwa im Rahmen der Digitalisierung automatisieren und dabei Beschäftigte entlassen“, erklärte der Ökonomieprofessor, der am IAB den Forschungsbereich Prognosen und Strukturanalysen. „Aber es gibt eben noch mehr Fälle, in denen Firmen Arbeitsverträge nicht aufkündigen oder auslaufen lassen.“ Die digitale Revolution sei sehr real, aber „im Moment noch nicht der beherrschende Trend in den Arbeitsmarktzahlen“.

Eine eigene Statistik dazu, wie viele Beschäftigte entlassen werden, gibt es in Deutschland nicht. Aber die Bundesanstalt für Arbeit (BA) ermittelt, wie viele zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigte Bürger sich arbeitslos melden – etwa weil ihnen gekündigt wurde oder ein befristeter Vertrag nicht verlängert wurde.

Daraus berechnet die BA das sogenannte Zugangsrisiko: die Wahrscheinlichkeit, ohne regulären Job dazustehen und deshalb zum Arbeitsamt gehen zu müssen. Einer Zeitreihe zufolge, die die BA der „Welt am Sonntag“ auf Anfrage zur Verfügung gestellt hat, betrug das Zugangsrisiko zu Beginn der Erfassung, im Januar 2008, 0,92 Prozent im Monat. Im Zuge der Finanzkrise stieg es merklich an, bis auf 1,08 Prozent. Seit nunmehr sieben Jahren jedoch geht das Zugangsrisiko stetig zurück. Zuletzt wurde ein Tiefststand von 0,72 Prozent erreicht. Wie groß diese Unterschiede sind, wird ersichtlich, wenn man errechnet, wie häufig sich ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Deutschland arbeitslos melden muss. Alle sieben Jahre und neun Monate, lautet die Antwort für den November 2009. Zuletzt betrug die Zeitspanne nur noch elf Jahre und sieben Monate.

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1 Kommentar

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Bislang ist die Industrierevolutiom IV erst am anlaufen. Noch ist nichts bekannt, ob bislang ein Betrieb schon zu 100% umgestellt wurde. Warten wir es einmal ab, wenn die ersten Umstellungen vollzogen sind. Dann wird es erst interessant folgende Fragen zu stellen: Wieviel Personal in welchen Lohngruppen wurden freigestellt und wie sich die Parteien die Finanzierung der Sozialkassen (auch die der Rentenkasse) vorstellen. Zu wissen, ob und welche Lösungsansätze vorhanden sind?
  • 08.01.2017, 15:25 Uhr
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