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Mit Faszientraining fit in den Frühling

Mit Faszientraining fit in den Frühling

Option-im-Alter
06.03.2017, 11:06 Uhr
Beitrag von Option-im-Alter

Am 20. März ist der astronomische Frühlingsanfang des Jahres 2017 – heute bleiben also auf den Tag genau noch zwei Wochen bis zum Frühlingsanfang.
Wird es da nicht höchste Zeit, etwas mehr für die Gesundheit zu tun um besonders fit in das Frühjahr zu starten?
In den letzten Jahren hat sich das sogenannte Faszientraining zur Trendsportart entwickelt und das nicht nur für Senioren.

Der Frühling in Deutschland beginnt mit dem Aufblühen von heimischen Pflanzen wie Krokussen, Maiglöckchen und Narzissen – ein schöner Zeitpunkt, um auch den eigenen Körper durch etwas mehr Sport und Bewegung wieder mehr aufblühen zu lassen.
Die höhere Lichtintensität und vermehrten Sonnenstrahlen wirken sich durch die Ausschüttung von Dopamin und Serotonin unter anderem in Form von besserer Laune und Euphorie auf den Körper aus.
Neben den positiven Frühlingsgefühlen gibt es aber auch die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit, die vor allem dem Schlafhormon Melatonin zugeschrieben wird. Bewegung hilft auch hier.
Wer die guten Vorsätze für das neue Jahr bisher ein wenig hat schleifen lassen, kann das schöne Wetter des Frühlings als Motivation nutzen und könnte sich beispielsweise am angesagten Faszientraining versuchen.

Das sogenannte Faszientraining ist eine noch relativ neue Entdeckung der Fitnessbranche und erfreut sich dennoch bereits sehr großer Beliebtheit bei Jung und Alt.
Nicht nur die Kombination der Übungen ist neu, sondern vor allem die Erkenntnisse aus Studien zur Achillessehne, auf denen diese basieren.
Gerade in höherem Alter verspricht regelmäßiges Faszientraining mehr Vitalität, Schmerzreduktion und erhöhte Mobilität.

Selbstverständlich gibt es auch zum Thema Faszientraining kritische Stimmen, die die neue Trendsportart für Senioren für eine überzogene Erfindung der Medien halten, deren Hochgesang nicht mit den Ergebnissen in der Realität mithalten kann.

Aber was sind überhaupt diese Faszien?

Der Begriff „Faszie“ stammt aus dem Lateinischen, von „fascia“ für „Band“, „Bandage“ und bezeichnet die Weichteilkomponenten des Bindegewebes. Diese muskuläre Weichteilkomponente umhüllt das Bindegewebe und durchdringt den menschlichen Körper wie ein Spannungsnetzwerk. Faszien umschließen die Muskeln, verbinden einzelne Körperteile miteinander, bewahren Gelenke vor Überbelastung und haben eine stützende Wirkung auf den gesamten Körper. Alle kollagenen fasrigen Bindegewebe des Körpers, wie beispielsweise Sehnenplatten, Gelenkkapseln, Organkapseln, Sehnen und Bänder, gehören zu den sogenannten Fasizen.
Gesunde, gestärkte Faszien stärken also das gesamte Bindegewebe und sind eine Grundlage für einen intakten Bewegungsapparat und einen gesunden Körper.
Wer seine Faszien nicht ausreichend bewegt oder im Alltag gar fehl belastet, riskiert auf Dauer Verklebungen und Schmerzen. Denn was viele nicht wissen: häufig gehen Bewegungsprobleme im Alter und Verspannungen nicht bloß auf die Muskulatur, sondern auch auf das Bindegewebe, zurück.


Und wie geht dieses Faszientraining?

Im Zentrum des Faszientrainings steht – wie es der Name bereits verrät – die Stärkung der Faszien und des Bindegewebes. Das Ziel ist auf lange Frist mehr Vitalität und Mobilität, vor allem im Alter. Faszientraining verbindet sanfte Übungen mit Elementen aus Gymnastik und Yoga, die dehnend, massierend und ausrollend ausgeführt werden,

Vor allem in höherem Alter belasten viele ihre Fasizen im Alltag kaum. Gezieltes und regelmäßiges Training kann die eigene Beweglichkeit auf natürliche Weise wieder erhöhen.
Die Übungen sind vielseitig und lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten eines jeden Einzelnen anpassen, so dass Faszientraining im Grunde für jeden geeignet ist.
Liegen Venenprobleme, besonders schwaches Bindegewebe, Durchblutungsstörungen oder Lymphstörungen vor, sollte vor dem Beginn des Trainings ein Arzt konsultiert werden, um negative Begleiterscheinungen und Überbelastung auszuschließen. Das Sportprogramm lässt sich auch hier durch leichtere Übungen für jeden angepasst variieren um vorliegende Beschwerden so auf Dauer vielleicht sogar zu lindern.

Wie bei vielen gymnastischen Übungen ist eine korrekte Rückenhaltung besonders wichtig, um durch das Training nicht mehr Schaden, als Nutzen zu verursachen. Um falsches Training und Fehlbelastungen auszuschließen sollte Faszientraining anfangs nur unter der Anleitung von geschultem Fachpersonal, beispielsweise unter der Aufsicht von einem Physiotherapeuten, ausgeübt und erlernt werden. Ein großer Vorteil des Faszientrainings ist, dass keine teuren Sportgeräte angeschafft werden müssen. Alles was benötigt wird ist eine sogenannte Faszienrolle oder ein Tennisball. Wer bei seinen Übungen auf zusätzliche Stabilität setzten möchte, kann sich sanft gegen eine Wand lehnen.
Wer die richtigen Techniken sicher von einem Fachmann erlernt hat, kann dann auch selbstständig im eigenen Zuhause weiter trainieren.
Es empfiehlt sich mit einem sanften und langsamen Training einzusteigen und sich erst mit der Zeit zu steigern. So werden unnötige Schmerzen, Muskelkater und Muskelbeschwerden vermieden.

Ideal für Senioren sind leichte, regelmäßige Übungen, etwa 3-4 mal wöchentlich, um den Körper schonen auf die neuen Bewegungen vorzubereiten und den eigenen Bewegungsapparat so auf Dauer wieder zu flexibilisieren.

Langfristig kann durch Faszientraining das Bindegewebe gestärkt werden, die Muskulatur entspannt, Durchblutung und Stoffwechsel angeregt werden und die gesamte Bewegungskoordination so gesteigert werden.
Dennoch sollte Faszientraining nicht als vollständiger Ersatz zu anderen, aktiven Sportarten verstanden werden, sondern dient vor allem als eine Unterstützung zum Muskeltraining.

Als Ergänzung zum Fitnessprogramm kann das regelmäßige Faszientraining also Vitalität und Mobilität verbessern, sowie das Bindegewebe und den Bewegungsapparat kräftigen.

Das sind noch schöne Aussichten für den kommenden Frühling!
Was halten Sie von der "Trendsportart" Faszientraining?


Weitere spannende Themen finden Sie auf: www.option-im-alter.de

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