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Wie sich Patienten gegen explodierende Gesundheitskosten wehren können

Wie sich Patienten gegen explodierende Gesundheitskosten wehren können

Helmut Achatz
16.12.2016, 14:14 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Das deutsche Gesundheitssystem ist insgesamt gar nicht so schlecht und gerade Senioren profitieren von einer guten medizinischen Versorgung. Tja, wären da nicht die exorbitanten Kosten für Medikamente beispielsweise. Wie lassen sich die Gesundheitskosten senken? Wie können sich Patienten wehren?

Krankenkassen mit speziellem Kick

Die gesetzlichen Krankenkassen konkurrieren miteinander, was sich für Verbraucher positiv in Form flexiblerer Angebote bemerkbar macht. So bieten viele Krankenkassen heute schon einen Bonus in Form von Rabatten, Rückzahlungen oder Sachprämien, wenn Mitglieder gesünder leben und das auch nachweisen können. Gesünder leben? Ja, das drückt sich beispielsweise darin aus, dass sie regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen und Kontrollen teilnehmen oder dass sie Mitglied sind in einem Sportverein oder ins Fitness-Studio gehen. Auch bei der Zuzahlung für Arzneimittel gehen Krankenkassen wie die Online-Krankenkasse AGIDA neue Wege: So erhalten Mitglieder jährlich einen gewissen Kostenbonus, von dem Zuzahlungen abgezogen werden. Wer also nur einmal im Jahr ein rezeptpflichtiges Medikament braucht und fünf Euro zuzahlt, bekommt den Bonus von der Krankenkasse gutgeschrieben. Wer dagegen 20 Mal Medikamente kauft, hat seinen Bonus aufgebraucht. Das wirkt als Anreiz, beispielsweise die nächste Grippe mit Hausmitteln zu kurieren statt mit rezeptpflichtigen Medikamenten vom Arzt, die auch nicht besser helfen. Mit dem von der Krankenkasse zurückgezahlten Bonus lässt sich dann prima etwas Anderes anstellen.

Wie in der Apotheke sparen?

Bei rezeptpflichtigen Medikamenten gibt es am Preis nichts zu rütteln, da hier die Zuzahlungen festgelegt sind. Sparen lässt sich nur mit den oben beschriebenen Bonussystemen, bei denen nicht genutzte Guthaben erstattet werden. Bei Medikamenten ohne Rezept bieten sich jedoch gleich mehrere Sparmöglichkeiten. Wer häufiger Medikamente benötigt, kann beispielsweise die beliebten Versand-Apotheken nutzen. Eine Stichprobe der Stiftung Warentest ergab, dass sich bei bestimmten Medikamenten bis zu 40 Prozent sparen lässt. Kritisiert wird allerdings die mangelnde oder fehlerhafte Beratung im Internet. Die Versandapotheken lohnen sich also vor allem dann, wenn es sich um bereits bekannte Medikamente handelt, die regelmäßig gekauft werden.

Pillen im Ausland kaufen

Eine andere Möglichkeit ist es, Urlaubsreisen mit dem Kauf von Medikamenten zu verbinden. Viele in Deutschland apothekenpflichtige (und entsprechend) teure Alltagsmittel sind in anderen Ländern in jeder Drogerie deutlich billiger. Das gilt zum Beispiel für einfache Schmerzmittel wie Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen oder leichte Mittel zur Behandlung von Erkältungen, Muskelschmerzen und Magenproblemen. Ein beliebtes Ziel für Menschen im Westen Deutschlands sind beispielsweise die Niederlande. Auch in den USA sind einfache Medikamente in Drogerien und Supermärkten problemlos zu weit niedrigeren Preisen erhältlich.

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

2 Kommentare

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Die Stiftung Warentest hat auch bei den Apotheken erhebliche Mängel in Bezug auf Beratung festgestellt.
  • 20.12.2016, 17:28 Uhr
  • 0
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Im Gegensatz zu den *** absichtlich *** patentierten Medikamenten sind Natürliche Präparate *** spottbillig *** und ohne
*** Nebenwirkungen ***. Schauen Sie bei Google

nach *** Robert Franz ***.

Oder haben Sie Vertrauen zu 140.000 *** Pharma-Produkten ***, die bei der letzten Gesundheit-Reform wegen *** Unwirksamkeit *** vom Markt genommen wurden.

Es gibt kaum Aufklärung über die *** NEBENWIRKUNGEN *** der Pharma-Produkte.
  • 18.12.2016, 13:51 Uhr
  • 1
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