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Betreutes Wohnen-"Menschen mit Beeinträchtigung"

Betreutes Wohnen-"Menschen mit Beeinträchtigung"

20.10.2016, 20:14 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Menschen mit einer geistigen, seelischen oder körperlichen Beeinträchtigung möchten wie jeder andere Mensch auch nach ihren eigenen Bedürfnissen wohnen.

Im Betreuten Wohnen leben Menschen mit Behinderung so eigenständig wie möglich und erhalten so viel Unterstützung wie nötig. In ihrer Wohnung organisieren die Bewohner ihren Alltag weitgehend selbstbestimmt und eigenverantwortlich.
Fachkräfte bieten stundenweise Betreuung und vielfältige Hilfsangebote an: bei der Haushaltsorganisation, dem Umgang mit Behörden, der Suche nach Arbeit und Gestaltung der Freizeit. So können die Menschen eigenständig leben, erhalten aber trotzdem genau die Hilfe, die sie möchten.

Betreute Wohngemeinschaften
Für diese Wohnform werden normale Miethäuser genutzt, so dass Kontakte zwischen behinderten und nichtbehinderten Bewohnern möglich sind, also eine Art der Integration. Sport- und Freizeiteinrichtungen in der Nähe sind wünschenswert.
Sie ist befristet oder unbefristet für 4 bis 6 Personen (8 aber eher selten) geistig, körperlich oder mehrfach Behinderte die keine Betreuung rund um die Uhr oder ständige Pflege benötigen. Selbständigkeit und soziale Kontakte sollen gefördert werden.
Bewohner müssen gemeinschaftsfähig sein und ein ausreichendes Maß an Selbstverantwortung sowie Selbständigkeit in folgenden Bereichen besitzen wie:

-Werktags einer geregelten Tätigkeit nachgehen (Werkstatt für Behinderte oder normaler Arbeitsplatz)

-Verkehrssicher oder wegefähig sein (gegebenenfalls nach Eingewöhnungszeit)

-Nachts und auch tagsüber mehrere Stunden allein (ohne Hilfe, Aufsicht oder Anleitung) bleiben

-Weitgehend in der Lage sein, Tagesablauf selbst zu gestalten und vorgegebene Zeiten und Termine einzuhalten (gegebenenfalls nach Eingewöhnungszeit)
Waschen und Ankleiden ohne fremde Hilfe sowie Übernahme von Aufgaben der Haushaltsführung (mit Einschränkung bei körperlich Behinderten)

-Miet- und Mietnebenkosten werden von den Wohngemeinschaftsbewohnern anteilig übernommen.

Pädagogisch ausgebildete Betreuer/innen, die von den Trägervereinen angestellt werden, helfen und beraten bei der Haushaltsführung und allen persönlichen Angelegenheiten.

Weitere Wohnformen sind:
Kurzzeitwohnen
Kann ein Mensch mit Beeinträchtigung vorübergehend nicht versorgt und begleitet werden, besteht die Möglichkeit des Kurzzeitwohnens. Dies ist für mehrere Tage, aber auch für mehrere Wochen möglich. Die Familie kann hier zum Beispiel eine Auszeit oder einen Urlaub nehmen. Aber auch in Krisensituationen oder Krankheitsfällen ist Kurzzeitwohnen denkbar.

Stationäres Wohnen
Leben mit mehreren Personen, Rund-um-die-Uhr-Betreuung in einem Wohnheim/in einer Wohngruppe bzw. einer Einrichtung. Diese Wohnform wird auch als stationäres Wohnen bezeichnet.

Ambulant Betreutes Wohnen
Leben in der eigenen Wohnung alleine oder mit Partner oder in einer kleinen Wohngemeinschaft. Mitarbeiter/innen eines Dienstes kommen stundenweise nach Hause und unterstützen den/die jenige Person mit Beeinträchtigung dort, wo Hilfe nötig ist. Diese Wohnformen werden als ambulant betreutes Wohnen bezeichnet.

Wohnen in Gastfamilien
Leben mit familienbezogener individueller Begleitung durch die Gast-Familienmitglieder. Die Gastfamilie und der/die Person mit einer Beeinträchtigung wird von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen eines Dienstes unterstützt.

Über dies alles und auch über Eure eigenen Erfahrungen und Gedanken in diesem Zusammenhang möchte ich mich am 24. Oktober 2016 mit Euch sehr gerne
im Themenchat ab 20.00 Uhr unterhalten.

