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Bauernregeln Juli 16

Bauernregeln Juli 16

01.07.2016, 07:00 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wie der Monat Juli so der nächste Monat Januar

Gerard Zacher hat Besonderheiten, Lostage und Bauernsprüch
zusammengestellt.


Deggendorf - Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für Juli die Monatsbesonderheiten, Lostage, Heiligenfeste und Bauernsprüche zusammen gestellt.

Der Juli wird auch Heumond, Heumonat, Heuert oder Apostelmonat genannt. Bei den Römern war der Juli der 5. Monat (Quintilis), so
Gerard Zacher . Er erhielt im Jahre 45 v. Chr. zu Ehren Julius Cäsars die Bezeichnung Julius. Zacher weiß auch einige allgemeine Sprüche zum Juli:
Wenn Fledermäuse emsig abends fliegen, wird im Juli das gute Wetter
siegen. Bei Donner im Julius viel Regen noch erwarten muss. Ohne
Tau keinen Regen, so heißt es im Juli alletwegen. Juli Sonnenbrand-
gut für Leut und Land. Juli schön und klar - ein gutes Bauernjahr.
Wenn der Juli fängt zu tröpfeln an, so wird man lange Regen haben.

Die für die Wettervorhersagen wichtigen Lostage beginnen - so
Kneippvorsitzender Gerard Zacher- im Monat Juli mit Mariä Heimsuchung
am 2.Juli, dem seit 1389 gefeierten Tag, an dem die Gottesmutter ihre Base Elisabeth „im Gebirge“ besuchte und diese als Mutter des Herrn begrüßte.An Mariä Heimsuch(2.) wird`s bestellt, wie`s Wetter vierzig Tag`sich hält. Bringt der Juli heiße Glut, gerät auch der September gut. Wie die heilige Jungfrau fortgegangen, wird Magdalena gern empfangen.Wie Maria ins Gebirge zieht ein, wird der ganze Juli sein. Der Apostel Thomas steht am 3. Juli im Kalender, er ist u.a.
Patron der Architekten und Bauarbeiter. Er wird gern bei Rückenschmerzen um Fürbitte angerufen. Bis 1969 wurde das Fest am 21. Dezember gefeiert, dies wurde geändert, weil dieser Gedenktag unmittelbar vor dem Weihnachtstag lag. Am 4. Wird des großen Augsburger Bischofs Ulrich gedacht: Regen am St.Ulrichstag (4.), macht die Birnen stichig-mad. Wenn`s am Ulrichstag donnert, fallen die Nüsse vom Baum.

An St.Kilian (9.) säe Wicken und Rüben an. St.Kilian, ist der rechte Rübenmann. Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag (10.), es sieben Wochen bleiben mag. Die Siebenbrüder das Wetter machen, ob sie nun weinen oder lachen. An Siebenbrüder Regen, der bringt dem Bauern keinen Segen.
Der Ordensgründer Benedikt von Nursia , der Vater des abendländischen
Mönchtums wird am 11. Juli begangen. Er ist Patron von Europa (seit 1964). St.Kunigunde (13.Juli) wird meist in kaiserlichen Gewändern dargstellt. Das figurengeschmückte Hochgrab von Kaiser Heinrich II und seiner Gemahlin Kunigunde im Dom zu Bamberg ist von Tilmann Riemenschneider. Die Szene der Feuerprobe ist zu sehen in Holzkulpturen von Ingnaz Günther in den Pfarrkrichen von Rott am Inn und von Mallersdorf in Niederbayern. Heilkräfte sagt man dem Kunigundenwasser
nach, und aus dem Kunigundenkraut, dem Thymian, flocht man früher Kränzleien, denen allerlei Wirkkräfte bescheinigt wurden. Ist Apostelteilung (15.)schön, so kann das Wetter der sieben Brüder gehen.
An diesem Tag trennten sich die Apostel, um in die Welt hinauszugehen und das Evangelium zu verkünden

Regen an St. Alexius (17. Juli) wird zur alten Hexe. Juli-Sonnenbrand, gut für Leut und Land. Wettert der Juli mit großem Zorn, bringt er dafür reiferes Korn. St. Vinzenz (19. Juli) Sonnenschein füllt die Fässer mit Wein.


Margaretenregen (20.)wird erst nach Monatsfrist sich legen
Wenn es an Margareta regnet, kommt das Heu schlecht heim.
An Margarethen Regen, bringt Heu und Nüssen keinen Segen.
Im Mittelalter war der Margaretentag für die Bauern einer der
wichtigsten Lostage des Jahres. War das Wetter zuvor gut, begann an diesem Tag die Ernte, auch wurde am 20 Juli der bäuerliche Pachtzins bezahlt. Gegen Margareten und Jakoben (25.) die stärksten Gewitter toben. Die erste Birn' bringt Margaret', dann überall die Ernt' angeht.
Magdalena (22.)weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern. Klar muss Apollinaris (23. Juli) sein, soll sich der Bauer freu'n.
Wenn im Juli die Ameisen viel tragen, wollen sie einen harten Winter ansagen Vom 23.Juli bis 24. August sind die sog. Hundstage. Sie heißen deswegen Hundstage, weil am 23. Juli der Sirius, der Hundsstern, am Nachthimmel aufgeht. Hundstage hell und klar zeigen an ein gutes Jahr.
Hundstage klar, gutes Jahr. Hundstage heiß und schwül, braucht der Bauer Hände viel. Hundstage heiß - Winter lang weiß. Wie die Hundstage anfangen, so gehen sie aus. Wie das Wetter, wenn der Hundstern aufgeht, so wird's bleiben, bis er untergeht.

Am 24. Juli ist der St.Christophorustag. St.Christophorus ein Nothelfer und
Patron des Verkehrs sowie vieler Berufsgruppen, die mit dem Verkehr etwas zu tun haben. Ein alter Spruch sagt: Wer das Bild von Christophorus am Morgen betrachtet, glaubt sich an diesem Tag von Übel bewart. Desklab kleben viele sein Bild in Autos und andere
Verkehrsmittel. Er ist auch der „Brückenheilige“. Früher war an diesem Tag Fahrzeugweihe.
St. Jakob, Apostel und Martyrer (25.Juli) nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frische Kartoffel.Gerard Zacher merkt dazu an, dass deshalb die ersten Äpfel Jakobiäpfel und die ersten Kartoffeln Jakobikartoffeln heißen Jakobi (25.) klar und rein, wird das Christfest kalt und frostig sein. Bläst Jakobus weiße Wölkchen in die Höh, sind's Winterblüten zu vielem Schnee. Sind an Jakobi die Tage warm, gibt's im Winter viel Kält' und Harm. Jakobi ohne Regen deutet auf strengen Winter. Jakobi heiß - lohnt Müh' und Fleiß. Am 25. Juli ist der Gedenktag der heiligen Anna, der Mutterder Gottesmutter- und ihres Ehemannes Joachim. Ist St.Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei. Wie's an Agathe (5.2.) wettert, das weiß die Martha (29.Juli). Wenn die Schwalben Ende Juliziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen. Wenn nass und kalt der Juli war,
verdirbt er meist das ganze Jahr. Genauso wie der Juli war, wird nächstes
Jahr der Januar. gz

1 Kommentar

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Ich Liebe Altere Sagen, Bauernregel und Sprichwörter muss nicht alles passen - wir Menschen Ändern sich immer und das ist gut so .
  • 01.07.2016, 09:46 Uhr
  • 1
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