wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Hautpflege in der Schwangerschaft

27.04.2017, 11:21 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Hautpflege in der Schwangerschaft - Was ist erlaubt und was nicht?


Während der Schwangerschaft wird das eigene Bindegewebe auf eine harte Probe gestellt. Schließlich sieht sich die Haut in dieser Zeit starken Veränderungen ausgesetzt. So blüht eine längst vergessene Akne wieder auf, während sich Schwangerschaftsstreifen und Pigmentflecken entwickeln. Aus diesen Gründen kommt der Haupflege in der Schwangerschaft eine große Bedeutung zu. Auf Kosmetika muss dabei keinesfalls verzichtet werden - allerdings sollte stärker auf die Inhaltsstoffe geachtet und die richtige Hautpflege gewählt werden.

Weshalb begünstigt die Schwangerschaft eine unreine Haut?

Eine Schwangerschaft führt unweigerlich zu einer starken Veränderung des Hormonhaushaltes, welche sich vor allem in einem Anstieg des Östrogenspiegels niederschlägt. Auf die Aktivität der Talgdrüsen übt der Östrogenspiegel einen großen Einfluss aus. Verantwortlich für unreine Haut sind allerdings insbesondere männliche Geschlechtshormone, welche aufgrund des beschleunigten Stoffwechsels vermehrt produziert werden. Die als Androgene bezeichneten Hormone bewirken ein schnelleres Wachstum der Hornzellen, welche sich an den Talgdrüsen absetzen. Darüber hinaus wird auch die Talgproduktion als solche durch die Androgene angekurbelt. Diese Kombination aus Verhornungsstörung sowie der erhöhten Talgproduktion schafft beste Bedingungen für die Entstehung von Pickeln und Mitessern. Die Hormonumstellung ist somit der primäre Grund dafür, weshalb Frauen während der Schwangerschaft anfälliger gegenüber Verunreinigungen der Haut werden. Besonders anfällig für Hautunreinheiten sind die Frauen, welche schon davor mit Akne im Laufe ihrer Menstruation zu kämpfen hatten. Die übermäßige Aktivierung der Talgdrüsen führt allerdings nicht nur zu Pickeln im Gesicht. So können auch Rücken und Dekolleté hiervon betroffen sein.

Wie kann dem Juckreiz sowie den Hautunreinheiten vorgebeugt werden?
Manche Frauen klagen in der Schwangerschaft über zu trockene Haut. Zu diesem Phänomen kommt es vor allem dann, wenn der Talgfluss zu einer Verstopfung der Talgdrüsen führt. Dadurch wird die Talgproduktion gehemmt, was an den betroffenen Hautstellen eine Austrocknung zur Folge hat. Daneben können auch andere Faktoren der Haut vermehrt Feuchtigkeit entziehen. So vermag die unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Nährstoffen das Hautbild trockener und älter aussehen zu lassen. Zurückzuführen ist dies auf einen erhöhten Verbrauch von Vitaminen und Nährstoffen während der Schwangerschaft. Äußere Einflüsse wie Wasser, Sonne, Hitze, Kälte und Reizstoffe begünstigen eine trockene Haut zusätzlich. Das Resultat ist häufig Juckreiz. Diesem unangenehmen Effekt sowie Hautunreinheiten können Sie durch eine regelmäßige milde Hautreinigung begegnen. Am besten verwenden Sie hierbei lauwarmes Wasser sowie Reinigungsmittel, welche nicht austrocknend wirken. Im Anschluss an die Reinigung ist die Haut sanft trocken zu tupfen und nicht allzu stark zu reiben.