Eure Patin Elke

25 Kommentare

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Da das auch bald auf mich zukommt, bin ich gespannt auf die Infos von Dir. Ich freu mich......bis denne
  • 24.10.2016, 13:45 Uhr
  • 1
Diesen Beitrag habe ich im Zusammenhang zu diesem Themanchat für heute Abend von 20-21 Uhr geschrieben :
Betreutes Wohnen-"Menschen mit Beeinträchtigung"-Welche verschiedene Wognformen kennt Ihr? Wie stellt Ihr Euch einen Alltag eines Menschen mit Beeinträchtigung vor?
  • 24.10.2016, 13:59 Uhr
  • 0
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Ich war froh meine Eltern in so einer Einrichtung unterzubringen , das hat mir sehr geholfen aber ich bin jeden Tag bei im gewesen habe für sie eingekauft und zum Teil arbeiten im Haushalt übernommen zuletzt war ich 2-3 mal am Tag bei ihnen und ich bin den Pflegepersonal ewig dankbar so ein Betreutes Wohnen erhält den alten Menschen eine gewisse selbstständigkeit sie fühlen sich nicht abgeschoben
  • 21.10.2016, 20:21 Uhr
  • 1
Meine Eltern hatten eine kleine Mietwohnung wurden aber zum Teil über den Pflegedienst versorgt
  • 21.10.2016, 20:24 Uhr
  • 1
Das ist doch sehr schön Jörg. So würde ich das auch für meine Eltern tun. Denn so gibt man das zurück was sie für einen im Leben getan haben.
  • 21.10.2016, 20:45 Uhr
  • 1
Genau so sehe ich das auch
  • 22.10.2016, 11:10 Uhr
  • 1
  • 22.10.2016, 11:12 Uhr
  • 0
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Ein wichtiges Thema und ein großes "Feld"!
Mir ist aufgefallen, dass nun mehr zu Wohngruppen in Mietwohnungen etc. und Gastfamilien hin tendiert wird. Ich finde es auf jeden Fall besser, als ein sehr großes Heim, das diese Anlage fast zu einem Ghetto werden läßt.
  • 21.10.2016, 18:08 Uhr
  • 2
Mir gefällt das auch mit Wohngruppen in Mietwohnungen sehr gut. Hier bei uns gibt es das auch sehr viel. Aber auch Wohnstätten von der Lebenshilfe..die aber auch nicht ganz so groß sind. Habe vor 4 Wochen in einer dieser Wohnstätten ein 40 stündiges Praktikum absolviert, da es für meine Ausbildung die ich ab Mitte November beginne vom Bildungsträger gefordert wurde.
  • 21.10.2016, 18:41 Uhr
  • 1
Was möchtest du denn für eine Ausbildung machen?

Bei uns in der Nähe hatte die Diakonie seit vielen Jahrzehnten eine Behinderten Wohnanlage mit ca. 10 zwei- und dreigeschossigen Gebäuden, einer Schule, einer Kirche und mehreren Werkstätten. Dies wird nun alles ganz langsam aufgelöst. Ich persönlich finde es gut. Durch die neue Lebensauffassung - auch für Behinderte - bekommen diese ein bisschen mehr Freiraum.
  • 21.10.2016, 18:47 Uhr
  • 2
Ich beginne ab Mitte November eine Ausbildung zur Betreuungsfachkraft nach Paragraph 87b nach SGB + Pflegeassistentin
  • 21.10.2016, 18:57 Uhr
  • 1
Das heißt aber nicht, dass du dann in einem Heim arbeiten mußt? Sondern dann auch eher ambulant bzw. bei den Leuten vor Ort....
  • 21.10.2016, 19:02 Uhr
  • 1
Ich möchte aber wieder in den beruflichen Bereich (Menschen mit Behinderung) zurück. Habe dort sehr gute berufliche Erfahrung. Da ich seit gur 12 Jahren im Behinderten Fahrdienst bis jetzt noch tätig bin.
  • 21.10.2016, 19:35 Uhr
  • 1
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Danach muss ich jetzt suchen...meine Tochter ist zwar erst 16 Jahre..aber leider dauert es bei mir bis zu 6 Jahren...einen Platz im betreuten Wohnen zu bekommen...
  • 21.10.2016, 13:16 Uhr
  • 0
Ja das ist nicht schön
  • 21.10.2016, 13:21 Uhr
  • 0
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als betroffener bin ich natürlich dabei
  • 21.10.2016, 13:00 Uhr
  • 1
Super. Ich freu mich auf dich und deine Erfahrungen
  • 21.10.2016, 13:02 Uhr
  • 0
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Sehr informativer Beitrag Elke
  • 20.10.2016, 21:21 Uhr
  • 1
Ganz lieben Dank Michi.
  • 20.10.2016, 21:25 Uhr
  • 1
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Es geht doch nichts über fundierte Informationen.
  • 20.10.2016, 20:20 Uhr
  • 1
Das sehe ich genauso Harry.
  • 20.10.2016, 20:22 Uhr
  • 1
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