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Viele haben es noch im Badschrank: Dieses Nasenspray kann zu heftigen Krämpf ...

Viele haben es noch im Badschrank: Dieses Nasenspray kann zu heftigen Krämpfen führen

News Team
17.11.2016, 11:56 Uhr
Beitrag von News Team

Der Spätherbst ist Erkältungszeit: Der Rachen kratzt, die Nase ist verstopft, atmen fällt schwer. Viele greifen dann zum rezeptfreien Nasen- oder Mundspray aus der Apotheke. Dieses Medikament, falls es noch im Badschränkchen vom letzten Winter steht, sollten Sie sofort in den Müll befördern.

Das Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte hat bereits im Frühjahr die Zulassung für den Wirkstoff Fusafungin widerrufen und dem Hersteller Stada eine Frist bis zum 28. Mai gesetzt, nach der Locabiosol nicht mehr verkauft werden darf. Der Hersteller wollte diese Frist jedoch nicht ausnutzen und hat einen Rück­ruf des Medikaments veranlasst. Dennoch könnte es natürlich noch der Fall sein, dass das Medikament weiter zu Hause aufbewahrt wird und Verbraucher keine Kenntnis des Rückrufs haben.

"Report Mainz" warnte


Locabiosol ist ein lokales Antibiotikum und wurde zur Therapie von Erkrankungen der oberen Atemwege, wie zum Beispiel Schnupfen oder Halsentzündungen, eingesetzt. Die Gründe für den Widerruf der Zulassung sind seltene, aber schwerwiegende Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter allergische und lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen.

Darüber hinaus ist der Nachweis über den Nutzen begrenzt. Das ist das Ergebnis eines europäischen Risikobewertungsverfahrens. Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) kam dabei zu der Einschätzung, dass der Nutzen von Fusafungin-haltigen Mitteln das Risiko nicht überwiege und die Zulassung in der EU widerrufen werden sollte.

Wie das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" berichtete, stand das Mittel bereits seit Jahrzehnten in der Kritik. Im Interview mit "Report Mainz" erklärt der Arzneimittelexperte Prof. Gerd Glaeske: "Wir reden seit Ende der 80er Jahre davon, dass solche Präparate vom Markt gehören. Locabiosol ist einerseits nicht notwendig, auf der anderen Seite, wenn es aber dennoch angewendet wird, kann es dazu beitragen, dass Antibiotikaresistenzen sich weiterentwickeln."

Trotz der Kritik aus Fachkreisen blieb das Mittel über viele Jahre auf dem Markt. "Report Mainz" berichtete, dass auch noch weitere rezeptfreie Medikamente wegen Risiken in der Kritik stehen, es aber teilweise sehr lange dauert, bis ein Medikament tatsächlich vom Markt genommen wird oder im Beipackzettel vor Risiken gewarnt wird. Prof. Gerd Glaeske erklärt dazu in "Report Mainz": "Derzeit hat man den Eindruck an vielen Stellen, dass der Herstellerschutz vor dem Patientenschutz rangiert. Und das ist die falsche Reihenfolge. Patienten sind zu schützen, Verbraucher sind zu schützen."

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14 Kommentare

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Ich bin jetzt 8 Tage krank gewesen, mit Allem was dazu gehört,
Temperatur, Schnupfen, Husten ... habe keine Medikamente genommen
es geht mir wieder gut - man muss nur Geduld haben, ich bin sowieso ein Medikamentengegner, auch wenn sie " harmlos " sind
  • 17.11.2016, 16:53 Uhr
  • 0
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Daher auch der Spruch:" Jetzt habe ich aber die Nase voll!!! "
  • 17.11.2016, 16:25 Uhr
  • 0
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Ich zitiere : " Dieses Medikament, falls es noch im Badschränkchen vom letzten Winter steht, sollten Sie sofort in den Müll befördern."

Medikamente gehören nicht in den Müll sondern sollten in der Apotheke abgegeben werden zur Entsorgung.
  • 17.11.2016, 15:41 Uhr
  • 1
Das ist nicht ganz richtig. Eine große Anzahl an Apotheken nehmen Medikamente zur Entsorgung nicht an.
" Bis 2009 war die Entsorgung noch anders geregelt. Die Verbraucher konnten ihre abgelaufenen Medikamente samt Verpackung in der Apotheke abgeben und dort haben Recycling-Unternehmen den Müll dann kostenlos abgeholt. Mit der Novellierung der Verpackungsverordnung hat sich das jedoch geändert. Die Apotheker müssen für die Entsorgung zahlen und sind auch nicht zur Annahme verpflichtet. "
Wohin damit, dass kann man z.B. dort nachlesen:
http://www.br.de/radio/bayern1/inhal...ll-100.html
  • 17.11.2016, 17:03 Uhr
  • 3
Peter, das war leider einmal gewesen.
Unsere Apotheke nimmt keine Medikamente mehr wo abgelaufen sind.
Das kommt alles in den Müll rein.
  • 17.11.2016, 19:24 Uhr
  • 1
Tatsächlich, was ihr beiden geschrieben habt stimmt.
  • 17.11.2016, 19:43 Uhr
  • 2
Aber natürlich Peter, sonst hätte ich dir nicht geschrieben.
  • 18.11.2016, 07:30 Uhr
  • 1
Medis aus der Folie drücken, Wasser drauf und ab damit in den Müll. Die Apotheken habe es nicht anders gemacht.
  • 18.11.2016, 13:54 Uhr
  • 1
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Meerwassernasenspray oder gar nichts. Ist doch klar, dass Chemie schädlicher ist als alles andere.
  • 17.11.2016, 15:35 Uhr
  • 2
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Peter Leopold
Für mich ist STADA inzwischen ein Billigproduzent mit einem Riesen-Werbeetat. Auch andere Mittel wie Omeprazol bspw. haben zwar den gerade noch nötigen Wirkstoff, aber absolut unverträgliche "Nebenkomponenten" Zum Glück kann man Produkte einer bestimmten Firma ablehnen..
  • 17.11.2016, 15:31 Uhr
  • 0
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Mit Nasenspray sollte man sehr zurückhaltend umgehen !
  • 17.11.2016, 15:08 Uhr
  • 1
Nasenspray benutze ich nie - putzen u. inhallieren hilft mir !
  • 17.11.2016, 15:16 Uhr
  • 2
So ist es ! Wir leben das was uns gelernt wurde und nicht diesen ( einfachen ) Weg !
  • 17.11.2016, 15:19 Uhr
  • 1
Drakcrub Akino, wo ist denn diese tolle Landschaft auf Deinem Profilbild ?
  • 17.11.2016, 16:11 Uhr
  • 0
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