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Ärzte-Pfusch bei Hüft-Operationen! Jeder 7. Folge-Eingriff könnte vermieden  ...

Ärzte-Pfusch bei Hüft-Operationen! Jeder 7. Folge-Eingriff könnte vermieden werden

News Team
27.05.2017, 16:12 Uhr
Beitrag von News Team

Berlin. Zahlreiche Operationen in der Folge von Hüft-Implantationen sind vermeidbar. Wie die "WELT" unter Berufung auf eine statistische Auswertung von Versichertendaten durch die BKK Nordwest berichtet, wäre jede siebte Operation obsolet, wenn nur noch erfahrene Kliniken den ersten Eingriff vornehmen würden.

Der Auswertung zufolge würden allein in den Bundesländern Hamburg und Nordrhein-Westfalen auf alle Kassen hochgerechnet pro Jahr 500 Folge-Eingriffe entfallen, wenn die OPs nur noch von erfahrenen Chirurgen durchgeführt würden.

Für die Studie, die der "WELT" vorab vorliegt, hat die Kasse die Wahrscheinlichkeit
nötiger Folge-OPs mit der Häufigkeit der Eingriffe in 201 Krankenhäusern abgeglichen.

"Unerfahrene" Kliniken größter Kostenfaktor

Demnach ist die Komplikationswahrscheinlichkeit bei "unerfahrenen" Häusern – also solchen, die im Schnitt nur jeden dritten Tag ein Hüftgelenk einsetzen – um rund 40 Prozent höher als bei Kliniken mit mindestens zwei derartigen Eingriffen pro Tag.

Im Jahr 2016 wurden bundesweit 230.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt, wie der Branchenverband der Medizinproduktehersteller (BV Med) ermittelt hat. Jedes Jahr erhält etwa jeder hundertste über 70-Jährige ein solches Implantat.

Hüftgelenks-Operationen stellen damit auch eine große finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem insgesamt dar. Besonders teuer sind Folgeeingriffe, die nötig werden, wenn etwa ein Gelenk nicht fachgerecht eingesetzt wurde. Sie kosten nach Angaben der BKK Nordwest im Schnitt 9600 bis 13.000 Euro.

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