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Das Geheimnis des Semikolon Tattoos

Das Geheimnis des Semikolon Tattoos

07.11.2016, 17:52 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Hast du schon mal jemanden mit einem Strichpunkt-Tattoo gesehen? Jetzt erfährst du, was dahinter steckt.

Du siehst richtig, es ist ein einfaches Semikolon. Es ist eine Tätowierung, dessen Popularität in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, aber im Gegensatz zu anderen Trends gibt es einen ernsthaften Sinn dahinter.

Dieses Zeichen steht für den Kampf um das eigene Leben und hat eine starke Bedeutung bei der Suizidprävention. Projekt Semikolon wurde während einer Social-Media-Bewegung im Jahr 2013 geboren. Sie beschreiben sich selbst als eine „Bewegung der Hoffnung und der Liebe“ zu denen, die mit Depressionen, Selbstmord, Sucht und Selbstverletzung zu kämpfen haben.

Aber warum ein Semikolon? Ein Semikolon wird verwendet, wenn man den Kampf im Leben beinahe verloren hatte und es doch geschafft hat. Ursprünglich wurden die Menschen lediglich aufgefordert, ein Semikolon auf den Körper zu zeichnen und es zu fotografieren. Doch schnell war es ein Trend und statt zu zeichnen wurde tätowiert.  Heute tragen Menschen auf der ganzen Welt diese Tätowierung als Symbol und Erinnerung an ihren erfolgreichen Kampf im Leben.

Im Jahr 2012 litten mehr als 43 Millionen Amerikaner an einer Geisteskrankheit, was gar nicht so ungewöhnlich ist. Doch nur wenige suchen Hilfe, weil sie Angst haben darüber zu sprechen. „Das Tattoo ist ein toller Gesprächs-Starter“, erklärt Jenn, welcher die Bewegung ins Leben gerufen hatte. „Die Leute fragen, was es ist und schon hat ein Gespräch begonnen. Es bietet eine tolle Gelegenheit über Tattoos zu sprechen.“

Im vergangenen Jahr machte das Semikolon Tattoo Projekt eine tolle Aktion in mehreren Tattoo-Shops weltweit. Die Menschen konnten sich ein Semikolon Tattoo für einen Pauschalpreis tätowieren lassen. „Das eingenommene Geld ging als Spende an unser Krisenzentrum“, sagte Jenn. Insgesamt erhielten über 400 Personen die Semikolon Tätowierungen, an einem Tag.
Und es geht nicht nur um das Gespräch, es geht um greifbare Unterstützung und Hilfe. Jenn arbeitet stark mit dem Krisenzentrum Agora zusammen. Gegründet 1970, ist es eines der ältesten Krisenzentren im Land. Durch das Semikolon-Tattoo-Projekt sind sie endlich in der Lage, noch mehr Menschen zu helfen, wenn sie in Krisenzeiten Hilfe brauchen.

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2 Kommentare

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Eine tolle Sache. Psychische Erkrankungen sind immer noch eine Grauzone, trotz Aufklärung!
  • 07.11.2016, 19:55 Uhr
  • 1
Da geb ich dir Recht, es mangelt doch noch sehr an Inklusion.
  • 07.11.2016, 20:20 Uhr
  • 0
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