Hiervon ist in der Schwangerschaft abzusehen
Ein Bad kann in der Schwangerschaft äußerst erfrischend und entspannend sein. Dagegen ist auch nicht einzuwenden, solange die Temperatur bei angenehmen 33 bis 34 Grad liegt. Ungeeignet sind hingegen Temperaturen ab 37 bis 38 Grad, weil diese den Blutdruck aufgrund der sich ausweitenden Blutgefäße absinken lassen. Manchen Schwangeren könnte es infolge von Kreislaufproblemen schwindelig werden. Steigt durch zu warmes Badewasser die Körperkerntemperatur über einen längeren Zeitraum auf mehr als 38,5 Grad an, erhöht sich ferner das Risiko für frühzeitige Wehen. Auch die Fehlbildungs- und Frühgeburtsrate steigt. Zu heißes sowie zu häufiges Waschen entfettet zudem die Haut und trocknet sie zusätzlich aus. Belassen Sie demnach die Temperatur des Badewassers im moderaten Rahmen und halten Sie sich nicht länger als 10 bis 15 Minuten darin auf. Eine geeignete Feuchtigkeitscreme, welche ideal auf Ihren Hauttyp angepasst ist, verschafft der Haut zu neuer Vitalität. Denn sie gleicht den Lipidfilm an der Hautoberfläche wieder aus und gibt der Haut die erforderliche Feuchtigkeit zurück. Grundsätzlich verzichtet werden sollte in der Schwangerschaft auf stark parfümierte Peelings oder Cremes sowie duftstoffhaltige Waschprodukte. Darüber hinaus sind zahlreiche Medikamente für die Aknebehandlung in dieser Zeit nicht zugelassen. Verboten ist etwa die Anwendung folgender Stoffe:

Salicylsäure
Anhand dieses Wirkstoffs sollen anhaftende Hautschuppen und Verhornungen gelöst und damit Hautverstopfungen vorgebeugt werden. Von Produkten mit Salicylsäure sollten Sie während der Schwangerschaft jedoch am besten absehen.

Antibiotika
Hier ist eine Konsultation des Arztes dringend angeraten, zumal sich die Wirkung von Antibiotika auch auf das Baby erstrecken kann.

Isotretinoin
Dieser Abkömmling der Vitamin-A-Säure ist für die Entwicklung des Ungeborenen schädlich.

Azelainsäure und Benzolyperoxid (BPO)
Von Medikamenten mit diesen Inhaltsstoffen sollten Schwangere ebenfalls absehen.

Was Sie gegen unreine Haut unternehmen können
Auf die Beschaffenheit Ihrer Gesichtshaut können Sie aktiv einwirken. Folgende Maßnahmen sind hierbei zu empfehlen:

- Regelmäßige Reinigung mit Wasser sowie sanften, pH-neutralen Waschsyndets (ein- bis zweimal am Tag)
- Maske mit Kleie oder Heilerde
- Zum Austrocknen von Pickel nachts punktuell Zinkpaste auftragen
- Ausreichend trinken, um die Ausschleusung von Giftstoffen zu unterstützen
- Jeden Abend vor dem Schlafengehen abschminken
- Schützen Sie sich vor der Sonne, um der Entstehung und Verdichtung von Pigmentflecken vorzubeugen. Die vermehrte Pigmenteinlagerung (Melasma) ist ebenfalls hormonell bedingt.

Was es bei Kosmetika zu beachten gilt
Einige Hautärzte sowie Dermatologen sehen handelsübliche Kosmetikprodukte in der Schwangerschaft in der Regel als unproblematisch an. Keineswegs verzichtet werden muss etwa auf die gelegentliche Anwendung und Entfernung von Nagellack. Aufgrund des im Lösungsmittel enthaltenen Acetons sollten diese jedoch nicht allzu oft zum Einsatz kommen. Auch die Dämpfe, die aus Nagelleck und Entferner eingeatmet werden, sind in geringer Konzentration unbedenklich. Im Sinne einer erhöhten Hautfreundlichkeit ist auf Produkte mit nachfolgenden Bestandteilen zu verzichten,

- Paraffine, Erdöl, Silikone
- halogenorganische Verbindungen (z.B. Chlorphenesin)
- Diethylphthalat
- Octocrylene
- PEG-Derivate
- Künstlicher Moschusduft

Von einem Besuch des Kosmetikstudios brauchen Sie hierbei keineswegs abzusehen. Hier können Sie auf eine qualitativ hochwertige Beratung vertrauen, die exakt auf Ihre Bedürfnisse als Schwangere ausgerichtet ist. Beispielsweise erfahren Sie bei einer ausführlichen Hautanalyse im B·NEW MUNICH mehr zu den Behandlungen, die für Sie auch während Ihrer Schwangerschaft geeignet sind. Hierbei kommen grundsätzlich nur Behandlungen und Produkte zum Einsatz, die im Zusammenhang mit der Schwangerschaft völlig unbedenklich sind. Auf diese Weise können Sie für einen schönen, strahlenden Teint sorgen, ohne hierbei sich oder Ihr Baby zu gefährden.

Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.