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Kriminelle Krankenhäuser: Jede zweite Abrechnung ist falsch - den Schaden ha ...

Kriminelle Krankenhäuser: Jede zweite Abrechnung ist falsch - den Schaden haben die Patienten

News Team
11.05.2017, 10:06 Uhr
Beitrag von News Team

Im Juni 2016 hatte die Regierung ein Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen beschlossen. Genutzt hat es offenbar nichts. Das berichtet die "Welt" und Berufung auf eine Studie der Beratungsfirma EY, des Deutschen Krankenhaus Kompasses sowie des Rhön Klinikums zu "Compliance in Krankenhäusern".

81 Prozent der befragten Klinikmanager bestätigte demnach, dass das verschärfte Gesetz keinen Effekt hatte. 35,6 Prozent gaben an, dass Abrechnungsbetrug das größte Problem der Krankenhäuser sei. GKV-Sprecher Florian Lanz sagte der "Welt":

In der Vergangenheit hat sich rund die Hälfte der Krankenhausabrechnungen, die ein zweistufiges Prüfverfahren durchlaufen haben, als falsch erwiesen.

Krankenhäuser zahlen für Fake-Leistungen

So zahlten Krankenkassen beispielsweise für Leistungen, die gar nicht erbracht wurden. Leistungen von Fachärzten seien in Rechnung gestellt worden, dabei waren betroffene Ärzte gar nicht anwesend. Selbst Operationen, die nicht stattfanden, sollen abgerechnet worden sein.

Den Schaden tragen die Patienten und Versicherten. Denn der Abrechnungsbetrug kann schwerwiegende Folgen für sie haben.

Die Krankenkassen können bestimmte Leistungen ablehnen, weil diese angeblich schon einmal erbracht worden sind

, sagt Ilona Köster-Steinebach, Gesundheitsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Außerdem würden durch den Betrug die Krankenkassenbeiträge steigen.

Neben kriminellen Machenschaften bei der Abrechnung gibt es den Klinikmanagern zufolge Verstößen gegen die Hygiene-Verordnung und Arbeitssicherheit (27,5 Prozent). 12,6 Prozent bemängeln Verstöße gegen den Datenschutz.
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