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Kommunikation

11.10.2016, 20:10 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Nun, mit dem subtilen an der Oberfläche wabbernden Spaß kann ich mich ab und an auch anfreunden, aber wiederum nur in der Weise, wo mein Gegenüber sein Gehirn eingeschaltet haben sollte.

Witzig dabei ist, dass meist danach eine längere Bedenkzeit folgt. Daraufhin werde ich meistens ignoriert oder man begreift mich als Spaßbremse. Doch ich sehe das Ganze eher als ein "Break" des allabendlichen Monotonismus.
So hat sich die Unterhaltung hier allgemein zu einem Konsumgut entwickelt, wobei selbst die Unterhaltung nicht einmal verarbeitet wird - die innere Leere bleibt unausgefüllt. Kein Wunder klagen die meisten Leute dann über Langeweile.

Aber was ist es denn wirklich?

Zerstreuung nach dem Alltag, Kompensation der Einsamkeit, in dem man Zweisamkeit nur virtuell erträgt?

Viele Menschen sind hier wohl ziemlich altbelastet, weil sie mit dem Leben genau so umgehen, wie mit ihrer Unterhaltung. Mehr als ein paar Sätze sind ihnen zu viel - beim Schreiben Lesen und Bilder betrachten - es überfordert sie einfach.
Sie betreten nicht einmal die Nähe ihres spirituellen Kerns, stellen sich nicht einmal die Frage nach der Nützlichkeit ihres Daseins und welchen Weg sie in diesem Leben beschreiten wollen.
Ich sehe keinerlei Spuren, sie gehen durchs Leben und hinterlassen nichts und es fällt ihnen auch nicht einmal auf – traurig, weil sie wohl schlafen.

Bewusste Erkenntnis und Verantwortung für ihr Leben zu tragen, sind ihnen zu Ernst, da feixt man sich lieber zu. Obwohl auch dabei könnte Mensch Erkenntnis durch eine positive Einstellung, Optimismus und in der Leichtigkeit des Seins empfinden.

Wer ist hier denn tatsächlich im Gleichgewicht, hat seine Mitte gefunden und schöpft wirklich Kraft aus sich selbst?
Gute Frage, nicht wahr?

Nun, meine Kontakte sind nicht sehr zahlreich, aber es sind Menschen, die besondere Fähigkeiten aufweisen, die außerordentlich, in ihre Art erkenntnisreich und ehrlich sind.
Jeder dieser Menschen ist in der Lage zu verstehen und besitzt, je nach Charakter, eine Gabe seine tieferen Gedanken und Erkenntnisse an andere weiterzugeben.
Ich lese dort ihr Handeln, ihr Denken, ihre Geschichten und ihre Ideologie.
Das ist vielfach auch anstrengend, aber es ist lebendig und transparent, etwas für Bewusste, eben nichts für bequeme Leute.
Es ist immer wieder ein Angebot an jene Menschen, die ich in besonderer Weise respektiere und schätze. So sehe ich es als Freundschaftsdienst an, die Würdigung dieser manchmal feinfühligen Seelen, zu denen ich mich ebenso zähle.

Doch für das Loch im intellektuellen Verständnis anderer Leute kann ich wohl kaum verantwortlich gemacht werden. Ebenso nicht für ihre Äußerungen in der Öffentlichkeit, womit sie ihr sorgfältig begründetes geistiges Chaos offenbaren und dann auch noch voller Stolz verkünden, einem anderen Menschen es so richtig gegeben zu haben.
Mein Verständnis hat Grenzen. Grenzen in der Weise, dass es sinnlos geworden ist, sich mit Menschen zu befassen und Energie zu verschwenden, denen der persönliche Angriff lieber ist als der geistige Austausch mit dem tiefen Inhalt ihrer Texte.

Es macht wenig Sinn sich profan über eine Person herumzustreiten, statt über ihre Bewusstseinsinhalte wirklich etwas lernen zu wollen. Ich stelle mich gerne dieser Herausforderung, aber es muss ja auch eine sein.
Das Schlimme ist, dass diese Kommentatoren, den Autor gar nicht wirklich kennen und nicht einmal Anstalten machen ihn/sie kennenlernen zu wollen.

