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Wildschweindöner: Sau trifft Orient

Wildschweindöner: Sau trifft Orient

09.09.2016, 11:18 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Dönerbrot:


400 Gramm Weizenmehl
¼ Hefewürfel
1 TL Salz
1 TL Zucker
3 EL Olivenöl
100 ml Wasser
100 ml Milch
Schwarzkümmel

ZUBEREITUNG
Natürlich kann man Fladenbrot fertig im Supermarkt kaufen. Sebstgemacht schmeckt es aber viel besser. Also schnell Mehl, Hefe, Öl, Wasser, Milch, Zucker und Salz aus dem Schrank holen und los geht’s!

Zunächst die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. Danach Mehl in eine Schüssel geben und alle Zutaten vermischen. Wenn die Mischung zu trocken ist, einfach etwas Wasser zugeben. Ist sie zu feucht, mit Mehl für die richtige Konsistenz sorgen. Danach alles mehrere Stunden abgedeckt ruhen lassen, damit der Teig schön gehen kann.

Nachdem der Teig aufgegangen ist, wird er in handliche Kugeln geteilt. Diese anschließend vorsichtig per Hand zu ein bis zwei Zentimeter dicken Brotfladen ausrollen und mit Milch bestreichen.

Den Teigfladen nun mit Schwarzkümmel bestreuen. Damit das Fladenbrot beim Backen nicht reißt, einfach mit den Fingern kleine Dellen in den Teig drücken. Danach einfach 20 Minuten bei 200 Grad Celsius im vorgeheizten Backofen gebacken.

TIPP: Das orientalische Fladenbrot kann nicht nur mit würzigem Schwarzkümmel bestreut werden, sondern auch mit Sesamkörnern. Die sind etwas milder im Geschmack. Sesam ist vermutlich die älteste Ölpflanze der Welt! Wer es noch ausgefallener mag, verwendet statt Weizen- leckeres Hirsemehl und backt das Brot im Grill auf einem Lava- oder Pizzastein.

Eine feuerfeste Schale mit Wasser im Ofen sorgt dafür, dass die Kruste schön knusprig wird. Fladenbrot vom Vortag kann leicht befeuchtet auf diese Weise im Ofen noch einmal aufgebacken werden.

Fladenbrot gibt es seit mindestens 7000 Jahren! Ägyper und Sumerer sollen zu dieser Zeit Getreidebrei auf Steinen zu Brot verarbeitet haben. Aber auch in Europa wurde fleißig Fladenbrot gebacken, wenn auch erst 2000 Jahre später. Die Geschichte des Fladenbrotes ist also schon sehr alt.

Die Sauce


500 Gramm Griechischer Joghurt (10 % Fett) (Der Türkische ist zu sauer)
2 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
Kräuter nach Geschmack
und Knoblauch

Kein Döner ohne Sauce! Hauptbestandteil ist Griechischer Joghurt mit zehn Prozent Fettanteil. Das bringt Geschmack in den Fladen. Die zweitwichtigste Zutat ist Knoblauch! Jetzt nur noch etwas Zironensaft, Pfeffer, Salz und Öl hinzugeben – fertig.

Mit dem Schneebesen alles schön verrühren und hin und wieder abschmecken. Den in der Presse zerdrückten Knoblauch am besten nach und nach zugeben, damit der Döner keine Knoblauchbombe wird. Weniger ist manchmal mehr.

Fehlen nur noch die Kräuter. Dabei sind frischer Thymian, Oregano oder glatte Petersilie getrockneten Gewürzen aus dem Glase vorzuziehen. Der Geschmack ist einfach viel intensiver. Alternativ gefrorene Kräuter verwenden.

Wildbretfüllung:


800 Gramm Wildschweinkeule
Olivenöl
Cayennepfeffer
Paprikapulver (edelsüß)
Kreuzkümmel (gemahlen)
Koriander (gemahlen)
Knoblauch (gehackt)

Als Dönerfleisch eignet sich jedes Stück Wildbret, das auch zum Kurzbraten taugt. Meine Favoriten stammen aus der Keule. Wer seinen Freunden etwas ganz Besonderes anbieten möchte nimmt den ausgelösten Rücken oder die zarten Filets.

Im Imbiss wird das Fleisch am Spieß gegrillt und anschließend dünn runtergesäbelt. Zu Hause geht das schlecht, wenn man sich keinen riesen Dönerspieß in die Küche stellen möchte. Deshalb wird das Fleisch erst quer zur Faser in feine Streifen geschnitten.

Für den orientalischen Geschmack sorgen Cayennepfeffer, Paprikapulver, Koriander, Kreuzkümmel und gehackter Knoblauch in Olivenöl. Wem Olivenöl zu dominant ist, der sollte Sonnenblumenöl verwenden. Und wer es nicht so scharf mag, lässt einfach den Cayennepfeffer weg.

Jetzt einfach alle Zutaten auf dem Teller gut verrühren und abschmecken. Die Mischung darf ruhig etwas würziger sein. Gegebenenfalls vorsichtig mit Chili oder geräuchertem Paprikapulver nachwürzen.

Wildbret und Marinade gut mischen. Anschließend die Schüssel mit einer Frischhaltefolie gut abdecken und zwei bis sechs Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

In der heißen Pfanne werden die Wildbretstücke schön kross. Am Ende alles noch einmal mit den für die Marinade verwendeten Gewürzen abschmecken und im Fladenbrot servieren.

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