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Haut-Kratz-Störung: Das steckt wirklich hinter der mysteriösen Krankheit!

Haut-Kratz-Störung: Das steckt wirklich hinter der mysteriösen Krankheit!

News Team
05.01.2017, 17:21 Uhr
Beitrag von News Team

Reiben, Kratzen, Quetschen: Wer die Finger nicht von Pickel oder Krusten lassen kann und auch gesunde Hautstellen so lange bearbeitet bis Wunden entstehen, leidet an der so genannten Haut-Kratz-Störung, auch Skin Picking Disorder oder Dermatillomanie genannt.

„Rund zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung sind von dieser erst seit 2013 anerkannten psychischen Störung betroffen“, erklären Univ.-Prof. Dr. Anne Schienle und Univ.-Ass. Dr. Sonja Übel vom Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz. Die beiden Forscherinnen gingen der Krankheit in mehreren Studien auf den Grund.

Schienle und Übel beschäftigten sich in ihren Studien vor allem mit der Frage, welche emotionalen Prozesse der Krankheit zugrunde liegen und ob die betroffenen Personen hirnfunktionelle und strukturelle Besonderheiten aufweisen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese PatientInnen mit einem verstärkten Selbstekel zu kämpfen haben und Schwierigkeiten bei der Regulation von emotionalem Erleben aufweisen“, schildert Schienle. „Das Kratzen empfanden sie als Belohnung.“ Außerdem stießen die Forscherinnen auf eine veränderte Repräsentation des Tastsinns für die Finger in der Großhirnrinde: Bei der bloßen Betrachtung von Hautunreinheiten wurde ein Areal aktiviert, das sonst nur bei direkter Berührung relevant ist.

Aus der Gesamtheit der Daten haben die Wissenschaftlerinnen mögliche erste therapeutische Ansätze abgeleitet. „Neue potenzielle Behandlungsansätze umfassen das Trainieren von Techniken zur Regulation von Gefühlen, die Erhöhung der Selbstakzeptanz sowie sensorische Diskriminationsübungen, also das bewusste Üben der unterschiedlichen Wahrnehmungen von angenehmer oder unangenehmer Berührung“, fasst Übel zusammen.

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5 Kommentare

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In diesem Moment der Bearbeitung der Haut wird kaum ein Schmerz verspürt.
Selbst das Manipulieren in Wunden tut kaum weh. Der Körper weist total vernarbte Stellen auf. Man kann nicht aufhören .... sucht den Körper nach jeder Unebenheit
ab. Aus Mikrokleinen Pickelchen oder Mückenstiche werden große Krater in der Haut. Sie entzünden sich natürlich. Es bildet sich eine Kruste .... diese wird abgezogen. Sobald sich eine neue Kruste bildet wird diese wieder abgezogen. Viele Kranke essen die Krusten.
Es gilt als eine Zwangsstörung.
  • 05.01.2017, 18:32 Uhr
  • 1
Ja und nach solchen Attacken setzt das schlechte Gewissen ein
  • 05.01.2017, 18:48 Uhr
  • 1
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Könnte diese Erkrankung die Vorstufe zum Ritzen bilden?
  • 05.01.2017, 17:25 Uhr
  • 0
Bei selbstverletzendem Verhalten führen sich Menschen absichtlich Verletzungen zu , um Druck abzulassen
Gründe sind u.a. Psychische Störungen
... und vieles mehr
Führt zu weit um es hier ausführlich zu behandeln
  • 05.01.2017, 18:12 Uhr
  • 2
Nein.
Ritzen betrifft eine ganz andere Altersgruppe und hat andere Gründe
  • 05.01.2017, 18:16 Uhr
  • 0
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