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Immer gestresst? Dann pfeift Ihr Kopf bald auf Sie

Immer gestresst? Dann pfeift Ihr Kopf bald auf Sie

Service Tipp
31.03.2017, 13:57 Uhr
Beitrag von Service Tipp

Von Monika Preuk

Stress ist vermutlich einer der wichtigsten Ursachen für Tinnitus. Wie Stress zum Dauerton im Kopf führen kann und warum damit ein wahrer Teufelskreis beginnt.

Viele Tinnitus-Betroffene sind sich sicher: Der quälende Dauerton trat in oder kurz nach einer besonders stressigen Situation auf – etwa wenn zu viele Aufgaben auch im privaten Bereich belasteten, massive Existenzangst quälte oder nach einem Autounfall Streitereien losgingen. Beispiele gibt es viele.

Keine Frage, unter Stress reagieren die meisten Menschen mit Nervosität, der Blutdruck steigt, die Konzentration nimmt ab. Ursache sind Stresshormone, die der Körper unter starker psychischer Belastung ausschüttet. Dazu zählen etwa Cortisol und Adrenalin.

Stresshormone lösen Kaskade von Reaktionen im Körper aus

Die Hormone programmieren den Körper auf Aktion und erhöhte Leistungsbereitschaft – was im Prinzip nicht ungesund ist. Denn sie ermöglichen, dass kurzfristig Höchstleistungen möglich sind. Erfolgt der körperliche Kraftakt jedoch nicht, der die Stresshormone wieder abbaut und besteht Stress auf Dauer, hat der erhöhten Stresshormonspiegel viele negative Folgen für den Organismus. Der Muskeltonus ist erhöht, die Blutgefäße verengen sich, es entsteht Bluthochdruck und die Durchblutung funktioniert nicht mehr optimal.

Stress geht aufs Ohr

Besonders anfällig für Verengung und Durchblutungsstörungen sind die Blutgefäße im Innenohr, weil sie besonders fein sind. Die Mangeldurchblutung kann Nerven- und Sinneszellen schädigen, was zu ständigen Ohrgeräuschen führen kann. Zwar diskutieren Experten noch darüber, ob Stress tatsächlich Auslöser für Tinnitus ist. Denn meist gibt es keine alleinige Ursache für das Dauerrauschen im Ohr. Tatsache ist jedoch, dass sich das Pfeifen unter Stress oft verstärkt.

Teufelskreis Tinnitus und Stress

Wer bereits schon mal Tinnitus hatte oder ständig davon betroffen ist, weiß, wie stark das an den Nerven zerren kann. Das Einschlafen ist schwierig, die Schlafqualität leidet und tagsüber fühlt man sich müde. Denn vollständige Ruhe gibt es nicht, das Pfeifen ist ja immer da und belastet. Tinnitus selbst erzeugt also Stress, der wiederum die Ohrgeräusche verschlimmert. Dadurch entsteht ein richtiger Teufelskreis.

Durchbrechen lässt er sich nur durch die entsprechende Behandlung beim HNO-Arzt. Bei einem neu aufgetretenen, akuten Tinnitus ist Cortison Mittel der Wahl. Durchblutungsfördernde Medikamente können ebenfalls sinnvoll sein. Wichtig ist dabei jedoch auch: Werden Sie ruhiger, analysieren Sie Ihre Stressbelastung und kommen Sie damit vielleicht sogar den Auslösern Ihres Tinnitus auf die Spur. Eine wichtige Hilfe ist dabei ein Stresstagebuch, das Sie hier downloaden können.

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