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das Konstrukt B 12 Mangel= Vegetatier o Veganer ????

18.09.2016, 21:39 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Vegane Ernährung
DGE rät zu Nährstoffpräparaten und qualifizierter Beratung

(dge) In Deutschland interessieren sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung. Die Angaben, wie viele Menschen sich vegan ernähren, schwanken zwischen 0,1 % und 1 % der Bevölkerung. Veganer essen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel, sie lehnen alle tierischen Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Produkte und Zusatzstoffe ab.

Bei einer veganen Ernährung fehlen ohne die Zufuhr entsprechender Alternativen die in tierischen Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe. In ihrem aktuellen Positionspapier zur veganen Ernährung rät die DGE daher Menschen, die sich vegan ernähren möchten, dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einzunehmen, gezielt nährstoffdichte Lebensmittel und angereicherte Lebensmittel auszuwählen, die Versorgung mit Nährstoffen regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen und ggf. zu Nährstoffpräparaten zu greifen sowie sich von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft informieren und beraten zu lassen.
http://www.dge-sh.de/details-news/it...ehrung.html

Dazu kann ich nur einbringen, da immer empfohlen wird, Komtrolle durch den Arzt = ??

1. Eine ungenügende Zufuhr:

Eine ungenügende Zufuhr gilt in den Industrieländern als selten und tritt hauptsächlich als Folge einer vegetarischen und veganen Ernährung, bei Alkoholismus und einer Fehl- oder Unterernährung zum Beispiel im Alter auf.

2. Eine reduzierte Aufnahme:

Bei einer reduzierten Absorption wird Vitamin B12 zwar in ausreichender Menge mit der Nahrung zugeführt, es kann aber nicht in den Organismus aufgenommen werden. Dies ist der Fall, wenn der zur Aufnahme benötigte Intrinsic-Factor fehlt, der von den Belegzellen der Magenschleimhaut gebildet wird. Zum Beispiel aufgrund einer perniziöse Anämie, einer chirurgischen Entfernung des Magens, einer Magenoperation, einer Infektion mit Helicobacter pylori und Erkrankungen der Magenschleimhaut.
Zur Freisetzung von Vitamin B12 aus der Nahrung ist Säure erforderlich. Fehlt die Säure, aufgrund einer ungenügenden Bildung im Magen oder wird die Säureproduktion von Medikamenten wie den H2-Antihistaminika oder Protonenpumpen-Inhibitoren gehemmt, kann das Vitamin ebenfalls nicht aufgenommen werden. Auch Metformin und die Inhalation von Lachgas (Distickstoffmonoxid) sind mögliche Ursachen eines Mangels.
Vitamin B12 wird im letzten Abschnitt des Dünndarms, dem Ileum, absorbiert. Deshalb entsteht ein Mangel auch aufgrund von entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Zöliakie) oder nach einer chirurgischen Darmentfernung. Eine Infektion mit Parasiten (Fischbandwurm) oder Bakterien reduziert das intestinale B12, da diese es für ihre eigenen Stoffwechselprozesse verbrauchen.

schaut der Arzt auch nach dem Säurehaushalt des Magens??
schaut der Arzt auch nach dem Darm??

Orale Verabreichung: ist in der Schweiz bisher nicht zugelassen und es sind offiziell keine Arzneimittel dazu im Handel. In Deutschland ist dazu ein rezeptfreies Arzneimittel erhältlich.

Intramuskuläre Verabreichung: Pro Verabreichung wird 1000 µg Vitamin B12 in Form von Cyanocobalamin oder Hydroxocobalamin intramuskulär gespritzt. Das Dosierungsintervall ist unterschiedlich. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Eisen-, Folsäure- und Kaliummangel, Akne, Hautveränderungen und selten schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock).

Von zentraler Bedeutung ist neben der Substitution auch die Behandlung der Ursache des Mangels, zum Beispiel einer Erkrankung des Verdauungstrakts.
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Außerdem kann es unabhängig davon, wie viel Vitamin B12 ein Mensch mit der Nahrung aufnimmt, zu einem Vitamin-B12-Mangel kommen, wenn bestimmte Erkrankungen am Verdauungstrakt bestehen.

Um zu verstehen, warum es bei manchen Krankheiten der Verdauungsorgane zu einem Vitamin-B12-Mangel kommt, hilft ein Blick auf den Stoffwechsel des Vitamins. Denn sowohl Magen als auch Bauchspeicheldrüse und Dünndarm spielen eine wichtige Rolle im Vitamin-B12-Stoffwechsel:

http://www.onmeda.de/naehrstoffe/vit...2253-5.html

Das Tückische an an der Problematik ist, dass der B12-Blutspiegel nicht 100 prozentig aussagekräftig ist. Sie können einen relativ normalen Spiegel aufweisen und trotzdem unter einer Vitamin B12-Verwertungsstörung leiden. Dadurch können die Zellen das Vitamin nicht aufnehmen und verstoffwechseln. Um den Vitamin-B12-Stoffwechsel zu überprüfen sollte man deshalb die Methyl-Malonsäure-(MMS)-Konzentration im Blut oder Urin testen. Nur dieser Test ist in der Lage, eine 100 Prozent-Aussage über den Vitamin-B12-Stoffwechsel im Körper zu liefern.

Diese relativ neue Labor-Untersuchung kennen die meisten Ärzte leider nicht und sie wird deshalb in der Praxis kaum eingesetzt. Außerdem ist den meisten Ärzten nicht klar, welche Bedeutung dieses Vitamin für das menschliche Wohlergehen hat. Sie müssen deshalb die Sache selbst in die Hand nehmen und den Test eventuell beim Laborarzt anfordern. Kosten: ca. € 60,00.
http://ein-langes-leben.de/essentiel...mptome-sein

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