Ja, es kann wirklich ein Moralbtraum sondergleichen sein, denn je flacher der geistige Kern der Lord-Oberinquisitoren, desto tiefer scheint ihre menschliche Krise in der Offenbarung ihrer Worte ... eine glatte -100 auf der nach unten offenen Höfflichkeitsskala.

Wird man mich deswegen nun kniend und betend wiederfinden?

Aber ich knie ja nur deshalb, um zu sehen, ob das Klo noch verstopft ist und bete, dass die Spülung wieder funktioniert, damit ich derartig entgleiste Wortwahl runterspülen kann - Pssssschhhhh

Grundsätzlich hege ich immer noch die Hoffnung von Menschen eines gewissen Alters mehr zu erwarten. Dann könnten diese sicherlich auch noch lernen, Borniertheit von tatsächlicher Sachlichkeit zu unterscheiden.

Nun, ich denke, wenn ich eine derart intensive Vorstellungskraft besäße und ein so gewaltiges Mitgefühl verspüren würde, um wirklich das Leiden mancher Menschen zu verstehen und mitzufühlen, dann hätte ich wohl kaum einen Augenblick inneren Frieden mehr.
Denn kein Mensch sucht hier wirklich Rat, sondern meist nur die Bestärkung seiner eigenen Handlungen, um eben die Erfahrung zu machen, die für ihn gut oder schlecht sein mag.
Allerdings bin ich auch Menschen begegnet, die dank ihres Verstandes intellektuelle Rüstungen geschmiedet hatten, die sie vor Unannehmlichkeiten schützten. Sie wirkten dadurch stärker als andere. Sie sagten: „Ich pfeif auf alles und feixe über alles."
Aber als dann ein Problem ihren Panzer durchschlug, waren die Schäden fürchterlich.
Jedoch bin ich aber auch Menschen begegnet, die bei der geringsten Kleinigkeit, bei der geringsten Berührung litten, Schmerzen empfanden, aber ihr Verstand verschloss sich deshalb nicht, sie blieben sensibel, für alles empfänglich und lernten aus jeder Aggression.

Und auch mit der Beliebtheitsskala haben manche Zeitgenossen erhebliche Defizite. Mit ihren Worten zeigen sie mir eindeutig welche menschlichen Katastrophen hier noch so bei WL herumschwirren.
Es gibt auch manche Zeitgenossen, die sich für das Wort einsetzen und sich tatsächlich etwas Tolles einfallen lassen, mit dem sie wiederum ihren Phantasie quälen, nur um damit die WL gierigen Worterbettler zu speisen.

Freiheit, Freizügigkeit und Meinungsfreiheit sind hier schöne biegsame Worte, die eigentlich nur erschaffen wurden, um das nackte Antlitz harter wirtschaftlicher WL-Zwänge angenehm zu verschleiern.
Hoffentlich ist eine Weiterentwicklung möglich!

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4 Kommentare

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Eine Ansprache an Alle die sich nicht öffnen möchten oder können. Warum darüber wundern? Muss man nicht das Leben meistern, egal in welcher prekären Situation man steckt? Die seelischen, nennen wir sie mal, Unbefindlichkeiten, auszubreiten ist etwas was man lernen muss. Dazu braucht es Kraft und Selbstverständnis. Etwas anzupacken, was man mit den Händen nicht greifen kann. Für viele etwas, als wenn ein Blinder über Farben spricht. Wohl dem, der ein Gegenüber hat, der versteht. Ein Freund oder Freundin. Meist ist es jemand, der das alles selbst erlebt hat oder lebt. Viele ein ganzes Leben.
  • 16.10.2016, 16:40 Uhr
  • 2
Ich bin ganz bei Dir, liebe wize.life-Nutzer,
ein wirklich guter und sachlicher Kommentar, der die Inhalte noch einmal konstruktiv nachbeleutet.
Chapeau!
  • 16.10.2016, 16:57 Uhr
  • 0
Man muss erkennen um sich selbst helfen zu können. Mag es auch Jahrzehnte dauern.
  • 16.10.2016, 17:13 Uhr
  • 1
Dem stimme ich voll und ganz zu.....
  • 02.06.2017, 16:48 Uhr
  • 2
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